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Der Fluch der Wölfe von Müller, Emanuel (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Der Fluch der Wölfe

Belgien, 1880. Der junge Pariser Anwalt Mathéo Leclerc reist in die Ardennen, um das Erbe seines überraschend verstorbenen Onkels Alain anzutreten: ein abgelegenes Gebirgsschloss. Als er vor Ort erfährt, dass Alain ermordet wurde, sich aber niemand darum kümmert, beginnt er, auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Nach und nach kommt er mit Hilfe seiner neuen Freunde Pierre und Lene hinter die düstere Vergangenheit seines Onkels und hört Gerüchte über Geisterbeschwörungen und Werwölfe. Nachdem er sich aufgrund seiner Erkundungen nicht gerade in der Umgebung beliebt macht, kommt es zu einem weiteren Mord. Von den Lesern der ersten "Harzwolf"-Bände fieberhaft erwartet, erscheint jetzt die Vorgeschichte. Diese lässt sich selbstverständlich auch ohne Einschränkungen eigenständig lesen. Emanuel Müller, 1987 in Burg geboren, schrieb schon als Kind vornehmlich Grusel- und Horrorgeschichten. Als er 14 Jahre alt war, kam sein erstes Buch heraus: 'Unheimliches in einer Schule'. Heute lebt er mit seiner Frau in Dessau, wo er als Gesundheits- und Krankenpfleger arbeitet, und schreibt nach wie vor Geschichten aus dem Horror- und Thrillerbereich. Verfolgen Sie Emanuel Müllers Werke bei Facebook: https://www.facebook.com/emanuel.mueller.autor

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 185
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783742756503
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 313kBytes
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Der Fluch der Wölfe

Kapitel 2.

Es dämmerte bereits, als sie das Dörfchen Pons-sûr-bleu erreichten. Pierre hielt an einem einladenden, mehrstöckigen Haus, welches zusammen mit zwei schmalen und niedrigen Gebäuden einen Hof umschloss. Am Eingang hing ein Schild mit der Aufschrift "Dr. Aubuchon - Arzt".

"So, absitzen. Wir sind da. Mein Vater wird sich freuen, dich kennenzulernen."

Mathéo brummte etwas Undefinierbares und sprang von der Kutsche. Der Boden war nass und matschig, er versank sofort bis zu den Knöcheln darin. "Na klasse! Meine Schuhe!"

Er sah auf und stellte fest, dass Pierre wieder angefahren war und den Wagen um das Haus herum auf den Hof gesteuert hatte. Sein Koffer lag noch auf der Ladefläche.

Unschlüssig verharrte er, während der Regen auf ihn einprasselte. Sollte er Pierre folgen? Schließlich entschied er sich, am Eingang zu klopfen. Warmes Licht fiel durch die Fenster auf die Straße.

Kaum hatte er an die mit Schnitzereien verzierte Eingangstür geklopft, da wurde sie geöffnet. Ein großer Mann mit grauen Haaren und Vollbart stand freundlich lächelnd im Türrahmen. In der Hand hielt er eine flackernde Öllampe.

"Ah, Mathéo Leclerc, nehme ich an?"

"Ähm ... ja, der bin ich."

"Ich bin Dr. Aubuchon, ein guter Freund des leider verstorbenen Alain Leclerc und deines Vaters. Ich freue mich außerordentlich, dich kennenzulernen. Komm herein!"

Das ließ sich Mathéo nicht zweimal sagen. Dr. Aubuchon führte ihn in eine holzgetäfelte Diele. Auf einer Kommode brannte eine Kerze in einem Windlicht.

"Ich erkläre dir zunächst, was du über das Chateau wissen musst", informierte ihn der Arzt. "Anschließend bringen wir dich ins Gasthaus. Dort kannst du essen und schlafen. Morgen haben wir dann oben im Chateau Leclerc einen Termin mit dem Notar."

Chateau Leclerc, der Klang des Namens gefiel Mathéo. Neugierig folgte er Pierres Vater. Dieser führte ihn in ein schummrig beleuchtetes Zimmer. Eine klapprige Liege und ein roher Schreibtisch sowie einige Regale an den weißen Wänden ließen vermuten, dass es sich um Dr. Aubuchons Praxiszimmer handelte.

Der Arzt setzte sich hinter den Schreibtisch und bedeutete Mathéo, ihm gegenüber auf einem Stuhl platz zu nehmen. Der junge Mann leistete Folge und sah den Freund seines Vaters erwartungsvoll an.

"Was hat dir dein Vater schon verraten?", wollte Aubuchon wissen.

"Wenig. Nur, dass mein Onkel Alain verstorben ist und mir ein Chateau hier in den Ardennen vermacht hat, weil ich der derzeit jüngste lebende Nachfahre bin. Allerdings habe ich Onkel Alain nie kennengelernt. Soviel ich weiß, ist er nicht ein einziges Mal in Paris gewesen."

"In der Tat." Der Arzt nickte. "Zusätzlich zum Chateau hat er dir auch 10000 Franc hinterlassen."

Mathéo hob überrascht die Augenbrauen. Das war ihm neu. "Interessant."

"Ja. Das Vermögen soll überwiegend genutzt werden, um die Angestellten weiter zu beschäftigten. Damit sind der Butler Gerard Mérd, der Gärtner Jaques Bon und das Hausmädchen Gerde Ouzi gemeint."

"Aha. Das heißt, ich darf die Drei nicht entlassen?"

"Nein. Soviel ich weiß, haben sie ein Anstellungsrecht auf Lebenszeit, aber das wird dir der Notar noch genauer erläutern."

"Verstehe. Wie ist Onkel Alain denn eigentlich gestorben?"

Ein seltsamer Zug glitt über Aubuchons Gesicht. "Ah, da kommen wir zum Kern der Sache."

"Was soll das heißen?"

"Er wurde vermutlich ermordet."

Mathéo fuhr auf. "Ermordet? Von wem?"

"Das weiß man nicht."

"Hier, abseits von allem und inmitten schöner Landschaft, ermorden sich die Leute gegenseitig?"

"Nein, das ist nicht an der Tagesordnung. Genau genommen ist dies der erste Mord in der Umgebung seit 20 Jahren. Die Leiche wurde unweit des Chateaus gefunden, am Loup Cliff. Der Körper war schrecklich entstellt und verwüstet."

"Dann war es ein wildes Tier gewesen, oder?"

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