text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Der Amboss der Sterne Roman von Bear, Greg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.02.2014
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Der Amboss der Sterne

Rache! Die Erde wurde von Außerirdischen vernichtet, und nur dank der Hilfe anderer Aliens konnte ein Teil der Menschheit überleben. Von ihren Rettern erhalten die Überlebenden den Auftrag, diejenigen zu finden, die für die Zerstörung ihres Planeten verantwortlich sind. An Bord der Dämmerungsgleiter macht sich eine Gruppe Menschen auf die Suche. Im System Leviathan werden sie schließlich fündig - doch einige der Planeten sind nur Projektionen, andere werden von friedliebenden Spezies bewohnt. Ist alles nur eine raffinierte Täuschung, um der Rache der Menschheit zu entkommen? Greg Bear wurde 1951 in San Diego geboren und studierte dort englische Literatur. Seit 1975 als freier Schriftsteller tätig, gilt er heute als einer der ideenreichsten wissenschaftlich orientierten Autoren der Gegenwart. Etliche seiner Romane wurden zu internationalen Bestsellern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 25.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641135904
    Verlag: Heyne
    Größe: 763 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Der Amboss der Sterne

Die zweite Stufe der Verzögerung ging zu Ende. Martin fühlte, wie sein stärkerer Körper plötzlich frei wurde wie eine voll geladene Batterie. Einige Kinder fühlten sich ein paar Stunden leicht übel, aber das ging vorüber.

Jennifer Hyacinth war eine schlanke, redselige Frau, die auf Martin bei ihrer ersten Begegnung keinen Eindruck gemacht hatte. Mit dreieckigem Gesicht, weder hübsch noch unangenehm anzuschauen, mit verkniffenen Augen und der Gewohnheit zu blinzeln, wenn man mit ihr sprach, als ob sie gekränkt würde. Mit dünnen Armen und breitem Brustkorb. Die Brüste saßen auf den Rippen wie ein nachträglicher Einfall. Jennifer hatte allmählich Martins Respekt gewonnen durch die ausgefallenen und scharfen Beobachtungen, die sie über das Leben auf dem Schiff machte, und ihre Bereitschaft, sich für Jobs zu melden, die andere nicht mochten, und vor allem durch ihre außergewöhnliche Beherrschung von Muttimathe.

Wie Ariel vertraute Jennifer Hyacinth den Müttern nicht mehr, als sie musste, wenn sie mit ihnen arbeitete oder in einer von ihnen geschaffenen Umgebung leben musste. Aber sie hatte dieses Misstrauen auf eine Art geistiger Guerilla-Aktion konzentriert, indem sie ihren Kopf benutzte, um Einsicht in solche Dinge zu gewinnen, welche die Mütter den Kindern nicht sagten.

Martin fügte ihre Bitte, ihn zu sprechen, in eine kurze Reihe von Terminen für die erste Hälfte des nächsten Tages ein und traf sie am frühen Morgen, während Theresa Torustransferdrills für die Piloten der Bombenschiffe organisierte.

Jennifer kam über Leitern in seine Unterkunft in der ersten Heimkugel mit angespanntem Gesicht und sichtlich verlegen.

"Was gibt's?", fragte Martin beiläufig in der Hoffnung, ihr Erleichterung zu geben. Sie machte große Augen, zuckte die Achseln, verengte die Augen wieder, als ob sie eigentlich nichts zu sagen hätte. Sie war verwirrt, weil sie dringend um das Treffen gebeten hatte.

"Jennifer ...", sagte er ungeduldig.

"Ich habe nachgedacht", platzte sie heraus, als ob er für ihr Unbehagen die Schuld trüge. "Ich habe Muttimathe gemacht und bloß nachgedacht. Ich bin zu einigen Schlussfolgerungen gekommen – eigentlich nicht gerade Schlussfolgerungen, aber doch interessant; und dachte, du würdest sie gern hören ... Das hoffte ich wenigstens."

"Ja, gern", sagte Martin.

"Sie sind nicht endgültig, aber recht zwingend. Ich denke, du kannst bei den meisten folgen ..."

"Ich werde es versuchen."

"Die Mütter sagen uns nicht alles."

"Das scheint die allgemeine Meinung zu sein", sagte Martin.

Sie blinzelte. "Das stimmt. Sie haben uns nicht gesagt, wie sie gewisse Dinge tun – zum Beispiel Materie in Anti-M umwandeln. Oder wie sie gewöhnliche Materien zu Neutronium verdichten. Oder wie sie mit Handy senden ohne eine Möglichkeit des Abfangens."

"Sie denken anscheinend, dass wir das nicht zu wissen brauchen."

"Nun, Neugier ist Grund genug."

"Stimmt", sagte Martin.

"Ich denke, ich weiß, wie sie manches machen. Nicht, wie sie es wirklich tun, aber welche Theorie dahinter steht." Sie riss die Augen auf, um ihn zu hindern, ihre Bemühungen für trivial zu halten. "Es ist gute Muttimathe. Es ist selbstkonsistent, denke ich. Ich habe sogar etwas davon in formale Mathematik übersetzt."

"Ich höre."

Er wusste, dass seine Fähigkeit in Muttimathe gegenüber der von Jennifer dürftig war. Sie war vermutlich die schnellste und einfallsreichste M

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen