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Der Turm von King, Stephen (eBook)

  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Online verfügbar

Der Turm

Kings wichtigstes Werk findet seinen krönenden Abschluss
Der neue große Roman von Stephen King ist gleichzeitig das grandiose Finale seines Zyklus um den Dunklen Turm. Sein Held Roland, der Revolvermann, und seine Gefährten sind am Ende eines langen Weges angekommen.
Über dreißig Jahre hat Stephen King an seinem Opus magnum im Geiste und auf Papier gefeilt und geschrieben. Nun steht sein Held, der Revolvermann Roland, vor dem 'Dunklen Turm', wo seine Suche endet. Mit 'Der Turm' liefert Stephen King das große Finale eines Romanzyklus, der schon jetzt als moderner Klassiker gilt und in einem Atemzug mit 'Der Herr der Ringe' genannt werden muss.

Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem "Edgar Allan Poe Award" den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag, zuletzt der Spiegel-Bestseller Mind Control.

Produktinformationen

    Größe: 2481kBytes
    Reihe (Teil): Heyne Bücher Bd.43161
    Herausgeber: Heyne
    Untertitel: Roman
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 1024
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783894803957
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Der Turm

Kapitel I CALLAHAN UND DIE VAMPIRE (S. 3-4)

1

Pere Don Callahan war einst der katholische Geistliche einer Kleinstadt gewesen – Jerusalem's Lot hatte sie geheißen –, die auf keiner Landkarte mehr existierte. Das kümmerte ihn jetzt nicht mehr viel. Begriffe wie Realität hatten aufgehört, für ihn eine Rolle zu spielen. Dieser ehemalige Priester hielt jetzt einen heidnischen Gegenstand in der Hand, eine fein aus Elfenbein geschnitzte kleine Schildkröte. Ihr Maul war durch einen winzigen Spalt entstellt, und ihr Panzer wies einen Kratzer in Form eines Fragezeichens auf, aber sonst war sie ein schönes Stück.

Schön und machtvoll. Er konnte ihre Kraft wie elektrische Spannung in den Händen spüren.

"Wie schön sie ist!", flüsterte er dem neben ihm stehenden Jungen zu. "Ist sie die Schildkröte Maturin? Das ist sie, nicht wahr?" Der Junge hieß Jake Chambers, und er war einen weiten Weg gegangen, um fast wieder zu seinem Ausgangspunkt hier in Manhattan zurückzukehren. "Weiß ich nicht", sagte er. "Vermutlich. Susannah nennt sie Sköldpadda, und sie kann uns vielleicht helfen, aber sie kann die Killer, die uns dort drinnen erwarten, nicht töten." Er nickte zum Dixie Pig hinüber und fragte sich, ob er statt Susannah nicht Mia meinte. Früher hätte er behauptet, das spiele keine Rolle, weil die beiden Frauen so eng miteinander verwoben seien. Inzwischen glaubte er jedoch, dass es wichtig war – oder es bald sein würde.

"Bist du bereit dazu?", fragte Jake den Pere und meinte damit: Wirst du standhalten? Wirst du kämpfen? Wirst du töten?

"O ja", sagte Callahan ruhig. Er steckte die Elfenbeinschildkröte mit den weisen Augen und dem zerkratzten Panzer wieder in seine Brusttasche mit den Reservepatronen für die Pistole, mit der er bewaffnet war, und klopfte dann auf das kunstvoll geschnitzte Ding, um sich zu vergewissern, dass es dort sicher aufgehoben war. "Ich schieße, bis die letzte Patrone verschossen ist oder ich tot bin. Und ist die Munition verschossen, bevor sie mich töten, schlage ich mit dem ... Pistolengriff auf sie ein."

Die Pause war so kurz, dass Jake sie nicht einmal wahrnahm. Aber in dieser Pause sprach das Weiße zu Father Callahan. Es war eine Macht, die er schon immer, sogar schon in seiner Kindheit gekannt hatte, obwohl es zwischendurch ein paar Jahre gegeben hatte, in denen er vom Glauben abgefallen war, in denen sein Wissen um diese Elementargewalt erst verblasst und dann ganz verloren gegangen war. Aber diese Zeit war vorüber, das Weiße war wieder sein, und er sagte Gott seinen Dank dafür.

Jake nickte, dann sagte er etwas, was Callahan kaum hörte. Und was Jake sagte, war nicht wichtig. Was jene andere Stimme sagte – die Stimme eines Wesens (Gan) das vielleicht zu groß war, um Gott genannt zu werden –, das war wichtig.

Der Junge muss weitermachen, erklärte ihm die Stimme. Was hier auch geschieht, wie immer es ausgeht, der Junge muss weitermachen. Deine Rolle in dieser Geschichte ist fast zu Ende. Seine nicht. Sie gingen an einem Schild auf einem verchromten Ständer vorbei (WEGEN PRIVATVERANSTALTUNG GESCHLOSSEN).

Jakes spezieller Freund Oy trottete mit erhobenem Kopf und grinsend hochgezogenen Lefzen zwischen ihnen einher. Auf der obersten Stufe griff Jake in die Schilftasche, die Susannah-Mio aus Calla Bryn Sturgis mitgebracht hatte, und zog zwei der Teller – 'Rizas – heraus. Er schlug sie kurz aneinander, nickte, als sie dumpf dröhnten, und sagte dann: "Zeig mir deine Waffe."

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