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Die Astronautin - In der Dunkelheit wird deine Stimme mich retten Roman von Vaughn, S. K. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.07.2019
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Die Astronautin - In der Dunkelheit wird deine Stimme mich retten

Weihnachten 2067: Auf der Krankenstation eines halb zerstörten Raumschiffs erwacht May Knox aus der Bewusstlosigkeit. Sie scheint die letzte Überlebende einer hoffnungsvollen Mission zu sein und hat doch keine Erinnerungen an einen möglichen Unfall. Bald kämpft sie gegen eine Vielzahl von Gefahren ums Überleben. Ihre einzige Rettung ist die Funkverbindung zur NASA, vor allem zu dem Wissenschaftler Stephen, der Schiff und Auftrag kennt wie kein Zweiter. Doch Stephen ist auch Mays Ex-Mann, dessen Herz sie brach und der ihr und der Nasa den Rücken kehrte. Jetzt ist seine Stimme alles, was ihr noch Hoffnung geben könnte in der Schwärze des Alls ... S.K. Vaughn ist das Pseudonym eines Autors, der bereits drei international äußerst erfolgreiche Romane veröffentlicht hat und als Drehbuchautor für verschiedene große Hollywoodstudios arbeitet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 544
    Erscheinungsdatum: 15.07.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641230333
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: Across the Void
    Größe: 1465 kBytes
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Die Astronautin - In der Dunkelheit wird deine Stimme mich retten

5.

Kalt wie ein Grab , durchfuhr es May auf dem Weg zur Bordküche. Der Korridor, den sie entlangging, war das Erste, was sie außerhalb der Krankenstation von dem Raumschiff zu sehen bekam, und dieses schien nur noch wenig mit dem Schiff gemein zu haben, das sie ein paar Monate zuvor triumphierend aus dem Weltraumdock pilotiert hatte. Die Dunkelheit war allumfassend, bis auf das trübe Flackern einiger schwacher Notlichter, die überall verstreut waren. Der Strahl der Taschenlampe erleuchtete einen schmalen Pfad auf dem Metallfußboden, schaffte es aber nicht, weiter vorzudringen. Abgesehen vom leisen Brummen der Triebwerke war die Stille ebenso beherrschend wie die Dunkelheit.

Bei einem Raumschiff von dieser Größe war die Leere zutiefst verstörend und warf einen kalten, erdrückenden Schatten auf jeglichen Hoffnungsschimmer.

"Das Raumschiff ist dunkel", sagte May. "Von der Crew ist nichts zu sehen ... Eigentlich sehe ich gar nichts."

Sollte das die Summe ihrer Errungenschaften sein? Eine wunderschöne Bekundung all der Stärke und der guten Absichten der Menschheit, über Bord geworfen und im freien Fall, ohne die Hoffnung, jemals auf dem Boden anzukommen? Wie konnte ich zulassen, dass das passiert? Wie konnte alles so schiefgehen?

"Ist es irgendwie möglich, mehr verdammte Lampen einzuschalten?", wollte May von der KI wissen.

Keine Antwort.

"Hallo? Hier ist es wie in einer Höhle. Ich sehe kaum meine eigene Hand vor den Augen."

Noch immer keine Antwort. Wütend ging sie zurück zur Krankenstation.

"Warum antwortest du mir nicht?", fragte sie die KI .

"Tut mir leid, ich habe Sie nicht gehört."

"Du hörst mich nicht, wenn ich im Gang bin?"

"Fehlanzeige, Commander Knox. Anscheinend sind meine Prozessoren nicht mehr mit dem Netzwerk der Raumfähre verbunden. Ich sehe und höre Sie nur in Räumen mit Kommandokonsolen, in die Sie sich eingeloggt haben, wie in diesem."

"Dann ist dir also nicht bewusst, dass auf dem Raumschiff Dunkelheit herrscht und von der Crew weit und breit nichts zu sehen ist?"

"Nein. Ich empfange von nirgendwo auf dem Raumschiff Daten. Haben Sie eine Ahnung, was los ist, Commander Knox?"

Die Frage klang seltsam kindisch, und May kam in den Sinn, dass das, was für den Ausfall der internen Energieversorgung verantwortlich war, womöglich auch die KI beschädigt hatte.

"Das wollte ich dich fragen. Soweit ich es beurteilen kann, funktionieren die internen Energiesysteme des Raumschiffs nicht mehr richtig."

"Das ist sehr beunruhigend."

"Nicht so beunruhigend wie die Tatsache, dass du dir dessen nicht einmal bewusst warst. Oder, noch schlimmer, nicht so beunruhigend wie die Tatsache, dass ich auf dem Raumschiff noch nichts von einem anderen menschlichen Wesen gesehen oder gehört habe, seit ich aufgewacht bin."

"Laut Vorschrift müssen alle Posten rund um die Uhr besetzt sein."

Wieder die kindliche Naivität. Die KI wusste noch weniger als May.

"Ich glaube, über Vorschriften brauchen wir uns schon lange keine Gedanken mehr zu machen", flachste sie. "Weißt du wenigstens, wann du den Kontakt zum Rest des Raumschiffs verloren hast?"

"Ich bin nicht in der Lage, den Zeitpunkt zu bestimmen, da ich keinen Zugriff auf die Uhr des Raumschiffs habe."

"Aber erinnerst du dich wenigstens daran, dass du den Kontakt verloren hast?"

"Ich bin nicht in der Lage, irgendwelche Daten zu finden, die im Zusammenhang mit diesem Ereignis stehen."

"Tja, das ist ganz große Kacke", sagte May.

"Ich verstehe nicht."

"Dann sind wir schon zu zweit. Aber da es so aussieht, als würden wir beide unter Amnesie leiden, weiß ich nicht, was ich als Nächstes tun soll."

"Vielleicht können Sie mich wieder verbinden?"

"Wie denn? Das ist ein Fall für die Technikabteilung. Nicht

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