text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die Corinair-Legende - Die Frontier-Saga 3 Roman von Brown, Ryk (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.03.2015
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die Corinair-Legende - Die Frontier-Saga 3

Ein Raumschiff auf Irrfahrt, ein Verräter an Bord, ein Feind in den Tiefen des Alls Die Besatzung der Aurora, des Flaggschiffs der vereinten Raumflotte, ist vom Kurs abgekommen. Captain Nathan Scott, jung und unerfahren, fällt die Aufgabe zu, die Menschen sicher zurück zur Erde zu bringen. Doch die Ortungsinstrumente sind ausgefallen, und den Captain beschleicht der furchtbare Verdacht, dass sie längst entdeckt worden sein könnten - und jede Begegnung im All kann tödlich enden. Als Scott denkt, es könnte nicht mehr schlimmer kommen, wird er auf einen Verräter in den eigenen Reihen aufmerksam ... Ryk Brown, Jahrgang 1960, ist mit NASA-TV-Übertragungen und Science-Fiction-Serien aufgewachsen und hat bereits in unzähligen Jobs gearbeitet. Zurzeit geht er tagsüber einer Arbeit in der Computerbranche nach, um des Nachts schreiben zu können. Mit seiner zunächst selbst veröffentlichten Frontier-Saga hat er in den USA einen E-Book-Hit gelandet. Ryk Brown lebt mit seiner Familie in Kalifornien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 09.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641131852
    Verlag: Heyne
    Größe: 734 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Die Corinair-Legende - Die Frontier-Saga 3

2

In der medizinischen Abteilung ging es wieder drunter und drüber. Das Chaos war zwar nicht so schlimm wie zuvor, doch die Ordnung, die Doktor Chen und ihre freiwilligen Helfer hergestellt hatten, stand kurz vor dem Zusammenbruch. Um nach dem Feuergefecht im Hangar den Zustrom der Verletzten zu bewältigen, war die junge Ärztin gezwungen gewesen, die noch in Genesung begriffenen Patienten in die nahe gelegenen Mannschaftsquartiere zu verlegen, die man in provisorische Krankenzimmer umgewandelt hatte.

Seit dem Kampf waren fast drei Stunden vergangen, und obwohl die Situation scheinbar unter Kontrolle war, sah es im Behandlungssektor noch immer schlimm aus. Das unmittelbar auf die Auseinandersetzung folgende Chaos hatte man unter Kontrolle gebracht, und Doktor Chen hatte die Verwundeten so gut es ging versorgt. Jetzt konnte man nur noch abwarten, wie viele von ihnen überleben würden.

Als Nathan durch die Krankenabteilung schritt, fiel ihm als Erstes auf, dass die meisten Verwundeten nicht seiner Besatzung angehörten. Das waren die Arbeiter, die sie angeheuert hatten, um die Ringe auszubeuten, weil sie selbst nicht in Erscheinung treten wollten. Von den acht Patienten, die gegenwärtig behandelt wurden, waren sechs Arbeiter von Safe Haven. Auf einmal bekam Nathan Gewissensbisse. Diese Leute waren verwundet worden - viele von ihnen waren tot -, weil er mit der Aurora den Havenmond angeflogen hatte. Wohl wahr, er hatte nur getan, was Tobin und Jalea ihm geraten hatten. Aber er trug die Verantwortung, und jetzt stellte er sich die Frage: War es das wert gewesen? Hatte er überhaupt die richtige Entscheidung getroffen? Schließlich gehörten diese Leute nicht zu seiner Crew. Das waren Zivilisten, die nicht einmal von seiner Heimatwelt stammten.

In der Erwartung, es werde ihm wieder übel werden, wappnete er sich im Behandlungsbereich, doch ihm wurde nicht schlecht. Da begriff er, dass er sich trotz seiner Gewissensbisse nicht für die Todesfälle verantwortlich fühlte. Er hatte nicht gewusst, dass er die Arbeiter in Gefahr brachte. Tobin hingegen schon; er trug die Verantwortung für das, was ihnen widerfahren war. Auf einmal bereitete es ihm keine Kopfschmerzen mehr, dass Jalea diesen mageren kleinen Scheißer , wie Jessica sich ausgedrückt hatte, erschossen hatte.

Er betrat den Lagerraum an der anderen Seite des Behandlungsbereichs in der Erwartung, dass Doktor Chen wieder in der Ecke sitzen und Trockenobst und Nüsse knabbern würde. Diesmal aber hielt sich niemand darin auf.

"Captain?", sprach ihn von hinten eine Frau an. Nathan drehte sich um und erblickte ein bekanntes Gesicht. Sie war vier, fünf Jahre jünger als er, hatte kurz geschnittenes braunes Haar und braune Augen. Sie machte einen erschöpften, aber entschlossenen Eindruck. Als sie sich ihm näherte, überlegte er, woher er sie kannte. Sie gehörte nicht zur Besatzung - jedenfalls war sie nicht in Uniform. Dann bemerkte er die frische Narbe an ihrer Stirn, und er erinnerte sich wieder. Er hatte ihr nach der Auseinandersetzung mit dem ersten Raumschiff der Ta'Akar auf dem Flur geholfen, als er auf dem Weg zu dem tödlich verletzten Captain Roberts gewesen war. Sie war ebenfalls verletzt gewesen und hatte trotz ihres geschwächten Zustands einen schwer verwundeten Mann geschleppt, der fast doppelt so schwer gewesen sein musste wie sie selbst. Später hatte er sie im Behandlungsbereich gesehen, als sie für Doktor Chen Notizen auf einem Datenpad machte.

"Ja?", sagte Nathan, als die Frau vor ihm stand.

"Sie erinnern sich wahrscheinlich nicht mehr an mich", antwortete sie.

"Doch. Auf dem Flur", erwiderte er. "Sie haben einem Verletzten geholfen. Sie haben um Hilfe gerufen. Ja, ich erinnere mich."

"Das stimmt", sagte sie erst

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen