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Der Herr der Welt Frühe Science Fiction von Benson, Robert Hugh (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.12.2014
  • Verlag: Null Papier Verlag
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Der Herr der Welt

vollständige Fassung, kommentiert und in Neuer Deutscher Rechtschreibung Der Herr der Welt, ('Lord of the world'), gilt als wichtiger Vorläufer der großen dystopischen Romane des 20. Jahrhunderts wie George Orwells '1984' (1949) oder Aldous Huxleys 'Brave New World' 1932). Zu Begin des 21. Jahrhunderts hat der amerikanische Politiker Julian Felsenburgh den Weltfrieden erreicht, zahllose Nationen unterwerfen sich seinem Diktat. Dies jedoch um den Preis einer technologisierten Gesellschaft, die nur auf den rationalen Verstand setzt und Religion als Aberglauben verteufelt und verfolgt. Waffenstarrende Zeppeline bevölkern die Lüfte, es gibt Elektroautomobile, drahtlose Kommunikation, aber auch Terror, Bespitzelung und Euthanasiehäuser. Als seinen letzten Gegner identifiziert Felsenburgh die katholische Kirche, ihre Irrationalität und ihr Glaube sieht er als Bedrohung. Als Konsequenz betreibt er deren vollständige Vernichtung. Was nun folgt, sind aberwitzige, endzeitliche Schlachten mit Luftschiffen gegen Rom und gegen den Vatikan. Es kommt zum Endkampf zwischen dem Papst und dem Weltpräsidenten. Benson sah in diesem Werk viele Schrecken der Zukunft voraus: Weltkriege, Massenvernichtungswaffen, Entmenschlichung der Gesellschaft, Entfremdung der Familien, Terrorismus und den 'Kampf der Kulturen' 1. Auflage (Vollständige Fassung, kommentiert und in Neuer Deutscher Rechtschreibung) Umfang: 479 Buchseiten bzw. 435 Normseiten Null Papier Verlag Robert Hugh Benson (18.11.1871 - 19.09.1914) war ein englischer Priester und Schriftsteller. Er ist der vierte und jüngste Sohn Edward White Bensons, Kanzler der Kathedrale von Lincoln und später Erzbischof von Canterbury. Benson studierte Theologie und Altphilologie am Trinity College in Cambridge. Im Jahre 1894 wurde er Diakon, 1895 wurde er von seinem Vater zum Priester der Kirche von England geweiht. Seine religiösen Zweifel an der Autorität der anglikanischen Kirche jedoch führten zur Hinwendung zum katholischen Glauben. Er trat am 11. September 1903 in die römisch-katholische Kirche ein und wurde schließlich in Rom zum Priester geweiht. 1907 schrieb er sein bekanntestes Werk, den Endzeitroman 'Lord of the World' ('Der Herr der Welt'), welcher viele Auflagen und Übersetzungen erfuhr und als wichtiger Vorläufer der großen dystopischen Romane des 20. Jahrhunderts gilt. Robert Hugh Benson erlag einem Herzinfarkt infolge einer Lungenentzündung.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 479
    Erscheinungsdatum: 18.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783954185504
    Verlag: Null Papier Verlag
    Größe: 1127 kBytes
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Der Herr der Welt

Einleitung

Im Jahre 1908 erschien in London ein Roman: " The Lord of the World ", dessen Autor, Robert Hugh Benson, in literarischen Kreisen schon seit geraumer Zeit einen nicht mehr gewöhnlichen Rang einnahm. Das Buch erregte sofort großes Aufsehen, was der Verfasser selbst vorausgesagt hatte, als er in der Vorrede schrieb:

"Ich bin vollständig davon überzeugt, dass dies ein außerordentlich sensationelles Werk ist und aus diesem Grunde sowohl, als auch nach anderen Richtungen hin, einer endlosen Kritik ausgesetzt sein wird. Aber ich wusste nicht, wie ich anders die Prinzipien, die ich darstellen wollte (und von deren Richtigkeit ich durch und durch überzeugt bin), zum Ausdruck hätte bringen können, als indem ich bei Darstellung ihres Entwicklungsganges die Form der Sensation wählte. Ich habe mich jedoch bemüht, nicht zu schrille Töne anzuschlagen und, soweit es mir möglich war, die Anschauungen anderer Leute mit Achtung und Schonung zu behandeln. Ob mir das gelungen, ist allerdings eine andere Frage."

Ehe wir uns mit der literarischen Persönlichkeit Bensons näher befassen, mögen einige biografische Daten über diesen bedeutendsten katholischen Schriftsteller des heutigen England vorausgehen. Robert Hugh Benson wurde am 18. November 1871 zu Canterbury als der Sohn des 1896 verstorbenen anglikanischen Erzbischofs White Benson von Canterbury geboren. Bekanntlich bekleidet der Inhaber dieses Erzbischofssitzes, den im Mittelalter so große und glänzende Geister wie Dunstan, Lanfrank, Anselm, Thomas Becket und andere schmückten, die höchste Würde der anglikanischen Hierarchie, er ist "Primas von ganz England" und tritt in der Rangliste des Britischen Reiches unmittelbar nach den Mitgliedern des Königshauses. Der junge Benson genoss eine vortreffliche Erziehung. Nachdem er das berühmte Kolleg zu Eton in Buckingham, die Pflanzstätte so vieler in der Geschichte Englands unsterblich gewordener Männer, besucht hatte, widmete er sich in Cambridge dem Studium der Theologie. Hier, wo die Wiege des englischen Christentums stand, umrauschte ihn der Geist einer glänzenden Vergangenheit, hier goss das Mittelalter seinen vollen Zauber in das empfängliche Gemüt des Jünglings. Benson wurde nach Vollendung seiner Studien Vikar in Hackney Wick und in Kemsing. Er brachte eine nach Wissen und Wahrheit dürstende Seele mit in seinen Beruf. Glühend vor Eifer gab er sich der Seelsorgertätigkeit hin. Aber nur zu bald musste er sich gestehen, dass die auf anglikanischer, hochkirchlicher Seite betätigte allgemeine Auffassung des Priesteramts seinem Ideal nicht nachkam. In Benson regte sich das Gefühl der Unzufriedenheit, das ihn bewog, von seinem Amte zurückzutreten und sich einem Kreise seeleneifriger, gleichgesinnter Männer anzuschließen, die unter der Leitung eines Oberhauptes auf dem Gebiete der inneren Mission ihre Kräfte übten.

Widrige Gesundheitsverhältnisse nötigten Benson zu einer Erholungsreise nach Ägypten und dem Heiligen Lande. Da ereilte ihn in Jerusalem die Kunde, dass das Oberhaupt jener Missionsgenossenschaft zum Katholizismus übergetreten sei. Diese Nachricht löste eine schmerzliche Traurigkeit in Benson aus. Aber schon hatte die Gnade auch ihn berührt und seine Anschauung, als sei die anglikanische Kirche eine Schwester, ja ein Glied der katholischen, der er anzugehören meinte, wankend gemacht.

Bei seiner Rückkehr nach England fand er die Genossenschaft in Auflösung begriffen, nachdem noch mehr Mitglieder das Beispiel des Oberhauptes nachgeahmt hatten. In Benson erstarkte jetzt das Sehnen nach der Erneuerung Englands im katholischen Sinne immer mehr. Schon gehörte sein Herz dem Katholizismus und mächtig zogen ihn dessen Wahrheit und Schönheit in seinen Bann. Das "Zurück zur heiligen Kirche!" dem bereits so viele Protestanten gefolgt sind, klang unwiderstehlich auch dem Sohne des anglikanischen Primas in der Brust. Doch ehe er den Letzten, den entscheidenden Schritt wagte, g

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