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Die Erben von Midkemia 6 Der verrückte Gott von Feist, Raymond (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.06.2016
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die Erben von Midkemia 6

Schreckliche Zeiten sind auf Midkemia und Kelewan ausgebrochen. Beiden Welten werden von einem schrecklichen Krieg erschüttert, der alles zu verwüsten droht. Nur der mächtige Magier Pug hat noch die Kraft, die Kämpfe zu beenden und die Welten vor der Vernichtung zu bewahren. Seine Mission führt ihn und seine Gefährten tief ins Reich der blutdürstigen Dasati. Noch nie ist jemand lebendig von dort zurückgekehrt. Doch Pug hat keine Wahl, der Preis für sein Versagen wäre zu hoch ... Raymond Feist wurde 1945 in Los Angeles geboren und lebt in San Diego im Süden Kaliforniens. Viele Jahre lang hat er Rollenspiele und Computerspiele entwickelt. Aus dieser Tätigkeit entstand auch die fantastische Welt seiner Romane: Midkemia. Die in den 80er Jahren begonnene Saga ist ein Klassiker des Fantasy-Genres, und Feist gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Fantasy in der Tradition Tolkiens.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 20.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641185671
    Verlag: Blanvalet
    Größe: 2219 kBytes
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Die Erben von Midkemia 6

Eins

Flucht

Miranda schrie.

Das mörderische Brennen in ihrem Kopf ließ einen winzigen Augenblick nach, und in diesem Moment fand sie, was sie gesucht hatte. Der Hauptteil ihres Bewusstseins war damit beschäftigt, ihre Willenskraft gegen die einzusetzen, die sie gefangen genommen hatten, aber ein winziges Fragment - ein disziplinierter Bruchteil ihres Bewusstseins - hatte auf der Lauer gelegen. An all diesen Tagen von Verhör und Untersuchung hatte sie jede noch so kleine Pause genutzt, um diesen einen Splitter ihres Intellekts abzutrennen und sich so über den blendenden Schmerz hinwegzusetzen und zu beobachten. Bei den letzten vier Begegnungen mit den Todespriestern der Dasati hatte sie diese Distanz zu sich selbst erreicht und ihren Körper gezwungen, den Schmerz zu ertragen. Er war da, das wusste sie, entzündete Nerven protestierten gegen die fremden Energien, die über die Oberfläche ihres Geistes zuckten, prüften, tasteten, Einsicht in ihr tiefstes Wesen suchten, aber sie hatte schon vor Jahrhunderten gelernt, körperlichen Schmerz zu ignorieren. Die geistigen Angriffe waren schwieriger, denn sie wandten sich gegen die Wurzel ihrer Macht, die einzigartige Intelligenz, die sie zur besten Magierin ihres Heimatplaneten machte.

Diesen Dasati-Priestern ging jegliche Subtilität ab: Sie hatten ihre Gedanken aufgerissen wie ein Bär einen Baumstumpf, wenn er nach Honig sucht. Ein geringeres Wesen wäre schon beim ersten derartigen Angriff vollkommen zerstört worden. Nach dem dritten Überfall war von Miranda so wenig übrig, dass sie beinahe zur Idiotin geworden wäre. Aber sie hatte sich gewehrt, und das Wissen, dass es ohne Überleben keinen Sieg gab, hatte sie dazu gebracht, ihre beträchtlichen Talente zuerst auf das Durchhalten zu konzentrieren, dann auf Einsicht.

Ihre Fähigkeit, den schrecklichen Angriff beiseitezuschieben und sich auf diesen winzigen Splitter von Wissen, den sie sich verschafft hatte, zu konzentrieren, verhinderte, dass sie den Verstand verlor. Ihre Entschlossenheit, aus der Gefangenschaft zu fliehen und mit diesem Wissen nach Hause zurückzukehren, gab ihr ein Ziel.

Nun stellte sie sich bewusstlos, ein neuer Trick im Kampf gegen ihre Gegner. Solange die Todespriester nicht über ausgefeiltere Fähigkeiten verfügten als die, die sie bisher demonstriert hatten, würden sie ihre Verstellung nicht entdecken können - sie kam ihnen wirklich bewusstlos vor. Dieser angebliche Mangel an Bewusstsein war ihre erste erfolgreiche Verstellungsaktion, seit man sie gefangen genommen hatte. Sie wagte nur gerade genug körperliches Bewusstsein, dass ihr Atem langsam und flach blieb, obwohl sie annahm, dass die Todespriester, die sie studierten, ohnehin nicht genug über Menschen wussten, um zu verstehen, welche körperlichen Funktionen sie überwachen sollten. Nein, ihr Kampf fand im Kopf statt, und dort würde sie früher oder später siegen. Sie hatte mehr über die Leute gelernt, die sie gefangen genommen hatten, als diese über sie, da war sie ganz sicher.

Einzeln konnten die Dasati sich nicht mit ihr anlegen - sie hätten nicht einmal einen ihrer fortgeschritteneren Schüler zu Hause besiegen können. Sie wäre sehr wahrscheinlich ohne die Falle, die Leso Varen aufgestellt hatte, um ihr die Orientierung zu nehmen, leicht mit den beiden Todespriestern fertig geworden, die sich ihrer bemächtigt hatten. Aber Varen sollte man nicht unterschätzen, er war ein Nekromant mit jahrhundertelanger Erfahrung, und alleine wäre es Miranda schwergefallen, ihn zu besiegen: Soweit sie wusste, war schon dreimal einer seiner Körper getötet worden, von Gruppen von Feinden und dank einer gewissen Überraschung, und dennoch hatte er überlebt. Varen in Zusammenarbeit mit den Todespriestern - das war zu viel für sie gewesen.

Nun wusste sie, was diese Todespriester waren - eine Art Nekromanten. Ihr Leben lang hatte Miranda auf eigenen E

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