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Der dunkle Krieg von Midkemia 1 - Der Flug der Nachtfalken Roman von Feist, Raymond (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.10.2019
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Der dunkle Krieg von Midkemia 1 - Der Flug der Nachtfalken

Der Klassiker der heroischen Fantasy in überarbeiteter Neuausgabe!
Der Magier Pug wird von einem prophetischen Traum heimgesucht: Ein mächtiger Feind wird in naher Zukunft über Midkamia herfallen und das Land in tiefe Finsternis stürzen. Sofort lässt Pug das Konklave der Schatten einberufen, um vor der fremden Bedrohung zu warnen.
Von alldem bekommt Pugs Sohn Magnus aber nur wenig mit. Er befindet sich auf Forschungsreise in Kelewan, da dort ein bislang unbekanntes Volk - die Talnoy - entdeckt wurde. Doch die scheinbar so friedlichen Wesen bergen ein hochgefährliches Geheimnis ...
Der vorliegende Roman ist bereits erschienen unter dem Titel: "Die Erben von Midkemia 4: Der Flug der Nachtfalken".

Raymond Feist wurde 1945 in Los Angeles geboren und lebt in San Diego im Süden Kaliforniens. Viele Jahre lang hat er Rollenspiele und Computerspiele entwickelt. Aus dieser Tätigkeit entstand auch die fantastische Welt seiner Romane: Midkemia. Die in den 80er-Jahren begonnene Saga ist ein Klassiker des Fantasy-Genres, und Feist gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Fantasy in der Tradition Tolkiens.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 21.10.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641248802
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Darkwar Saga 01: Flight of the Nighthawks
    Größe: 1817 kBytes
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Der dunkle Krieg von Midkemia 1 - Der Flug der Nachtfalken

Prolog

Der Vorbote

Der Sturm war losgebrochen.

Pug tänzelte am Rand der Felsen entlang und konnte auf seinem Weg zu den Gezeitentümpeln kaum Halt finden. Er sah sich aufgeregt um, spähte in jeden Tümpel unterhalb der Klippe und hielt Ausschau nach den stachligen Geschöpfen, die der Sturm dorthin getrieben hatte.

Seine jungenhaften Muskeln spannten sich unter dem dünnen Hemd, als er den Sack voller Sandkriecher und Krebse, die er in diesem Wassergarten geerntet hatte, auf der Schulter zurechtrückte. Die Nachmittagssonne brachte die Gischt, die um ihn herumwirbelte, zum Glitzern, und der Westwind zerzauste sein braunes Haar, das von der Sonne viel heller geworden war.

Pug setzte den Sack ab, überzeugte sich noch einmal, dass er gut zugebunden war, und hockte sich dann auf eine sandige Fläche. Der Sack war noch nicht ganz voll, aber Pug freute sich auf eine zusätzliche Stunde der Ruhe. Megar, der Koch, würde ihn nicht schelten, wenn er länger wegblieb, solange der Sack nur einigermaßen voll war.

Er lehnte sich an einen großen Stein und begann sich zu entspannen. Dann öffnete er plötzlich die Augen. Er war eingeschlafen. Oder zumindest wusste er, dass er hier einmal eingeschlafen war ... Er setzte sich aufrecht hin.

Kühle Gischt traf ihn im Gesicht. Irgendwie war Zeit vergangen, ohne dass er auch nur die Augen geschlossen hatte. Angst stieg in ihm auf, und er wusste, dass er viel zu lange weggeblieben war. Im Westen, über dem Meer, ballten sich dunkle Gewitterwolken über den schwarzen Umrissen der Sechs Schwestern, den kleinen Inseln am Horizont. Die brodelnden Wolken, die Regen wie einen rußigen Schleier hinter sich herzogen, kündigten ein weiteres plötzliches Unwetter an, wie sie im Frühsommer an diesem Teil der Küste so häufig waren. Der Wind trieb die Wolken mit unnatürlicher Heftigkeit vor sich her, und das entfernte Donnern wurde jeden Augenblick lauter.

Pug drehte sich um, sah in alle Richtungen. Irgendetwas stimmte nicht. Er wusste, dass er viele Male zuvor hier gewesen war, aber ... Nein, er war schon einmal hier gewesen! Nicht nur an diesem Ort, sondern er hatte genau diesen Augenblick schon einmal erlebt!

Im Süden erhoben sich die hohen Klippen von Seglers Gram, an die sich die Wellen brachen. Die Wellen hinter den Brechern hatten nun weiße Gischtkappen, ein untrügliches Zeichen, dass das Unwetter schnell zuschlagen würde.

Pug wusste, er war in Gefahr, denn bei einem solchen Sommerunwetter ertranken immer wieder Leute am Strand oder, wenn sie noch schlimmer waren, sogar im Tiefland dahinter. Er griff nach seinem Sack und machte sich auf nach Norden, zur Burg.

Als er an den Tümpeln entlangrannte, spürte er, wie die Kühle im Wind einer tieferen, nasseren Kälte wich. Der Tag wurde von einem Flickwerk von Schatten gebrochen, als die ersten Wolken vor die Sonne zogen, bunte Farben verblassten zu Grau in unterschiedlichen Tönen. Draußen über dem Meer zuckten Blitze vor den schwarzen Wolken, und das Donnergrollen war bald schon lauter als das Rauschen der Wellen.

Pug wurde schneller, als er ein Stück offenen Sandstrand erreichte.

Der Sturm näherte sich rascher, als er es für möglich gehalten hätte, trieb die schnell ansteigende Flut vor sich her. Bis er den zweiten Streifen von Gezeitentümpeln erreichte, gab es nur noch zehn Fuß trockenen Sands zwischen dem Wasser und den Klippen. Pug rannte so schnell, wie es auf diesen Steinen möglich war, und wäre zweimal beinahe mit dem Fuß umgeknickt. Als er die nächste Sandfläche erreichte, verschätzte er sich beim Sprung vom letzten Felsen und kam falsch auf, wobei er sich den Knöchel verrenkte.

Er war schon einmal hier gewesen, hatte sich schon einmal den Knöchel verrenkt, als er gesprungen war, und einen Augenblick später war eine große Welle über ihn hinweggerauscht.

Pug drehte sich um, starrte zum Meer, doch statt

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