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DIE GÖTTER DES MARS Zweiter Band des MARS-Zyklus von Burroughs, Edgar Rice (eBook)

  • Verlag: BookRix
eBook (ePUB)
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DIE GÖTTER DES MARS

Nach einem langen Exil auf der Erde ist John Carter endlich auf seinen geliebten Mars zurückgekehrt, doch die schöne Dejah Thoris, die Frau, die er liebte, ist verschwunden. Nun war er im legendären Eden des Mars gefangen - einem Eden, dem niemand je lebendig entrann... Der Roman Die Götter des Mars erschien erstmals im Jahre 1913 (unter dem Titel The Gods Of Mars) als Fortsetzungsgeschichte im The-All-Story-Magazin. Der Apex-Verlag macht Die Götter des Mars zum ersten Mal seit über zwanzig Jahren wieder als deutschsprachige Ausgabe verfügbar, neu ins Deutsche übersetzt von Gabriele C. Woiwode.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 339
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783748715276
    Verlag: BookRix
    Größe: 1808 kBytes
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DIE GÖTTER DES MARS

Kapitel 1: Die Pflanzenmenschen

Wie das graue Band eines toten Flusses floss der edle Hudson still unter mir dahin, als ich in jener klaren, kalten Nacht Anfang März des Jahres 1886 am Steilufer vor meinem Haus stand. Wieder fühlte ich diesen seltsamen, unwiderstehlichen Einfluss des mächtigen Kriegsgottes, meines geliebten Mars. Mit ausgebreiteten Armen hatte ich ihn inständig angefleht, mich zu meiner verlorenen Liebe zurückzubringen.

Seit jener Nacht 1866, als ich vor dieser Höhle in Arizona gestanden hatte, in der mein lebloser Körper in einem Zustand gefesselt war, der dem Tod auf der Erde gleichkommt, hatte ich diese unwiderstehliche Anziehungskraft die vom Gott meines Berufes, dem eines Soldaten ausging, nicht wieder gespürt.

Mit meinen Armen weit nach dem roten Auge des großen Planeten ausgestreckt, stand ich da und flehte um die Rückkehr jener seltsamen Kraft, die mich bereits zwei Mal durch die Unendlichkeit des Alls getragen hatte. Ich flehte, so wie ich schon in tausenden Nächten zuvor gefleht hatte, in diesen langen zehn Jahre in denen ich gewartet und gehofft hatte.

Plötzlich überkam mich eine Welle von Übelkeit; meine Sinne verschwammen, meine Knie gaben unter mir nach, und ich stürzte kopfüber zu Boden, direkt auf den äußersten Rand des hohen Steilufers.

Sofort wurde mein Verstand wieder klar, und das lebhafte Bild der Grauen dieser gruseligen Höhle in Arizona schwappte aus jener längst vergangenen Nacht zurück an die Schwelle meines Bewusstseins.

Meine Muskeln weigerten sich auf meinen Willen zu reagieren, und wieder konnte ich das grauenhafte Stöhnen und Rasseln des furchterregenden Etwas hören, das im Dunkeln der Höhle auf mich lauerte und mich bedrohte - selbst hier an den Ufern des ruhigen Hudson. Ich machte dieselben übermenschlichen Anstrengungen, um die Fesseln dieser seltsamen Lähmung zu durchbrechen, die mich gefangen hielt. Und wieder hörte ich das scharfe Klicken, als würde man einen straff gespannter Stacheldraht lösen - und dann stand ich nackt und frei neben dem starrenden leblosen Ding, das bis noch vor kurzem mit dem warmen roten Lebensblut von John Carter durchpulst wurde.

Mit einem kurzen Blick zurück zum Abschied, wandte ich meine Augen zum Mars, hob meine Hände zu seinen grellen Strahlen und wartete. Ich musste nicht lange warten, denn kaum hatte ich mich umgedreht, als ich mit der Schnelligkeit von Gedanken in die furchtbare Leere vor mir geschossen wurde. Wieder gab es diesen Moment unvorstellbarer Kälte und äußerster Dunkelheit, wie ich sie auch schon vor zwanzig Jahren erlebt hatte.

Dann öffnete ich meine Augen unter den brennenden Strahlen einer heißen Sonne, die sich durch winzige Öffnungen in der Kuppel eines mächtigen Waldes bohrten, in dem ich lag.

Das Herz schlug mir bis zum Hals, als mich die plötzliche Furcht überkam, ich könnte durch Fügung eines grausamen Schicksals irgendwo auf einem anderen, seltsamen Planeten gelandet sein.

Warum auch nicht? Welche Führung hatte ich denn, in dieser fährtenlosen Weite des interplanetaren Raumes? Welche Zusicherung hatte ich, dass ich statt auf dem Mars nicht auf irgendeinen weit entfernten Stern eines anderen Sonnensystems geschleudert worden war?

Ich lag auf einem kurz-geschnittenen Rasen aus roten grasähnlichen Pflanzen. Um mich herum erstreckte sich ein Hain seltsamer, aber wunderschöner Bäume, bedeckt mit riesigen herrlichen Blüten, gefüllt mit wundervollen stimmlosen Vögeln. Ich nenne sie Vögel, weil sie Flügel hatten, aber tatsächlich hat noch kein sterbliches Auge der Erde jemals ein so merkwürdiges Geschöpf erblickt.

Die Vegetation war ähnlich der, welche die Rasenflächen der großen Wasserwege der roten Marsianer bedeckt. Aber die Bäume und Vögel waren anders als alles, was ich bisher auf dem Mars gesehen hatte. Und dann konnte ich durch die Bäume hindurch den auf dem Mar

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