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Demonica - Razr von Ione, Larissa (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.02.2018
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Demonica - Razr

So unendlich heiß wie die Hölle, verführerischer als der Himmel! Ein gefallener Engel mit einen Geheimnis. Eine Elfe aus einer anderen Welt, getrieben von einem unstillbaren Hunger nach etwas Unbekanntem. Razr und Jedda sind Todfeinde, beide auf der Jagd nach einem Diamanten, dessen Macht sie unfreiwillig zusammenschweißt. '150 Seiten pure Magie' I Smell Sheep Book Blog Eine neue Novella aus der Welt von Demonica

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 193
    Erscheinungsdatum: 01.02.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736307278
    Verlag: LYX
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Demonica - Razr

1

Razr, der sich im Büro seines Chefs befand, war von Dämonen umgeben, die durch die Luft wirbelten. Die kreischenden, gequälten Seelen flehten um Gnade oder schrien Bösartigkeiten und Drohungen heraus.

Razr klopfte mit dem Ring an seinem rechten Zeigefinger gegen seinen Oberschenkel, während Azagoth, ein uraltes Wesen, das auch als der Sensenmann bekannt war, die Dämonenseelen mit winzigen Energiestößen bombardierte, die diese vor Schmerz aufheulen ließen.

Azagoth spielte mit ihnen, wie eine Katze mit einer Maus spielt. Sein luxuriöses Büro, das tief in dem Unterweltreich namens Sheoul-gra lag, hatte sich in einen makaberen Spielplatz des Schmerzes verwandelt.

Schmerz war etwas, mit dem Razr klarkam. Unterwürfigkeit hingegen nicht, und nachdem er Hunderte von Jahren als Kampfengel und damit als Teil der Elite gelebt hatte, empfand er es als verdammt erniedrigend, dazu verurteilt zu sein, Azagoth zu dienen. Doch das war Razrs eigene Schuld, und im Grunde genommen hatte er sogar noch Glück gehabt. Auch wenn man ihn aus dem Himmel hinausgeworfen hatte, hatte er immerhin nicht seine Flügel verloren.

Nein, seine Engelsschwingen und deren Schicksal hingen davon ab, ob er den Schaden würde wiedergutmachen können, den er vor einem Jahrhundert angerichtet hatte.

Nun ja, es war vielleicht nicht besonders toll, mit Azagoth und seinen abartigen Helferlein, den sogenannten Senslingen, abzuhängen, aber es könnte schlimmer sein. Allerdings hätte Razr in diesem speziellen Moment, als er Azagoth gegenüberstand - der in einer schwarzen Robe mit Kapuze, aus deren Tiefen seine grünen Augen hervorglommen, ganz besonders nach Gevatter Tod aussah -, beim besten Willen nicht sagen können, was genau noch schlimmer sein könnte.

Auf eine einzige gebieterische Geste Azagoths hin schwärmte eine Welle von Senslingen wie Ameisen in das Zimmer. Ihre schwarzen Miniaturumhänge schleiften über den Fußboden, und ihre Gesichter waren unter den Kapuzen verborgen. Sie sammelten die Dämonenseelen ein und huschten davon, verschwanden in einem Tunnel in der Mauer, auf dem Weg in das Höllenloch, in das sie gehörten. Als Azagoth seine Aufmerksamkeit nun Razr zuwandte, drang diesem die Eiseskälte, die er bisher nur auf seiner Haut gespürt hatte, sofort bis ins Mark.

"Ich will wissen, warum du jeden verdammten Tag einen verdammten Jutesack und Flipflops trägst. Du hast Zugriff auf alles, was du nur willst, und dennoch kleidest du dich wie ein mittelalterlicher Mönch, es sei denn, du verlässt Sheoul-gra." Azagoth neigte den Kopf und intensivierte seinen Blick, bis sich Razr wie ein Bazillus unter einem Mikroskop fühlte. "Ist diese Kleidung Teil deiner Strafe?"

Razr zuckte zusammen. Seit über einem Jahr lebte er nun schon in Sheoul-gra und arbeitete für Azagoth, und dies war das erste Mal, dass sein Boss ihm eine Frage gestellt hatte, die nichts mit der Arbeit zu tun hatte.

"Ja", erwiderte Razr; doch das war eine einfache Antwort auf eine Frage zu einer komplexen Angelegenheit.

"Deine Lage ist einzigartig. Du bist kein gefallener, aber auch kein himmlischer Engel. Du bist nicht einmal ein Ausgestoßener." Damit bezog sich Azagoth auf den ungewissen Status eines Engels, der seine Flügel verloren hatte, aber Sheoul, das Reich der Dämonen, nicht betreten hatte; ein Schritt, mit dem er seinen Sturz unwiderruflich gemacht hätte. Er trat an die Bar und goss Rum in zwei Gläser ein, was nicht ohne Spritzer abging. "Der Himmel hat nur für dich eine neue Bezeichnung für Engel erschaffen."

"Jaaa", erwiderte Razr gedehnt, "ich bin schon etwas ganz Besonderes." Aber das war er nicht. Es gab noch jemanden, der seinen Status teilte: seine frühere Geliebte Darlah, die man für tot hielt, da sie von ihrer letzten Mission nicht zurückgekehrt war.

Eine Mission, die Razr jetzt allein erfüllte.

Als Azagoth ihm eines der Gläser reichte, fiel es Razr schwer,

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