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Die Dunkelmagierin Roman von Philipp, Arthur (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.02.2017
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die Dunkelmagierin

Eine junge Magierin, ein uralter düsterer Orden, eine fast vergessene Prophezeiung Fejas Talent für die Magie ist groß, doch noch kann die junge Frau es nicht nutzen. Als sie sich entschließt, der Schule der grauen Magier beizutreten, wird sie rasch zum Spielball der Intrigen der Mächtigen. Denn einst waren die grauen Magier gefürchtet, und es gibt Kräfte im Orden, die diesen um jeden Preis wieder zur alten Macht zurückführen wollen. Feja muss rasch lernen, ihre Magie zu nutzen, oder sie wird zwischen den Fronten zerquetscht werden. Doch niemand im Orden ahnt, dass eine dritte Partei Vorbereitungen trifft, um die tausend Jahre alte Ordnung zu zerschlagen - und Feja soll ihr Werkzeug sein ... Arthur Philipp (geb. 1965) ist das Pseudonym eines erfolgreichen deutschen Autors. Er stammt aus einer Familie von Seefahrern und verbrachte den größten Teil seiner Kindheit an der Nordsee. Heute lebt er in Mainz und ist als Journalist, Kabarettist und - natürlich - Autor tätig.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 576
    Erscheinungsdatum: 20.02.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641180577
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Der graue Orden 1
    Größe: 3397 kBytes
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Die Dunkelmagierin

Der alte Zauberer kniete am Strand. Wellen umspülten seine Waden, und der Saum der langen Robe war triefend nass. Er achtete nicht weiter darauf. Fasziniert zerrieb er Sand zwischen den Fingern, roch an ihm.

"Was sagt Ihr? Ist der Platz geeignet?"

Der Magier blickte auf. Prinz Gimlars Umriss zeichnete sich finster vor dem grauen Himmel ab. Sein Banner, unter erheblicher Anstrengung von einem seiner Ritter gehalten, knatterte im scharfen Wind. Der Zauberer blinzelte und erhob sich ächzend. Jetzt erst bemerkte er das Wasser in den Stiefeln.

"Es ist unglaublich, Hoheit. Riecht Ihr das? Schmeckt Ihr das? Die Magie, sie ist überall! Wieso wussten wir davon nichts?"

"Vielleicht, weil Euresgleichen nicht gerne weite Reisen unternimmt, Meister Alfand? Die Seefahrer, die es hierherverschlagen hatte, berichteten von gefährlichen Strömungen, widrigen Winden und unfreundlichen Eingeborenen in einem Land, das keine Schätze zu bieten habe. Wir sind über tausend Meilen von Utor entfernt. Was vielleicht nicht weit genug ist." Er hob die Hand und fing einige der grauen Flocken, die vom Himmel herabregneten. "Würde unsere Heimat nicht gerade von einem Feuerberg zerrissen, hätten wir die gefährliche Reise niemals auf uns genommen."

"Keine Schätze? Hoheit, jedes Sandkorn hier ist vom magischen Fluss durchdrungen. Spürt Ihr das nicht? Es gibt keinen vergleichbaren Ort auf der ganzen Welt."

Der Prinz schien nicht zuzuhören. Der Zauberer folgte seinem Blick zum Kamm der Düne hinauf. Drei Fremde standen dort oben. Sie schienen nicht näher kommen zu wollen, um die Neuankömmlinge zu begrüßen. "Ich spüre nur Feindseligkeit, Alfand. Diese Eingeborenen, die schroffen Dünen, selbst der schwarze Wald dahinter rufen mir zu, dass ich hier nicht willkommen bin. Deshalb frage ich Euch erneut: Haltet Ihr diese Bucht für geeignet?"

Der Zauberer wischte sich den feuchten Sand von den Händen. Es kam ihm so vor, als riesele Magie von seinen Fingern. Diese Insel war unglaublich! Aber er durfte sich nicht hinreißen lassen. Alfand sah den grauen Strand, den dunklen Wald, das grüne Schilf. Dann wandte er sich um. Dreihundert Schiffe ankerten in der weiten Bucht: Kriegsholke, Handelskähne, Fischerboote, überladen mit Menschen, die Hoffnung brauchten.

"Die Bucht bietet genug Ankerplätze, Hoheit, der Wald liefert Holz für die Häuser, und das Land wirkt fruchtbar. Ja, dies ist der Ort, den mir die Gesichte gezeigt haben. Hier können wir Eure Stadt gründen."

Wieder fing der Prinz einige Ascheflocken und zerrieb sie zwischen den Fingern. Er wirkte nachdenklich.

"Mehr als nur eine Stadt, Alfand. Ich werde das Königreich von Utor neu entstehen lassen. Es soll eine Heimat auch für die werden, die nach Skros oder Tsungama geflüchtet sind. Das Untergegangene wird wiedergeboren."

Der Zauberer seufzte. Einige Herzschläge lang fühlte er die gleiche Trauer wie der Prinz. Utor, die Perle der Meere, war von einem Vulkan zerrissen worden. Was die Lava nicht verbrannte, versank in den Fluten oder wurde von Asche begraben. Die Magier hatten alles gewagt, um das Verhängnis aufzuhalten, und es dadurch vielleicht nur noch schlimmer gemacht. Aber das war Vergangenheit, Gimlar brauchte Rat für die Zukunft.

"Auch ich trauere um unsere Heimat, dennoch solltet Ihr alles vermeiden, was auf eine Fortführung der Tradition hindeutet, mein Prinz. Euer älterer Bruder hat den Untergang vermutlich ebenfalls überlebt. Er wird Euch die Krone streitig machen, wenn Ihr sie als Erbe Eures Vaters annehmt. Deshalb sollte der Name Utor mit der geliebten Stadt untergehen."

"Und wie soll ich unsere neue Heimat Eurer Meinung nach nennen?", entgegnete Gimlar verärgert. "Königreich der Asche?"

"Nun, wir werden einen geeigneten Namen finden, Hoheit. Zunächst sollten wir Euch jedoch bei erster Gelegenheit krönen. Auf diesen Schiffen finden sich viele ehrgeizige und mächtige Fürsten. Sie werden Führung leichte

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