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Der Blutkönig Roman von Martin, Gail (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.03.2014
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Der Blutkönig

Tris ist auf der Flucht. Sein Halbbruder Jared hat sich gewaltsam den Thron angeeignet und will Tris ermorden. Nun erwartet Tris eine schwere Aufgabe: Er muss seine magischen Fähigkeiten beherrschen lernen, um die Toten heraufzubeschwören. Er braucht eine Armee aus Leichen - ein Heer, groß genug, um den Thron seines verstorbenen Vaters zurückzuerobern. Doch muss sich Tris nicht nur seinem Bruder stellen. Auch der dunkle Magier Foor Arontala verfolgt schreckliche Pläne: Er will den Obsidian-König auferwecken ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 591
    Erscheinungsdatum: 13.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838755465
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: The Blood King
    Größe: 1827 kBytes
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Der Blutkönig

KAPITEL EINS

M ARTRIS D RAYKE , M ARGOLANS Prinz im Exil, schrak auf, als die Tür des Kriegersaales sich öffnete und König Staden von Fahnlehen in die Ratskammer schritt.

"Heute reden wir von Krieg", sagte Staden, als die Versammelten sich ehrerbietig erhoben. Er war mit einem Mann hereingekommen, der sehr steif wirkte und dessen militärische Haltung seine Aufgabe deutlich machte. Ebenso war ein nervöser Mann beim König, dessen Augen ständig über den gesamten Raum schweiften.

"Ich gab Euch mein Wort, meine besten Strategen zur Verfügung zu stellen, Prinz Drayke", meinte Staden stolz. "Hier sind sie. Dies", er wies auf den hochgewachsenen Mann, der selbst in dieser Situation strammzustehen schien, "ist General Darrath, und das hier", er zeigte auf seinen anderen Begleiter, "ist mein bester Stratege Hant. Wenn ein erfolgreicher Feldzug geplant werden kann, dann werden die beiden das bewerkstelligen."

Tris Drayke verbeugte sich anerkennend. "Danke, Euer Majestät", antwortete er. "Ich stehe in Eurer Schuld."

Nur ein Tag war vergangen, seit Tris und seine Begleiter in Stadens Palast gebracht worden waren. Sie waren von der königlichen Leibwache an der Grenze gefangen worden, als sie vor einem Hinterhalt von Mördern geflohen waren, die Jared von Margolan geschickt hatte. In diesem Moment, die Waffen beschlagnahmt und unter schwerer Bewachung stehend, war Tris sicher gewesen, dass man sie Jared hatte ausliefern wollen – wie Spielmarken in einem hochdotierten Würfelspiel. Stattdessen hatte Staden sie als Helden willkommen geheißen, dankbar für die Rückkehr seiner Tochter Berry. Am gestrigen Abend hatte es zu Ehren von Tris und seinen Freunden ein Bankett gegeben, mit dem die sichere Heimkehr der Prinzessin gefeiert worden war. Sie waren reichlich belohnt worden, mit Gold und Juwelen, und Jonmarc Vahanian war für seine Heldentat zum Lord von Dark Haven ernannt worden. Die Belohnung würde ausreichen, um Tris eine Söldner-Armee bezahlen zu lassen, um seinen Thron zurückzugewinnen. Unbeeindruckt von Jareds Drohungen hatte Staden Tris und seine Gefährten offen willkommen geheißen. Und so fand sich Tris nun an einem Tisch zusammen mit Fahnlehens führenden militärischen Offizieren und Strategen wieder, und begann, einen Krieg zur Befreiung Margolans von Jareds Herrschaft zu planen.

"Unsinn", bellte Staden. "Lasst uns nicht wieder davon anfangen. Ich werde euch die Mahlzeiten hierher schicken. Nehmt euch die Zeit, die ihr braucht. Ich habe anderes zu tun", meinte er geschäftig und wandte sich den massiven Holztüren zu. "Nehmt das Abendmahl mit mir ein", lud er sie noch über die Schulter hinweg ein, als er den Saal verließ und die Tür mit einem Ruck hinter sich zu zog.

"Ihr seid also Martris Drayke?", fragte Darrath mit einer Stimme, die rau genug war, um Holz zu schmirgeln.

"Der bin ich", antwortete Tris.

"Komm näher, Junge." Darrath winkte mit einem Finger. "Ich will dich aus der Nähe betrachten."

Tris trat einen Schritt näher, aber der General winkte noch einmal. "Nah genug, damit ich dir in die Augen sehen kann. Ich will wissen, was in dir steckt."

Tris überragte den General mit den markanten Gesichtszügen um einen Kopf. Darrath betrachtete ihn mit einem kalten Blick, als könne er bis auf die Knochen durch ihn hindurchsehen und für einen langen unbehaglichen Moment trafen Darraths Augen die seinen. Tris spürte, wie Darrath versuchte ihn einzuschätzen.

"Du bist dir im Klaren darüber", meinte General Darrath

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