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Die Feuerdiebin Roman von Philipp, Arthur (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.02.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die Feuerdiebin

Auf der Suche nach ihrer Vergangenheit rettet sie die Zukunft. Feja hat sich vom grauen Orden und seinen Intrigen abgewandt und ist auf der Flucht. Doch nicht nur die grauen Magier jagen sie, sondern auch die Soldaten des Königs und seine Feuermagier, da sie den Kronprinzen ermordet haben soll. Während sich alle auf die Verfolgung der jungen Magierin konzentrieren, setzt der Abot des grauen Ordens einen Plan in Gang, der die grauen Magier wieder zu alter schrecklicher Macht führen soll. Er ahnt nicht, dass ausgerechnet Feja dazu ausersehen ist, ihn aufzuhalten ... Arthur Philipp (geb. 1965) ist das Pseudonym eines erfolgreichen deutschen Autors. Er stammt aus einer Familie von Seefahrern und verbrachte den größten Teil seiner Kindheit an der Nordsee. Heute lebt er in Mainz und ist als Journalist, Kabarettist und - natürlich - Autor tätig.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 576
    Erscheinungsdatum: 19.02.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641204570
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Der graue Orden 2
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Die Feuerdiebin

König Gimlar hustete. Der Wind hatte wieder gedreht und wehte ihm den Rauch des Lagerfeuers ins Gesicht. Sein Gegenüber stocherte mit unbewegter Miene in der Glut. Gimlar räusperte sich: "Ich sage es noch einmal. Die Berge, der Langwald, ja, alle Ländereien westlich und nördlich dieses Flusses sollen auf ewig Eurem Volk gehören!"

Der Were zuckte nicht einmal mit der Wimper.

Meister Alfand, Zauberer und Kanzler des Reiches, wurde unruhig. Erkannte der Alte die Großzügigkeit des Königs denn nicht? Er konnte nicht länger schweigen: "Damit werden wir verhindern, dass unsere Leute ohne Eure Erlaubnis dort weiter Land nehmen und Siedlungen gründen. Das ist ein Geschenk. Der König verlangt nichts dafür."

"Er schenkt uns nur, was uns bereits gehört", sagte der Were mit starkem Akzent und stocherte weiter mit seinem Stock im verglimmenden Holz. Er nannte sich Her-Mothach, offenbar nach dem Fluss, an dessen Ufer dieses kleine Feuer brannte, und er genoss hohes Ansehen bei seinem Volk. Viel mehr wusste Alfand nicht über den Mann. Am anderen Flussufer lagerten Dutzende seines Volkes, aber Her-Mothach war als Einziger zu diesem Treffen erschienen, gestützt von einer jungen Frau, die nun abseits stand und gar nicht zuzuhören schien. Auch bei ihr fragte sich der Zauberer, welche Stellung sie innehaben mochte. Auf ihrer glatten Stirn war das Bildnis einer blauen Schlange gestochen. Er hielt sie für eine Ganesa, eine Heilerin. Sie hatte noch kein Wort gesagt, aber auch Her-Mothach sprach nicht viel. Dabei wurde hier über die Zukunft seines ganzen Volkes entschieden.

"Ihr wollt etwas dafür", stellte der Were fest. Sein Gesicht blieb völlig unbewegt.

Es ist kein Wunder, dass die Leute sie die Starren nennen , dachte der Zauberer. Selbst ich kann nicht erraten, was er denkt . Langsam, aber sicher verlor er die Geduld.

"Die Bauern sagen, dass Eure Ganesas ihre Felder mit einem Fluch belegt haben. Nichts will recht gedeihen. Wir erwarten lediglich, dass sie damit aufhören. Und natürlich müsst Ihr den Lehnseid schwören. Dafür gewährt der König Euch alles Land bis zu den Bergen und westlich dieses Stromes. Das ist die halbe Insel!", rief er.

"Tausende und Abertausende habt Ihr Aschlinge schon aus ihrer Heimat vertrieben. Doch höre ich nicht, dass sie auf ihre Felder zurückkehren dürfen. Und was ist mit den heiligen Bergen? Werdet Ihr die Minen in den Totenbergen schließen?"

"Der König braucht Eisen", entgegnete der Zauberer.

"Und braucht der König auch das Wild aus dem Langen Walde?"

"Es ist ein herrliches Jagdrevier", warf Gimlar ein, "doch ich kann ein anderes finden."

Der Were nickte und sah Alfand lange an. Währenddessen schien der Wind dem alten Zauberer Rauch in die Augen zu treiben. "Werden die Aschling-Zauberer unsere heiligen Orte wieder verlassen?"

"Sofern sie sich auf jenem Land befinden, das der König Euch gewährt, ja", versprach Alfand. Er spürte, wie der Mann hinter ihm unruhig wurde. Es war Abot Jarknar vom Grauen Orden.

"Ich werde mit meinen Brüdern sprechen", sagte Her-Mothach und erhob sich in einer erstaunlich geschmeidigen Bewegung.

Meister Alfand kam mit erheblich mehr Mühe auf die Beine. Der Were nickte ihm und dem König nur knapp zu und winkte seine Begleiterin herbei. Sie stützte ihn, während sie durch die breite Furt ans andere Ufer des Flusses wateten. Der Zauberer fragte sich, ob das überhaupt nötig war. Eben war der Alte noch behände wie ein junger Mann gewesen. Er wurde aus den Weren einfach nicht schlau.

"Sie wissen nicht, wie man sich einem König gegenüber zu benehmen hat", brummte er.

"Glaubt Ihr, dass sie mein Geschenk annehmen werden, Kanzler?", fragte der König.

"Wenn sie nur einen Funken Verstand haben, schlagen sie ein, Hoheit. Da sie selbst nie zu den Waffen greifen, ist Euer Gesetz ihr einziger Schutz vor un

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