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Der dunkle König Under the Northern Sky 2 - Roman von Carew, Leo (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.08.2019
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Der dunkle König

Die Fortsetzung des packenden historischen Fantasy-Epos "Under the Northern Sky" Die Schlacht um den Wolfsthron ist geschlagen - doch der Krieg um Albion hat erst begonnen ... In einer gewaltigen Schlacht konnte Roper, der junge Lord des Nordens, den Süden von Albion bezwingen. Doch seine Feinde ruhen nicht. Als Ropers Bruder Opfer eines heimtückischen Anschlags wird, begibt sich die weise Sucherin Inger auf die Jagd nach den Mördern. Roper reitet indes mit der unerschrockenen Keturah und einer Handvoll Vertrauter nach Westen, um sich der Hilfe des Waldvolkes der Unhieru zu versichern. Eine Reise voller Wagnisse - und Roper muss sich beeilen. Denn im Süden schmiedet sein Erzfeind, der ehrgeizige Heerführer Bellamus, einen Plan, tödlicher als jedes Schwert ... Leo Carew, geboren 1991, studierte in Cambridge Biologische Anthropologie und spezialisiert sich aktuell auf Polarmedizin. Neben dem Schreiben gilt seine Leidenschaft Expeditionen. So verbrachte er ein Jahr in der Arktis, wo er sich zum Polar-Guide ausbilden ließ. "Wolfsthron" ist sein Debüt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 608
    Erscheinungsdatum: 19.08.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641216924
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: The Spider
    Größe: 3162 kBytes
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Der dunkle König

PROLOG

E in kleines Boot schaukelte auf dem pechschwarzen, trägen Meer, während der Regen sanft wie Entendaunen vom Himmel fiel. Mond und Sterne verbargen sich hinter dichten Wolken. Nur das Klatschen der Ruder und das Plätschern der Wellen gegen den Rumpf waren zu hören. Der dunkle Umriss an den Riemen ächzte und stieß bei jedem Atemzug einen feinen Sprühnebel aus. Der einzige Passagier, eine schwarze Silhouette am Heck des Bootes, war so riesig, dass sein Gewicht den Bug aus dem Wasser hob.

"Ich weiß noch immer nicht, was du vorhast", sagte der Ruderer.

Die dunkle Gestalt am Heck antwortete nicht. Stattdessen zog sie die Kapuze über den Kopf, um sich vor dem Regen zu schützen, und starrte auf das Meer hinaus.

"Du könntest mitrudern", schlug der Ruderer vor. Sein Name war Unndor. "Dann kämen wir schneller vorwärts."

Der Schatten deutete auf seinen verbundenen Arm, den er schützend an die Brust gedrückt hielt. "Schwerlich."

Das Boot nahm Kurs auf einen hellen Lichtfleck, der weit entfernt über dem Wasser schwebte. Die Wellen schlugen gegen den Rumpf des Kahns und schaukelten die beiden durch, während das ferne Licht allmählich näher kam und sich der Umriss eines Schiffs abzuzeichnen begann. Das Funkeln wurde immer wieder von dunklen Gestalten verdeckt, die über das Deck hasteten. Das schlingernde, schwitzende und dickbäuchige Ungetüm von einem Schiff wurde immer größer. Es hatte weder Bullaugen noch Mast und wurde von zwei Ankerseilen aus Hanf gehalten, die unter der Wasseroberfläche verschwanden. Gelbes Lampenlicht überflutete das Deck und wurde verdunkelt, als das kleine Boot in den Schlagschatten des Rumpfes gelangte. Man hatte sie bemerkt: Die Silhouette eines Kopfs tauchte über der Reling auf. "Ellengaest, seid Ihr das?"

"Ich bin es", erwiderte die dunkle Gestalt am Heck.

Der Kopf verschwand augenblicklich.

"Man hat dich erwartet?", erkundigte sich Unndor.

"Ich bin der einzige Besucher, der bei Nacht hier auftaucht."

Ein Seil wurde über die Seite heruntergeworfen, und zwei Hände befestigten das obere Ende an der Reling. Unndor nahm das Seil und knotete es an einem eisernen Ring am Bug des Ruderbootes fest.

Dann entrollte sich eine Strickleiter und purzelte den Rumpf herab, bis das Ende unmittelbar über dem schaukelnden Dollbord des Bootes baumelte. Der Passagier, Ellengaest, rührte sich nicht. Schließlich stand Unndor auf, setzte einen Fuß auf die unterste Sprosse der Leiter und stieg hinauf. Erst als etliche Hände ihm über die Reling halfen, folgte Ellengaest ihm.

Man zog ihn auf das riesige Deck, das von einer niedrigen Reling gesäumt wurde und leicht gewölbt war, wie ein Ausschnitt eines riesigen Fasses. Überall waren Pfosten eingelassen, an denen rußgeschwärzte Sturmlaternen hingen. Die Männer an Deck in ihren schwarzen Mänteln wirkten erschöpft. Ihnen allen haftete der rauchige Geruch von Teer an. Der Regen perlte auf den schweren Gewändern und trieb in Böen durch den Lampenschein. Galti, der Kapitän, war klein und bucklig und hielt etwas mehr Abstand als üblich von der großen Gestalt Ellengaests.

"Was kann ich für Euch tun, Sir?", fragte er und wies dann sofort seine Matrosen an: "Lasst uns allein!"

Ellengaest sah den sich eilig entfernenden Männern nach. "Dieser Ort ist die Hölle", sagte er.

Galti widersprach nicht, sondern fixierte starr seinen Besucher, während ihm der Regen über das Gesicht lief.

"Wir wollen zu einem deiner Gefangenen, Kapitän", antwortete Ellengaest. "Urthr Uvorenson."

Galti scharrte unbehaglich mit den Füßen. "Was wollt Ihr von ihm, Sir? Ich frage nur, weil er ein sehr wichtiger Gefangener ist."

"Das geht dich nichts an, Kapitän. Führ uns zu ihm."

Galti zögerte, führte sie dann jedoch zähneknirschend zu einer breiten Luke in der Mitte des Decks. Als er sie aufzog, setzte er damit eine Dunstwolke aus Feuchtigkeit, Exkrementen, Uri

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