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Die Dämonenkriege - Dunkelkönig Roman von Hamannt, Michael (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.01.2019
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Die Dämonenkriege - Dunkelkönig

Den Dämonenjäger Ryk und seine Gefährtin Kela hat es durch ein magisches Portal in die Gegenwelt verschlagen. Dort fallen sie ausgerechnet Ryks Erzfeind Asmaran in die Hände, der die beiden auf der Stelle töten lassen will. Während Ryk und Kela in der Stadt der Dämonen um ihr Leben kämpfen, sagt sich die Assassine Catara Fiers in den Schwebenden Reichen von ihrer einst geliebten Herrin Madea los, der sie Hochverrat an den Menschen unterstellt. Als sich schließlich ein lange tot geglaubter Dämonengott erhebt und sich die Portale zwischen Menschen- und Dämonenwelt öffnen, ist die Stunde gekommen, in der Freunde zu Feinden und Gegner zu Verbündeten werden ... Michael Hamannt studierte Germanistik, Philosophie, Ur- und Frühgeschichte, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Er arbeitet als freier Schriftsteller und liest in seiner Freizeit fantastische Romane und Thriller, schaut gerne gute DVDs und trifft sich mit Freunden zu Spieleabenden. Ein besonderes Faible hat er für Schottland mit seinen grünen Highlands, alten verwunschenen Wäldern und faszinierenden Mythen. Außerdem ist er verrückt nach Katzen und süchtig nach Espresso.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 704
    Erscheinungsdatum: 14.01.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641226435
    Verlag: Heyne
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Die Dämonenkriege - Dunkelkönig

PROLOG

Lynta, Sharigor
24. Augus 1026 n. d. Zweiten Dämonenkrieg

R isari lehnte mit den Ellbogen auf dem Fenstersims ihrer kleinen Dachkammer und genoss die Morgensonne, die gerade über dem Tal aufstieg. Vergnügt beobachtete sie das Treiben unter ihr im Hof. Der alte Soma warf ein paar Rüben in den Schweinepferch gleich neben der Scheune, in der um diese Zeit Risaris Mutter und zwei der Mägde die Kühe molken. Ihr Vater, der Herr des Hofes, war mit den Knechten längst auf dem Feld, um die Späternte einzuholen, bevor sie ein Opfer der Herbststürme wurde.

"Morgen, du Schlafmütze!", rief ihr jüngerer Bruder Elef zu ihr hinauf, der in diesem Moment mit einem Eimer Korn unter ihr vorüberflitzte. Eigentlich war es Risaris Aufgabe, die Hühner zu füttern und Eier einzusammeln.

"Du bist ja nur neidisch", rief sie ihm hinterher.

Es war nicht nur ihr Geburtstag, es war auch der Tag ihres Versprechens, und deshalb war sie für heute von all ihren Pflichten befreit. Aber auch wenn Risari es genoss, einmal nichts tun zu müssen, war es doch irgendwie seltsam. Auf dem Hof zu arbeiten, bedeutete Teil eines Ganzen zu sein, Teil einer Familie, die sich gegenseitig half oder auch neckte. Abends saß man dann zusammen am großen Küchentisch, die Mägde und Knechte eingeschlossen, und brachte sich mit Geschichten vom Tage zum Lachen. Oder auch mit besonders lauten Rülpsern, was in erster Linie für Risaris Brüder galt. Zwar schalt ihre Mutter sie jedes Mal, allerdings war Risari sicher, dass sich dabei stets ein Schmunzeln in ihren Mundwinkeln verbarg.

Risari lächelte. Das Abendbrot war seit jeher die schönste Zeit des Tages, dann spürte sie die Wärme und Zuneigung der Familie am stärksten. Inständig hoffte sie, dass es später mit Maruca einmal genauso sein würde. Sie seufzte und nahm einen tiefen Atemzug von der klaren Morgenluft. Der Herbst ... Sie konnte ihn schon riechen, wie er von den Bäumen hinter der Weide zu ihr herüberwehte. Einige der Blätter hatten bereits einen Stich ins Orange. Risari mochte den Herbst, die fröhlichen Farben, den Tanz der Blätter im Wind. Den Winter dagegen hasste sie. Er war kalt, bitterkalt - und wenn Schnee fiel, brachte er manchmal den Tod für die sehr Alten und sehr Jungen im Dorf.

Ach Nyma , dachte sie.

Der letzte Schnee lag lange zurück. Sieben Jahre. Damals war Risari erst fünf gewesen, trotzdem erinnerte sie sich daran, als wäre es vergangenen Winter gewesen. Es war das Jahr, in dem der weiße Tod sich Nyma geholt hatte. Ihre Großmutter, in deren Armen sie oft den Geschichten über die Gegenwelt gelauscht hatte: über boshafte Dämonen und strahlende Magier. An Nymas Gesicht konnte sich Risari nach all den Jahren kaum mehr erinnern, umso stärker an ihren Geruch. Nyma hatte immer nach Amarillen geduftet. Große, weiße Blüten. Im Sommer hatte ihre Großmutter stets einen Strauß davon auf dem Küchentisch stehen gehabt. Im Winter bewahrte sie die getrockneten Blüten zwischen ihren Kleidern im Schrank auf. Alle in Lynta, das ganze Dorf, hatten getrauert, als Eis und Frost die Wärme des Lebens aus Nymas Herz gestohlen hatten.

Risari blinzelte die Tränen fort. Heute war ein viel zu schöner Tag, um traurig zu sein. Sie lief zu der Waschschüssel, die auf einer Kommode am Fußende ihres Bettes stand, machte sich frisch und tauschte ihr Nachthemd gegen ein Kleid. Ein grünes Leinengewand, das an der Hüfte von einem geflochtenen Gürtel aus Leder zusammengehalten wurde. Am Abend, vor den Feierlichkeiten, würde sie das Kleid anziehen, dass ihr ihre Mutter genäht hatte. Es war etwas ganz Besonderes. Aus edlem Caminastoff, für den ihre Mutter extra in das acht Meilen entfernte Calares gefahren war. Risari war deswegen schon ganz aufgeregt. Sie hoffte nur, dass es auch Maruca gefallen würde.

Nachdem sie sich ihre Schuhe übergestreift hatte, lief sie hinunter in die Küche, wo sie ein Glas Mil

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