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Die Jahre der Toten Roman von Recht, Z. A. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.07.2012
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Die Jahre der Toten

Das Ende der Welt ist erst der Anfang!
Ein Virus - so tödlich, dass Ebola dagegen wie ein leichter Schnupfen wirkt - rafft die amerikanische Bevölkerung in Rekordgeschwindigkeit dahin. Als ob das noch nicht schlimm genug wäre, kehren die an der Krankheit Verstorbenen zurück, bedrohen die wenigen Überlebenden und hinterlassen eine Spur des Chaos und der Verwüstung. In der zerstörten Zivilisation gilt nun nur noch eine Regel: Überleben, koste es, was es wolle! Die letzte Hoffnung der Regierung ist eine strategisch geplante Militäroperation. Als diese scheitert, breitet sich das Virus über den gesamten Erdball aus und der Untergang der Menschheit hat begonnen ...

Z. A. Recht, Schriftsteller und Amateurhistoriker, hat mit seines Romanen um den Morgenstern-Virus und die Untoten weltweit eine große Fangemeinde begeistert. Er starb 2009 im Alter von 26 Jahren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 09.07.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641082871
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Plague of the Dead
    Größe: 1006 kBytes
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Die Jahre der Toten

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E-Mail-Fenster

Von: Anna Demilio

An: Francis Sherman

Datum: 2. September 2006, 10:24:32

Betr.: Epidemiologische Empfehlungen bez. neuer Funde / Aktueller Ausbrüche / Spez. ländl. Bereich

Die Anfangsstadien einer Epidemie sind so dezent wie die ersten Symptome der Erkrankung. Zu ersten Ausbrüchen kommt es an abgelegenen Orten, in naher Umgebung des die Krankheit hervorrufenden Virus oder Bakteriums. Die Todesfälle halten sich in Grenzen und ebenso die Vorsichtsmaßnahmen. Eine kleine Anzahl von Toten ist die Zeit und Aufmerksamkeit des CDC 1 oder des USAMRIID 2 nicht wert, da sich fast alle Ausbrüche dieser Art innerhalb von ein bis zwei Wochen von selbst erledigen. Die meisten tödlichen Krankheiten kommen aus dem afrikanischen Dschungel, und zum Glück ist das Land dort nur spärlich bevölkert. Dörfer sind durch kilometerweite unbewohnbare Regenwälder voneinander getrennt, was jede Reise dorthin zu einem Alptraum macht, und die meisten Straßen sind nicht mehr als verschlammte Schlaglöcher. Während meiner letzten Expedition in die Regionen des Kongo sind unsere Geländewagen so oft stecken geblieben, dass ein Fußmarsch fast einfacher gewesen wäre. Solche Zustände führen zu einer ausgezeichneten natürlichen Abwehr der Verbreitung von Seuchen. Viele afrikanische Dörfer verordnen sich in solchen Fällen Selbstisolation: Man blockiert die Straßen mit Baumstämmen und stellt Wachen an den Ortsrändern auf, die alle Fremden fernhalten, bis die Seuche abgeklungen ist.

Die fortschrittlichen Verfahren von heute machen solche praktischen Schritte schwieriger durchführbar.

Auf unserem interkontinentalen Flug- und Reiseroutennetz kann ein einzelner Infizierter eine Krankheit in wenigen Stunden auf dem gesamten Planeten verbreiten. So sind die Möglichkeiten: Wenn ein mit Ebola Zaire infizierter Mensch ein Flugzeug von Mombasa nach Rom besteigt, infiziert er vielleicht ein, zwei Reisegefährten. Er und die Neuinfizierten steigen vielleicht in Rom nach Moskau, London und Paris um, wobei jeder dieser Menschen auf dem nächsten Teilstück seiner Reise erneut ein, zwei Personen ansteckt. Wenn diese Neuinfizierten die Krankheit auf ihrer Reise erneut weitergeben, sieht man leicht, dass es nur eine Frage von Stunden ist, bis sich die Seuche über den ganzen Kontinent verbreitet hat. Bei diesem Beispiel haben wir uns für das Ebola-Zaire-Virus entschieden, weil es eine Inkubationszeit von etwa einer Woche hat. In diesem Zeitraum kann der Infizierte die Krankheit verbreiten, ohne selbst irgendwelche Symptome zu zeigen. Erst nach etwa sieben Tagen leidet er dann an Kopfweh. So kann eine verheerende Krankheit wirkungsvoll über ganze Völker herfallen. An dem Tag, an dem der Überträger sich krank fühlt, können schon Tausende das Virus in ihrem Blutkreislauf haben.

Deswegen empfehle ich, dass die Richtlinien für den internationalen Reiseverkehr auf der Liste der regierungsamtlichen Reformen ganz nach oben verschoben werden. Aus fremden Ländern zurückkehrende Reisende sollten auf akzeptable Weise aufgehalten werden, um die Möglichkeit einer Verseuchung zu observieren. Sollte dies inakzeptabel sein, sollten internationale Rückkehrer allerwenigstens einer Musterung unterzogen werden, bevor ihnen die Rückkehr ins Land erlaubt wird. Als Beispiel möchte ich die Entdeckung des Ebola-Reston-Virus in Virginia anführen. Man stelle sich kurz vor, dies wäre kein neuer Erregerstamm gewesen, sondern vielmehr einer der alten Sudan- oder Zaire-Abarten.

Als eher private Anmerkung möchte ich hinzufügen, dass die Zahl der jedes Jahr neu entdeckten Krankheiten ebenso stetig ansteigt wie die unserer Auslandsreisen und technischen Fähigkeiten. Während die meisten dieser Krankheiten jedoch harmlos oder parasitärer Natur

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