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Der Kampf ums Gold (Science-Fiction-Roman) von Eichacker, Reinhold (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.10.2016
  • Verlag: e-artnow
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Der Kampf ums Gold (Science-Fiction-Roman)

Dieses eBook: 'Der Kampf ums Gold (Science-Fiction-Roman)' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Der Romanheld, Ingenieur Walter Werndt, verspricht der Reichsregierung die Herstellung von Gold, um die Reparationsforderung bedienen zu können... Reinhold Eichacker (1886-1931) war ein deutscher Jurist und Schriftsteller.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 139
    Erscheinungsdatum: 06.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026869146
    Verlag: e-artnow
    Größe: 459 kBytes
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Der Kampf ums Gold (Science-Fiction-Roman)

II.

Inhaltsverzeichnis

Das schlanke Flugzeug des Ingenieurs Werndt setzte spielend leicht auf. Ohne sichtbaren Ruck. Der Motor surrte aus. Die Gestalt auf dem Führersitz drehte sich um.

"Wir sind angelangt, meine Herren. Bitte steigen Sie aus!"

Zwei Monteure in braunen, russischen Blusen eilten herbei und halfen den Herren aus Haube und Pelz.

Graf Zieten reckte die langen Arme und blickte sich um.

"Schauderbare Gegend hier! Nichts als Wiese und Wald. Dagegen ist eine Klitsche in Ostpreußen Jahrmarktsbetrieb."

Werndt lächelte froh.

"Einsam, ja, aber gut für den Zweck. Man besucht mich hier nicht. Darauf kam es wohl an. Übrigens ist's nicht so schlimm, wie Sie erkennen werden, wenn Sie alles gesehen haben. Darf ich die Herren bitten, geschlossen zu folgen."

Graf Zieten winkte sich Brettscheid heran. Obwohl sie sich dauernd in den Haaren lagen, waren sie beide die besten Freunde. Die technischen Sachverständigen folgten mit Neff. Er redete über die Fahrt wie ein Buch.

Nach einigen Minuten blieb Doktor Werndt stehen. Der Wald machte hier einen plötzlichen Knick. Vor ihnen stand ein gewaltiger Mast von seltsamem Bau. Schmale, langgestreckte Dreiecke bauten sich übereinander, immer höher hinauf. Ein Dreieck immer kleiner als das untere. Von der obersten Spitze zog sich rings ein Netz von Drähten hinab. Das Ganze sah aus wie ein Spinnengeflecht. Selbst die Urwaldriesen ringsum blieben winzig zurück. Werndt zeigte hinauf.

"Sie sehen hier fünf meiner Masten hintereinander. In Abständen von je hundert Metern."

Die Herren verdrehten die Köpfe umsonst.

"Nee. Ich sehe nur dieses eine Gestell!" brummte Zieten zuerst.

Wieder huschte das sonnige Lächeln über Werndts schmalen Mund.

"Der erste Mast hier. Er ist jetzt auf Hochstand geschraubt. Die anderen vier stehen drüben am Wald."

"Diese Bäume da vorn?"

"Es scheint Ihnen so. Sie sind nur maskiert. Die Konstruktion meiner Masten gestattet ein Zusammenziehen des Mittelgestells auf zwölf Meter Stand. Die äußerste Höhe ist zweihundertzehn. Das Material ist eine Legierung aus Aluminium, die ich erfand. Der Transport jedes Turmes kann durch Pferde geschehen. Im allgemeinen zieht man jedoch die Kraftwagen vor. Wie Sie selbst schon erkannt haben, ist ihr Maskieren sehr leicht. Die Drähte wirken zugleich als Zweige und Äste. Jedes Wäldchen genügt. - Bitte sehen Sie hier!"

Er ging ruhig zu einem grünlichen Haus und stieß die Türe zurück. Eine dunkle, dicke Masse, wie ein schlafendes Ungeheuer, glotzte sie an.

"Mein Dynamomotor. Dort das Kraftreservoir."

Er drückte einen Hebel herab. Sofort summte oben das riesige Netz, als falle ein Bienenschwarm über den Wald. Werndt zeigte hinauf. "Das Nähere werde ich den Herren Sachverständigen später im Laboratorium zeigen. Ich habe dort noch ein kleines Modell, die Konstruktionszeichnungen auch vom Motor. Hier mag es zunächst genügen für Sie, daß ich mittels dieser Maste und dieser Maschinen die ungeheure Drucklast der Sonnenstrahlung in hohen Sphären über uns umsetze in elektrische Energie. Ein Trommelfeuer von Energiequanten ist es, mit welchen uns die Sonne täglich, stündlich überschüttet. Die Kunst war es nur, diese Kräfte zu nützen, sie, deren Stärke geradezu unermeßlich ist. Und wie einfach doch: im Grunde habe ich auch nichts anderes getan, als alle Technik vor mir. Denken Sie einmal Wasser statt Luft in hohen Regionen und erinnern Sie sich an ein großes Projekt, wie Walchenseewerk und andere mehr. Das genügt zum Vergleich. Das Gefälle gibt uns dort die Kraft. Mehr tue auch ich nicht. Nur nütze ich das Gefälle der Sonnenkraft, das urgewaltige Potential ihrer strahlenden Energie! Hier ist das Problem praktisch gelöst. Bitte prüfen Sie jetzt die erreichbare Kraft. An diesem Zeiger lesen Sie Volt, an jenem Ampère. Und achten Sie jetzt auf den Zeiger in Rot, er gehört dem Anlasser an und zeigt

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