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Die Chroniken der Seelenwächter - Band 31: Das Lied der Schatten von Böhm, Nicole (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.08.2019
  • Verlag: Greenlight Press
eBook (ePUB)
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Die Chroniken der Seelenwächter - Band 31: Das Lied der Schatten

Der Kampf gegen das Böse geht weiter. Während Akil mit aller Macht versucht, Kedos auszuschalten, suchen William und die Dowanhowee nach einer Möglichkeit, den Dämon einzusperren. William rennt die Zeit davon, denn er kämpft nicht nur gegen Kedos in der Vergangenheit, sondern muss auch seinen Freunden in der Zukunft mitteilen, dass sie den Dämon nicht töten dürfen. Auch für Jess spitzt sich die Lage zu. Gefangen zwischen den Welten stürzt sie von einer Vision in die nächste und verliert immer mehr den Bezug zur Realität. Dies ist der 31. Roman aus der Reihe 'Die Chroniken der Seelenwächter'. Empfohlene Lesereihenfolge: Bände 1-12 (Staffel 1) Die Archive der Seelenwächter 1 (Spin-Off) Bände 13-24 (Staffel 2) Die Archive der Seelenwächter 2 (Spin-Off) Band 25 ff. Nicole Böhm wurde 1974 in Germersheim geboren. Sie reiste mit 20 Jahren nach Phoenix, Arizona, um Zeichnen und Schauspiel zu studieren. Es folgte eine Ausbildung an der American Musical and Dramatic Academy in New York, bei der sie ihre Schauspielkenntnisse vertiefte. Das Gelernte setzt sie heute ein, um ihre Charaktere zu entwickeln. Sie lebte insgesamt drei Jahre in Amerika und bereiste diverse Städte in den USA und Kanada, die nun als Schauplätze ihrer Geschichte dienen. Nach einigen kleineren Engagements kehrte sie zurück nach Deutschland, wo sie als Assistentin einer Rechtsabteilung arbeitet. Sie fotografierte jahrelang nebenberuflich für eine Tierfotoagentur und verkaufte ihre Fotos an Bücher oder Magazine. Zurzeit lebt sie mit ihrem Mann und Pferd Bashir in der Domstadt Speyer. Sie ist Mitglied im Bundesverband junger Autoren und erstellt ihre eigenen Grafiken für ihre Geschichte. Im August 2014 startet ihre eigene Serie 'Die Chroniken der Seelenwächter' bei der Greenlight Press.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 140
    Erscheinungsdatum: 01.08.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958343665
    Verlag: Greenlight Press
    Größe: 601 kBytes
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Die Chroniken der Seelenwächter - Band 31: Das Lied der Schatten

1 . Kapitel

Jessamine

Wo bin ich? Wer bin ich? Was bin ich?

Essenzielle Fragen, die sich Menschen stellten. Was war der Sinn hinter dem Leben? Wozu wurden wir geboren? Was bewegten wir auf dieser Welt? Welche Fußspuren hinterließen wir?

Ich selbst hatte jahrelang nur ein Ziel verfolgt: meine Mutter zu finden. Die Suche nach ihr hatte mich dorthin gebracht, wo es dunkel und grausam war, wo ich mich selbst verloren und wiederentdeckt hatte.

Und nun?

Wer war ich geworden? Was war mein Part in dieser Geschichte? Was kam, wenn das Ziel erreicht war? Der Berg erklommen, die Strecke gelaufen, der Kampf beendet?

Was blieb am Ende übrig?

Ich schwebte. Ich fiel. Ich rannte. Ich saß. Ich blinzelte. Ich schlief. Ich fühlte. Ich lebte. Ich starb.

Mein Körper und meine Seele hatten sich in einen Bereich ausgedehnt, den ich nicht verstehen konnte. Ich war eins mit dem Universum geworden und dennoch kein Teil davon. Ich war überall und nirgendwo. Verloren in den Wirren des Seins und im Strudel der Zeit.

"Frag die Nomaden."

"Du weißt alles, was du wissen musst."

"Wenn du die Orientierung verlierst, dann verlierst du auch dich. Du musst aus der Vision raus, ehe sie dich mitreißt!"

"Wie denn?"

"Spring."

"Was?"

"Los!"

Los.

Lassen.

Ich hatte vergessen, wie das ging. Wusste nicht, was mich erwartete, wenn ich den nächsten Schritt machte. Ich streckte die Arme aus, suchte mit den Händen nach etwas, das ich greifen konnte, aber da war nichts. Raum und Zeit spielten keine Rolle mehr. Doch ich musste zurück.

Nach Hause.

Zu Jaydee.

Zu Mum.

Zu Zac.

Zu den anderen.

Sie brauchten mich, genau wie ich sie brauchte. Wir waren eine Familie, ein Ganzes, eine Einheit, aber wie konnte ich sie finden? Wo waren sie? Wo war ich? Wo Jonathan, der eben noch in meiner Nähe gewesen war?

" Frag die Nomaden ", hatte er gesagt. Keine Ahnung, warum ausgerechnet diese Worte so stark in mir nachhallten. Ich wusste ja nicht mal, wen er meinte. Mir schwirrte der Schädel. Nicht nur von diesem Hin und Her, auch von Jonathans Worten.

Mein Vater.

Diese Erkenntnis war noch lange nicht in mein Bewusstsein gesickert.

Mein Leben lang hatte ich mich gefragt, wer mein Erzeuger war, warum er Mum verlassen hatte und nicht Teil unserer Familie hatte sein wollen. Nun wusste ich es.

Weil er ein Wanderer zwischen den Welten war. Ein Geist im Getriebe der Zeit, was auch immer das letztlich bedeutete.

Auf einmal knallte ich hart auf den Boden. Ich knickte in den Knien ein, der Schmerz schoss mir die Beine hinauf und brachte mich zu Fall. Ich kippte vornüber, landete bäuchlings auf staubigen Holzdielen. Dreck wirbelte hoch, ließ mich husten.

"Aua." Ich streckte die Arme aus, betrachtete mich und schraubte mich langsam nach oben. Mir war unglaublich schwindelig, es fiel mir schwer, mich zu konzentrieren. Mein Körper und mein Geist waren wie getrennt voneinander, als wäre das eine noch auf Reisen, das andere aber längst angekommen.

Ich stand auf, sah mich um und bemühte mich, alle Aufmerksamkeit auf diesen Ort zu lenken. Eben war ich noch mit Jonathan in der Bar gewesen, ehe es uns fortgerissen hatte. Er lebte in diesen Visionen und konnte sich nur alle sieben Jahre auf der Erde manifestieren. An einem dieser Punkte hatte er schließlich mich mit meiner Mutter gezeugt.

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