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Der Spiegel des Aurëus von Blackwood, Sina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.09.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Der Spiegel des Aurëus

Der Student Marc Wendler gerät bei seinem Nebenjob, Fenster putzen bei einem alten Mann, unfreiwillig in eine andere Dimension. Auf der Suche nach dem Rückweg lernt er die Elfe Galantha kennen, die kein Vertrauen zu sich oder gar ihren Kräften hat und die sichtlich darunter leidet. Durch sein Einfühlungsvermögen, sowie die Fähigkeit, alles mit einfachen Worten zu erklären, kann er ihr mehr Selbstvertrauen geben. Gemeinsam gehen sie auf die Suche nach dem Tor, wofür die Elfe fast mit ihrem Leben bezahlt. Marc gelingt es, sie zu retten, indem er der Sterbenden den letzten Wunsch erfüllt. Schließlich wandern sie weiter und finden doch noch den verborgenen Ausgang. Im wirklich allerletzten Augenblick kann der junge Mann in seine Welt zurückkehren. Fast zwanzig Jahre später taucht in seiner Lieblingspizzeria eine Frau mit Namen Stella auf, die Galantha zum Verwechseln ähnlich sieht. Sie gibt sich als seine Tochter zu erkennen und bittet ihn um Hilfe bei der Rettung der Elfenwelt. Kann Marc wirklich helfen und wird er seine große Liebe wiederfinden? Ein Abenteuer mit ungewissem Ausgang beginnt. Sina Blackwood (Pseud.) wurde 1962 in Sebnitz geboren und verbrachte ihre frühe Kindheit inmitten der Natur. Das hat sie geprägt und spiegelt sich auch in ihren Werken wider. Durch den Umzug ihrer Familie nach Dresden entdeckte sie ihre Liebe zu Museen und Kunstsammlungen. Nach dem Gymnasium und der Lehre zur Wirtschaftskauffrau im Einzelhandel verschlug es sie für einige Jahre an die Ostsee. Inspiriert durch die Schönheit der Landschaft begann sie mit dem Schreiben - und hörte nicht mehr auf. Bis September 2016 veröffentlichte sie 32 Bücher, sowie zahlreiche Kurzgeschichten in Anthologien und Online-Magazinen. Seit dem Jahr 1996 lebt sie in Chemnitz. Sie ist Mitglied im Freien Deutschen Autorenverband und der Künstlervereinigung fundus artifex. Seit 2016 macht sie sich auch als Herausgeberin einen Namen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 19.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741262685
    Verlag: Books on Demand
    Serie: Aurëus .1
    Größe: 1306kBytes
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Der Spiegel des Aurëus

Das Dimensionstor

Hätte Marc geahnt, was hier im Verborgenen lauerte, hätte er das verlockende Angebot mit Sicherheit ausgeschlagen. Nun hing er mit der rechten Hand in etwas fest, was auf den ersten Blick wie ein Spiegel ausgesehen hatte.

Ein antiker Spiegel, dem schweren Rahmen aus Ebenholz nach. Die gläserne Fläche, oder was auch immer es sonst war, hatte eine ovale Form, war etwa zwei Meter hoch und achtzig Zentimeter breit. Ein wolkiger Schleier lag auf dem Glas, was den jungen Mann veranlasst hatte, mit seinem Fensterleder einen Versuch zu unternehmen, einen makellosen Glanz herzustellen. So wie er die Fläche berührte, tauchte seine Hand in selbige ein und hing seitdem fest wie genietet. Das war nun schon eine halbe Stunde her.

In den ersten Minuten kroch Marc Panik an. Dann gewann Neugier die Oberhand. Der Alte musste wohl ein Zauberer aus dem nahe gelegenen Varieté sein. Marc kam einfach nicht dahinter, wie der Trick funktionierte. Er beschloss, in aller Ruhe zu warten, denn irgendwann würde sein Auftraggeber ja wieder auftauchen und ihn aus der misslichen Lage befreien. Marc nutzte die Zeit, um sich den Raum, in dem er eigentlich nur die Fenster putzen sollte, anzusehen.

Er begann mit dem Rahmen des Spiegels, der ihn festhielt. Fast zwanzig Zentimeter breit, über und über mit Blumenranken verziert, aus denen wundersame Geschöpfe heraus sahen. Der Schnitzer war ein Meister gewesen. Seine Figuren wirkten so lebendig, als würden sie jeden Moment aus den Ranken hervor kriechen. Marc erkannte Schmetterlinge mit zarten Flügeln, Marienkäfer, Vögel, Eichhörnchen, Libellen und sogar zierliche Elfen. Das Möbelstück passte zu seinem Besitzer, wie Marc amüsiert feststellte.

Dabei war seine Körperhaltung nicht gerade entspannt. Er stand schon eine kleine Ewigkeit mit erhobenem Arm, konnte sich kaum bewegen und langsam begann der ganze Körper zu schmerzen.

Sein Blick glitt am Rahmen des Spiegels hinunter. In der unteren Hälfte änderte sich das Aussehen der nicht minder kunstvollen Schnitzereien.

Dort tummelten sich Einhörner, Greife, Zwerge, Schlangen, Wölfe, Bären und - Marc versuchte, das untere Ende des Rahmens zu erkennen - etwas, das er nicht identifizieren konnte. Es nahm genau den untersten Punkt ein, war mindestens zehnmal größer dargestellt, als alle anderen Wesen auf dem Rahmen. Marc wurde unbehaglich zumute.

Er spähte, so gut es ging, auf den Ständer des schweren Spiegels. Die Bronze schimmerte matt. Marc zuckte zusammen. Vier riesige, schuppige Klauen, mit scharfen Krallen bildeten den Fuß!

"Ein Drache", flüsterte der junge Mann tonlos.

Jetzt war er sicher, dass die untere Schnitzerei auch einen Drachen darstellte. Marc umfasste mit der linken Hand seinen rechten Unterarm und zerrte mit ganzer Kraft daran. Weder der Arm noch der Spiegel bewegten sich auch nur einen einzigen Millimeter. Marc hütete sich, der gefährlichen Spiegelfläche mit dem Körper oder gar dem anderen Arm zu nahe zu kommen.

Ein kurzer Blick auf die Uhr. Nun hing er schon über eine Stunde hier fest. Es wurde langsam Zeit, dass der alte Mann erschien. Marc konnte sich Besseres vorstellen, als hier herumzuhängen. Außerdem meldete sich der Hunger. Seine Freunde aus der Uni saßen jetzt sicher bei Luigi, um die Ecke, und schlugen sich die Bäuche mit Pizza voll.

Er hatte die Wahl gehabt, heute bei Luigi zu kellnern oder bei dem Alten die Fenster zu putzen. Der wunderliche Alte hatte ihm fünfhundert versprochen und ihm dreihundert davon gleich vorab in die Hand gedrückt.

Komischer Kauz , hatte sich Marc gedacht, das Geld und den Job genommen. Gut bezahlte Studentenjobs waren rar und dieser Betrag eine Verlockung der besonderen Art.

Der Fremde war mit Marcs Pinnwandzettel, mit dem Putzangebot, in der Pizzeria erschienen. Hausmeister Willy hatte ihm den Tipp gegeben, bei Luigi nach Marc zu fragen. Nun hing Marc hier und wusste

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