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Der Schatten von Apophis von Gräf, Gerald (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.02.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Der Schatten von Apophis

Während in Deutschland eine kleine Gruppe der FREOLEN - einer von Altersarmut geprägten Aussteigerbewegung - in einem verlassenen Bergwerk um das nackte Überleben kämpft, bricht an anderen Orten auf der Welt ein gnadenloser Kampf um ein Laser-Signal aus, in dem sich eine mysteriöse Botschaft zu verbergen scheint. Etwas Gewaltiges bedroht die Erde, und nur durch ein gewagtes Experiment könnte es gelingen, der globalen Vernichtung zu entgehen. Der Schlüssel hierzu befindet sich in dem Signal, dessen Existenz auch eine religiöse Ordensgemeinschaft in Aufruhr versetzt. Getrieben von seinen Visionen begibt sich Gerrit Berger auf die Suche nach dem geheimnisvollen "Netzflicker", denn in seinen Träumen muss er erkennen, dass allein der alte, rätselhafte Mann eine Antwort auf die entscheidenden Fragen der Zukunft geben könnte. "DER SCHATTEN VON APOPHIS" ist ein Mystery-Science-Fiction-Thriller mit sozialkritischem Hintergrund - spannend und eigenwillig. Gerald Gräf, Jahrgang 1957, lebt seit frühester Kindheit in einer kleinen Ortschaft am östlichen Rande Hamburgs. Nach dem Tod seiner Frau veröffentlichte er 2009 sein erstes Buch, "DIE LIQUOR-STRATEGIE", in dem er das Leiden und Sterben seiner Frau verarbeitete. Zwei Jahre später erschien dann der erste Roman: "DER SCHATTEN VON APOPHIS". Ein weiteres autobiografisches Werk veröffentlichte Gerald Gräf 2013 zusammen mit seiner Lebensgefährtin Iris Lewe. "WO BITTE GEHT'S DENN HIER ZUM LEBEN?", erzählt die Geschichte einer neuen Liebe, die aus der Trauer der beiden Autoren hervorgegangen ist. Im Jahr 2015 veröffentlichte Gräf seinen ersten Thriller. In "GOTTES UNSICHTBARE ARMEE" beschreibt er in vielen kleinen Episoden die Geschichte eines intelligent handelnden Virus. Die vollständig überarbeitete Neuauflage von Gerald Gräfs Debütroman "DER SCHATTEN VON APOPHIS" ist jetzt als Taschenbuch und eBook im BoD-Verlag erschienen. In dem Mystery-Science-Fiction-Thriller beschäftigt sich der Autor mit den Abgründen der menschlichen Seele und der Vergänglichkeit des Lebens auf der Erde. Ein weiterer Thriller ist bereits in Arbeit.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 04.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783739268347
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 549kBytes
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Der Schatten von Apophis

DREI

Juni 2031, Deutschland, Null-Zone bei Berlin.

F rank Bollert war froh, jetzt bei den Freien Kolonisten zu sein. Das jahrelange Leben auf der Platte in der Großstadt hatte ihn gezeichnet. Misstrauen beherrschte seine Gefühlslage, der Alkohol und die Einsamkeit waren seine besten und auch seine einzigen Freunde gewesen. Mit dem Trinken hatte ohnehin alles angefangen. Fast zwanzig Jahre lang hatte er so gut wie jeden Tag seine flüssige Dosis benötigt, andernfalls hätte er die ihm auferlegten Ziele im Büro nicht mehr erfüllen können. Doch eines Tages funktionierte auch diese - überaus fragwürdige - Methode nicht mehr, und die Probleme nahmen ihren Lauf. Gesundheitlich ging es mit Frank schnell bergab; der Alkohol verrichtete ganze Arbeit. Nachdem er den Job verloren hatte, trennte sich Johanna von ihm. Ein unzuverlässiger, notorisch lügender Alkoholiker, noch dazu arbeitslos und ohne nennenswerte Perspektive, war nicht der Partner fürs Leben, den sie sich vorgestellt hatte.

Frank landete buchstäblich in der Gosse der Großstadt und schlug sich von Jahr zu Jahr mehr oder weniger schlecht durch ein unstetes Leben als Obdachloser. Das jahrelange Trinken hatte ihn gezeichnet. Der Körper war aufgedunsen, seine Hände zitterten, und aus den Poren seines Körpers schien der Alkohol bereits herauszusickern.

Trotz der vollen schwarzen Haare sah der ehemalige Großhandelskaufmann älter aus, als er eigentlich war. Das Gesicht des Fünfundfünfzigjährigen war durchzogen von auffallend vielen Falten und Furchen, die ihm andererseits auch einen interessanten, markanten Ausdruck verliehen.

Umso bemerkenswerter war die Wandlung, die sich plötzlich vollzog. Er wollte raus aus dem Sumpf der Großstadt, er wollte mit dem Trinken aufhören und ein Leben ohne Ängste führen. Die Vorstellung, dass er seinen letzten, alkoholgeschwängerten Atemzug vollgekotzt in irgendeiner Gosse tätigen würde, versetzte ihn in Panik. Er mobilisierte all seine ihm noch verbliebenen Kräfte und schaffte es eines Tages tatsächlich auszusteigen. Er war jetzt bereits seit über einem Jahr trocken und hatte Anschluss bei den Freolen gefunden. Die Gruppe gab ihm ein Gefühl der Sicherheit; er konnte angstfrei durchatmen und Pläne für die Zukunft schmieden.

"Hilf mir hier doch mal mit der Plane, Frank", rief ihm einer der Rudelführer zu.

"Na klar, ich komme gleich."

Er half Walter bei der Befestigung der Plastikplane, die zum Auffangen von Regenwasser dienen sollte. Walter Reguleit war einer der fünf Rudelführer. Meistens waren es vier oder fünf, das Geschlecht spielte hierbei keine Rolle, es waren auch Frauen dabei. Obwohl das Schicksal ihm übel mitgespielt hatte, besaß der neunundsechzigjährige Reguleit eine fast absonderlich frische Ausstrahlung, die durch das wellige, mittellange, blonde Haar noch unterstrichen wurde. Sie mühten sich ab mit der großen Plane, die störrisch und unkontrolliert im Wind flatterte, der auf einmal anschwoll und die Kronen der Bäume in ein melodisches Rauschen versetzte.

"Halte du mal hier, ich gehe auf die andere Seite", sagte Walter genervt.

"Wo ist denn die A-Gruppe, es sieht so einsam und verlassen hier aus?" Frank war etwas irritiert, dass niemand da war, der ihnen mit der Plane zur Hand gehen konnte.

"Die sind alle unterwegs", antwortete Walter. "Jürgen und Heiner sind zum Baumarkt gefahren, um Camping-Gas zu kaufen. Manni, Elke und Julia organisieren Lebensmittel bei der städtischen Tafel und Medikamente für die Kranken. Ach ja, und Franziska ist anschaffen."

"Anschaffen? Ist sie dafür nicht etwas zu alt?", fragte Frank verunsichert.

Walter bog sich vor Lachen und ließ die Plane um ein Haar wieder los. "Mensch, Frank, das war ein Scherz. Verdammt, diese blöde Plane scheint ein Eigenleben zu haben."

Nicht nur der Wind erschwerte ihm die Arbeit, seine rechte Hand bereitete ihm schon seit Längerem Probleme.

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