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Der dunkle Krieg von Midkemia 2 - Ins Reich der Finsternis Roman von Feist, Raymond (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.12.2019
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Der dunkle Krieg von Midkemia 2 - Ins Reich der Finsternis

Der Klassiker der heroischen Fantasy in überarbeiteter Neuausgabe!
Während auf Midkemia immer noch eine Invasion durch die Dasati droht, versuchen Pug und das Konklave der Schatten, den abtrünnigen Magier Leso Varen auf Kelewan zu finden. Doch zu ihrem Entsetzen müssen sie feststellen, dass er in den Körper eines kelewanischen Magiers gefahren ist und sich inmitten der Schwarzen Roben versteckt. Inzwischen führt Magnus, Pugs Sohn, einen Trupp wagemutiger Männer tief ins Reich der Dasati, um mehr über die schrecklichen Angreifer zu erfahren. Doch wird es ihm und seinen Männern gelingen, jemals wieder nach Midkemia zurückzukehren?
Der vorliegende Roman ist bereits erschienen unter dem Titel: "Die Erben von Midkemia 5: Ins Reich der Finsternis".

Raymond Feist wurde 1945 in Los Angeles geboren und lebt in San Diego im Süden Kaliforniens. Viele Jahre lang hat er Rollenspiele und Computerspiele entwickelt. Aus dieser Tätigkeit entstand auch die fantastische Welt seiner Romane: Midkemia. Die in den 80er-Jahren begonnene Saga ist ein Klassiker des Fantasy-Genres, und Feist gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Fantasy in der Tradition Tolkiens.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 16.12.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641248826
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Darkwar Saga 02: Into a Dark Realm
    Größe: 1328 kBytes
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Der dunkle Krieg von Midkemia 2 - Ins Reich der Finsternis

Die Jagd

Eine Frau schrie empört auf.

Drei junge Männer kippten Karren um und stießen Einkaufende aus dem Weg, als sie über den abendlichen Markt rannten. Ihr Anführer - ein großer, hagerer junger Mann mit rotem Haar - zeigte auf den immer kleiner werdenden Rücken des Gejagten und schrie: »Dort ist er!«

Es wurde Abend in der Hafenstadt Durbin, als die verzweifelten Männer durch die Straßen rannten. Kaufleute nahmen rasch ihre teuerste Ware von den Tischen, denn die jungen Krieger stießen jeden und alles beiseite, was ihnen im Weg stand. Sie ließen Empörung, Flüche und Drohungen hinter sich und ignorierten sie vollständig.

Die Sommerhitze der Wüste von Jal-Pur lag immer noch auf dem Kopfsteinpflaster der Stadt, obwohl inzwischen ein schwacher Wind vom Meer blies. Selbst die Hafenmöwen gaben sich meist damit zufrieden, einfach nur dazustehen und darauf zu warten, dass ein Bröckchen vom Karren eines Händlers fiel. Die Ehrgeizigeren erhoben sich in die Luft, schwebten einen Moment träge in der Hitze, die von den Steinen des Hafens ausging, dann kehrten sie rasch wieder zurück zu ihren Schwestern am Boden.

Es war voll auf den abendlichen Märkten, denn die meisten Bewohner von Durbin hatten den glühend heißen Nachmittag mit einer Rast im Schatten verbracht. Das Tempo der Stadt war eher gemächlich, denn dies waren die heißesten Tage des Sommers, und die Menschen, die am Rand der Wüste wohnten, wussten es besser, als sinnlos gegen die Elemente anzukämpfen. Die Dinge waren, wie die Götter es wünschten.

Also stellte der Anblick von drei bewaffneten und offensichtlich gefährlichen jungen Männern, die einen weiteren verfolgten, zwar im Allgemeinen in Durbin nichts Ungewöhnliches dar, aber zu dieser Jahres- und Tageszeit kam er eher unerwartet. Es war einfach zu heiß, um zu rennen.

Der Mann, der versuchte zu fliehen, sah wie ein Wüstenbewohner aus: dunkelhaarig und mit dunkler Haut, gekleidet in ein weites Hemd und eine weite Hose, mit mitternachtsblauem Kopfputz, einem offenen Gewand und niedrigen Stiefeln. Seine Verfolger wurden von einem Nordländer angeführt, der vermutlich aus den Freien Städten oder dem Königreich der Inseln stammte. Sein rötliches Haar war im Kaiserreich Groß-Kesh sehr ungewöhnlich.

Seine Begleiter waren ebenfalls junge Männer, einer breitschultrig und dunkelhaarig, der andere blond und ein wenig schlanker. Sie waren alle sonnenverbrannt und schmutzig und hatten verbissene Mienen, die sie um Jahre älter aussehen ließen. Ihre Aufmerksamkeit war auf den Verfolgten gerichtet, und sie hielten die Waffen in der Hand wie Leute, die daran gewöhnt sind. Ihre Kleidung wies auf eine Herkunft aus dem Tal der Träume hin - Reithosen, Leinenhemden, Reitstiefel und Lederwesten statt weiter Gewänder und Sandalen. Wahrscheinlich handelte es sich um Söldner, was auch ihre finstere Entschlossenheit erklärt hätte.

Sie erreichten eine Hauptverkehrsstraße, die zu den Docks führte, und der Fliehende schoss zwischen Kaufleuten, Einkäufern und Hafenarbeitern hindurch, die nach getaner Arbeit nach Hause gingen. Der Anführer der Verfolger hielt einen Augenblick inne und sagte: »Er ist unterwegs zum Dock der Getreidehändler.« Mit einer raschen Geste schickte er seinen blonden Freund eine Seitenstraße entlang, dann bedeutete er dem Dunkelhaarigen mitzukommen.

»Ich hoffe, du hast recht«, sagte der ein wenig kleinere Mann. »Ich habe allmählich genug von der Rennerei.«

Mit einem raschen Blick und einem Grinsen sagte der Anführer: »Du verbringst zu viel Zeit in Bierhäusern, Zane. Wir müssen dich zurück zur Insel bringen und dich Tilenbrooks liebevoller Aufmerksamkeit übergeben.«

Der andere war zu sehr außer Atem, um irgendetwas von sich zu geben außer einem schnaubenden Laut, der aber deutlich genug machte, dass er die Bemerkung ganz und gar nicht erheiternd fand. Er wischte sich rasch den Schweiß von der Stirn, dann mu

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