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Der Erbe der Schatten Roman von Hobb, Robin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.11.2017
  • Verlag: Penhaligon
eBook (ePUB)
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Der Erbe der Schatten

Die Legenden erwachen zum Leben. Fitz Chivalric hat versagt. Sein skrupelloser Onkel hat den Thron der sechs Provinzen an sich gerissen, und der wahre Herrscher, Prinz Veritas, gilt als tot. Fitz bleibt nur noch eines: Rache! Doch wie soll er bis zu dem Mann vordringen, der ihm alles genommen hat? Einem König, geschützt von Soldaten und Magie? Ohne Rücksicht auf sich selbst, treibt Fitz seine Pläne voran. Da erreicht ihn der Ruf eines Todgeglaubten - Prinz Veritas! Dieses Buch ist bereits unter dem Titel "Die Magie des Assassinen" im Bastei-Lübbe Verlag erschienen und unter dem Titel "Der Nachtmagier" im Heyne Verlag. Robin Hobb wurde in Kalifornien geboren, zog jedoch mit neun Jahren nach Alaska. Nach ihrer Hochzeit zog sie mit ihrem Mann nach Kodiak, einer kleinen Insel an der Küste Alaskas. Im selben Jahr veröffentlichte sie ihre erste Kurzgeschichte. Seither war sie mit ihren Storys an zahlreichen preisgekrönten Anthologien beteiligt. Mit "Die Gabe der Könige", dem Auftakt ihrer Serie um Fitz Chivalric Weitseher, gelang ihr der Durchbruch auf dem internationalen Fantasy-Markt. Ihre Bücher wurden seither millionenfach verkauft und sind Dauergäste auf der New-York-Times-Bestsellerliste. Robin Hobb hat vier Kinder und lebt heute in Tacoma, Washington.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 1120
    Erscheinungsdatum: 13.11.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641177645
    Verlag: Penhaligon
    Originaltitel: Assassin's Quest (The Farseer Trilogy 3)
    Größe: 4101 kBytes
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Der Erbe der Schatten

Kapitel 1

Auferstehung

In Chalced hält man Sklaven. Sie verrichten die niederen Arbeiten. Sie stellen die Bergleute, die Ruderer auf den Galeeren, die Besatzung der Müllwagen, die Feldarbeiter und die Huren. Merkwürdigerweise sind Sklaven auch die Kindermädchen, Hauslehrer, Köche sowie Schreiber und meisterliche Handwerker. Chalceds gesamte glanzvolle Zivilisation, von der großen Bibliothek in Jep bis zu den sagenhaften Wasserspielen und Bädern in Sinjon, gründet auf der Existenz von Sklaven.

Die Händler aus Bingstadt sind die Hauptzulieferer von Sklaven. Früher waren die meisten Sklaven Kriegsgefangene, und offiziell behauptet Chalced, daran habe sich nichts geändert. In jüngerer Zeit hat es allerdings nicht genügend Kriege gegeben, um die Nachfrage nach gebildeten Sklaven zu befriedigen. Die Händler aus Bingstadt sind jedoch äußerst tüchtig darin, andere Quellen aufzutun, und oft wird in diesem Zusammenhang das Piratenunwesen erwähnt, das zwischen den Handelsinseln herrscht. Wer in Chalced Sklaven besitzt, kümmert sich wenig darum, woher die unfreiwilligen Diener kommen, solange sie nur gesund sind.

Sklaverei ist ein Brauch, der in den Sechs Provinzen niemals Fuß gefasst hat. Wer eines Verbrechens überführt wird, der mag dazu verurteilt werden, dem zu dienen, dem er geschadet hat, doch dies immer nur für eine festgesetzte Zeitspanne, und er wird nicht geringer angesehen als jemand, der freiwillig Buße tut. Ist ein Verbrechen zu furchtbar, um durch Arbeit gesühnt zu werden, bezahlt der Schuldige mit dem Leben. In den Sechs Provinzen muss niemand befürchten, versklavt zu werden. Ebenso wenig unterstützen unsere Gesetze den Gedanken, dass Zuwanderer Sklaven mitbringen und sie weiterhin als solche halten dürfen. Aus diesem Grund wählen viele Sklaven aus Chalced, die auf die eine oder andere Weise ihre Freiheit gewonnen haben, die Sechs Provinzen als neues Zuhause.

Sie bringen die vielfältigen Traditionen ihrer Heimatländer mit und ihren Sagenschatz. Eine Geschichte, die ich in Erinnerung behalten habe, handelt von einem Mädchen, das eine " Vecci" war oder - wie wir sagen würden - mit der Alten Macht begabt. Sie hatte den Wunsch, ihr Elternhaus zu verlassen, um dem Mann zu folgen, den sie liebte und heiraten wollte. Ihre Eltern fanden ihn nicht würdig und verweigerten ihr die Erlaubnis. Als folgsame Tochter widersetzte sie sich nicht, aber sie war auch eine zu leidenschaftliche Frau, um sich von ihrer wahren Liebe einfach loszusagen. Sie legte sich auf ihr Bett und siechte vor Kummer dahin, bis sie starb. Ihre Eltern begruben sie in großer Trauer und voller Selbstvorwürfe, dass sie ihr nicht erlaubt hatten, der Stimme ihres Herzens zu folgen. Doch ohne die Ahnung der Eltern war ihre Tochter durch die Alte Macht mit einer Bärin verschwistert gewesen, und als das Mädchen starb, nahm die Bärin ihre Seele in Obhut, so dass sie nicht aus dieser Welt fliehen konnte. Drei Nächte nach dem Begräbnis des Mädchens grub die Bärin den Sarg aus und gab der Toten ihre Seele zurück. Durch ihre Auferstehung aus dem Grabe galt das Mädchen als neugeboren und aller früheren Verpflichtungen, auch des kindlichen Gehorsams, ledig. Also stieg sie aus ihrem zertrümmerten Sarg und ging fort, um ihren Liebsten zu suchen. Das Märchen hat jedoch ein trauriges Ende, denn nachdem sie eine Zeitlang eine Bärin gewesen war, vermochte sie nie wieder ganz menschlich zu werden, worauf ihr Liebster sich von ihr lossagte.

Diese kleine Geschichte war der Hintergrund für Burrichs Entschluss, den Versuch zu wagen, mich aus Edels Verlies zu befreien, indem er mich vergiftete.

Der Raum war zu warm. Und zu klein. Mein Hecheln brachte keine Kühlung mehr. Ich stand vom Tisch auf und ging zum Wasserfass in der Ecke, nahm den Deckel ab und trank voller Durst. Rudelherz hob den Kopf und verzog böse das Gesicht. Es war fast ein Zäh

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