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Die Erben von Midkemia 2 Der König der Füchse von Feist, Raymond (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.06.2016
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die Erben von Midkemia 2

Talon, der letzte Überlebende des Orsini-Stamms, brennt nach seiner Ausbildung durch das Konklave der Schatten darauf, Rache an denen zu nehmen, die einst seine Familie und Freunde bei einem brutalen Massaker niedermetzelten. Zwei Schuldige hat Talon bereits getötet. Doch er kann nicht ruhen, bis er den Drahtzieher des Überfalls, Herzog Olasko, zur Rechenschaft ziehen kann. Doch dazu muss er sich das Vertrauen des skrupellosen Adeligen erschleichen ...

Raymond Feist wurde 1945 in Los Angeles geboren und lebt in San Diego im Süden Kaliforniens. Viele Jahre lang hat er Rollenspiele und Computerspiele entwickelt. Aus dieser Tätigkeit entstand auch die fantastische Welt seiner Romane: Midkemia. Die in den 80er Jahren begonnene Saga ist bereits ein Klassiker des Fantasy-Genres, und Feist gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Fantasy in der Tradition Tolkiens.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 20.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641185800
    Verlag: Blanvalet
    Größe: 2737kBytes
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Die Erben von Midkemia 2

Eins

Rückkehr

Ein Vogel schwebte über der Stadt.

Sein Blick suchte in dem Durcheinander nach einer Gestalt, nach einem einzelnen Mann in dem Gewimmel von Menschen, die sich zur geschäftigsten Tageszeit hier im Hafen aufhielten. Der Hafen von Roldem, der Hauptstadt des Inselkönigreichs gleichen Namens, gehörte zu den lebhaftesten in der See des Königreichs. Schiffe mit Waren und Passagieren aus Groß-Kesh, dem Königreich der Inseln, und einem halben Dutzend kleinerer Nationen in der Nähe liefen täglich ein oder aus.

Der Mann, den der Vogel beobachtete, trug praktische Reisekleidung aus festen, leicht zu säubernden Stoffen und mit Verschlüssen, die es ihm erlaubten, es bei jedem Wetter bequem zu haben. Seine Jacke war so entworfen, dass sie auch ausschließlich auf der linken Schulter hängen und den Schwertarm nicht behindern würde. Auf dem Kopf trug er ein schwarzes Barett mit einer Silbernadel und einer einzelnen grauen Feder, und seine Füße steckten in festen Stiefeln. Sein Gepäck wurde gerade abgeladen und würde zu der Adresse geliefert werden, die er angegeben hatte. Er reiste ohne Diener, was für einen Adligen zwar ungewöhnlich war, aber hin und wieder vorkam - schließlich waren nicht alle Adligen wohlhabend.

Eine Sekunde hielt er inne, um sich umzusehen. Rings um ihn her eilten die Menschen weiter: Lastenträger, Seeleute, Hafenarbeiter und Fuhrleute. Wagen, so hoch beladen, dass ihre Räder beinahe brachen, rollten langsam an ihm vorbei, Fracht wurde in die Stadt oder zu den Fährbarken gebracht, die sie zu den größeren Handelsschiffen transportieren würden. Roldem war wirklich ein geschäftiger Hafen; hier wurden nicht nur Waren abgeliefert, sondern auch umgeladen, denn Roldem war die Handelshauptstadt der See des Königreichs.

Wohin der junge Mann auch schaute, sah er Spuren dieses Handels. Männer feilschten über die Kosten von Waren, die auf weit entfernten Märkten verkauft werden sollten, andere verhandelten über den Preis für das Abladen von Fracht oder versicherten eine Ladung gegen Piraten oder Schiffskatastrophen. Andere wiederum waren Agenten von Handelshäusern, die angespannt nach jedem Zeichen Ausschau hielten, das ihren Geldgebern einen Vorteil versprach - Männern, die ebenso gut im weit entfernten Krondor in einem Kaffeehaus sitzen konnten wie in der Händlerbörse nur eine Straße von dort, wo der junge Mann jetzt stand. Die Beobachter schickten Jungen mit Botschaften über eintreffende Waren zu diesen Männern in der Börse, Männern, die versuchten, eine Veränderung auf einem weit entfernten Markt wahrzunehmen, bevor sie kauften oder verkauften.

Der junge Mann ging weiter und wich einer Bande von Jungen aus, die mit kindlicher Entschlossenheit vorbeistürmten. Er zwang sich, nicht nach seinem Geldbeutel zu tasten, denn er wusste, dass der Beutel noch dort war, wo er sein sollte. Es bestand allerdings immer die Möglichkeit, dass die Jungen von einer Bande von Taschendieben ausgeschickt worden waren, um wohlhabende Opfer auszuspähen. Der junge Mann sah sich weiter um und versuchte, jede mögliche Gefahr zu erfassen. Aber er konnte nur Bäcker und Straßenhändler, Reisende und zwei Wachsoldaten entdecken. Es war genau das, was er hier im Hafen von Roldem erwartet hatte.

Der Vogel, der von oben herabblickte, bemerkte, dass ein anderer Mann im Gedränge parallel zu dem jungen Adligen unterwegs war, im gleichen Tempo wie dieser.

Der Vogel kreiste und beobachtete den zweiten Mann, einen hoch gewachsenen Reisenden mit dunklem Haar, der sich bewegte wie ein Raubtier und den anderen Mann problemlos im Auge behielt, sich aber hinter Passanten verbarg und ohne jede Anstrengung der Menge auswich, wobei er nie zurückfiel, sich aber auch nicht weit genug näherte, um entdeckt zu werden.

Der junge Adlige hatte ursprünglich helle Haut gehabt, die nun aber von der Sonne gebräunt war, und er kniff die blauen Auge

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