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Die Kelewan-Saga 2 Dienerin des Imperiums von Feist, Raymond (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.06.2016
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die Kelewan-Saga 2

Während der Spaltkrieg mit Midkemia sich seinem Ende zu nähern scheint, tobt zwischen den kelewanischen Adelshäusern Acoma und Minwanabi ein erbitterter Kampf. Mara von Acoma hat ihre Durchsetzungsfähigkeit und ihren Kampfgeist bewiesen, doch sie wird von Schwarzer Magie und Attentätern bedroht. Aber ihr Erzfeind, der rachedürstende Lord Desio von den Minwanabi, rechnet nicht mit einem vermeintlichen midkemischen Sklaven, der zu Mara in einer ganz besonderen Beziehung steht und sich beim Kampf gegen Lord Desio als Maras größter Trumpf erweisen könnte ... Raymond Feist wurde 1945 in Los Angeles geboren und lebt in San Diego im Süden Kaliforniens. Viele Jahre lang hat er Rollenspiele und Computerspiele entwickelt. Aus dieser Tätigkeit entstand auch die fantastische Welt seiner Romane: Midkemia. Die in den 80er Jahren begonnene Saga ist ein Klassiker des Fantasy-Genres, und Feist gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Fantasy in der Tradition Tolkiens.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 20.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641190934
    Verlag: Blanvalet
    Größe: 2979 kBytes
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Die Kelewan-Saga 2

Eins


Sklave

Der Wind wurde schwächer.

Staub wirbelte in kleinen Wölkchen auf und legte sich in einer feinen Schicht auf die Palisade, die den Sklavenmarkt umgab. Trotz der unsteten Windböen war die Luft heiß und stickig und behielt ihren eigentümlichen Gestank - eine Mischung aus dem Geruch eingepferchter und ungewaschener Menschen, in den Fluss geleiteter Abwässer und der Abfälle, die gleich hinter dem Markt auf einer Müllkippe verrotteten.

Mara saß abgeschirmt hinter den Vorhängen ihrer in hellen Farben lackierten Sänfte; sie wedelte sich mit einem duftenden Fächer Luft zu. Falls der Geruch ihr zu schaffen machte, zeigte sie es zumindest nicht. Die Herrscherin der Acoma gab ihrer Eskorte das Zeichen anzuhalten. Die Soldaten in den grünlackierten Rüstungen blieben stehen, und schwitzende Träger setzten die Sänfte ab.

Ein Offizier mit dem Federbusch eines Truppenführers reichte Mara die Hand und half ihr aus der Sänfte. Ihre Wangen waren leicht gerötet, doch Lujan wusste nicht zu sagen, ob von der Hitze oder noch immer von dem Streit, der ihrem Aufbruch vom Herrenhaus vorausgegangen war. Jican, der Verwalter ihrer Güter, hatte den größten Teil des Morgens versucht, sie mit heftigen Einwänden vom Erwerb seiner Meinung nach völlig wertloser Sklaven abzubringen. Sie hatte die Diskussion schließlich beendet, indem sie ihm befohlen hatte zu schweigen.

Mara wandte sich an ihren Truppenführer. "Lujan, Ihr begleitet mich. Die anderen sollen hier warten." Die Schärfe in ihrer Stimme ließ Lujan auf die Scherze verzichten, mit denen er gelegentlich die Grenzen des zulässigen Protokolls strapazierte. Seine wichtigste Aufgabe war jedoch ohnehin, sie zu schützen, und da er den öffentlichen Sklavenmarkt in dieser Hinsicht für einen wenig geeigneten Ort hielt, wandte er seine Gedanken rasch den Fragen der Sicherheit zu. Während er nach Anzeichen suchte, die auf eine Störung oder irgendwelchen Ärger hinwiesen, kam er zu dem Schluss, dass Mara die Meinungsverschiedenheit mit Jican vergessen würde, solange sie sich mit ihrem neuesten Plan beschäftigte. Und daher würde es ihr nicht gefallen, Einwände zu hören, mit denen sie bereits innerlich abgeschlossen hatte.

Lujan wusste, was seine Herrin auch tat, es diente alles dem Ausbau ihrer Position im Spiel des Rates, dem Herzstück tsuranischer Politik. Das Überleben und die Stärkung des Hauses der Acoma war ihr unablässiges Ziel, das sie nie aus den Augen verlor. Feinde wie Freunde hatten lernen müssen, dass sich das einst unerfahrene junge Mädchen zu einer äußerst talentierten Teilnehmerin am tödlichen Spiel entwickelt hatte. Mara war der Falle entwischt, die Jingu von den Minwanabi, der alte Feind ihres Vaters, ihr gestellt hatte. Statt dessen hatte sie erfolgreich ihre eigenen Pläne verfolgt und Jingu gezwungen, sich in Schande das Leben zu nehmen.

Doch wenn auch der Triumph Maras gegenwärtig das Gesprächsthema bei den Edlen im Kaiserreich bildete, hatte sie selbst sich kaum die Zeit gegönnt, die Früchte ihres Aufstiegs zu genießen. Der Tod ihres Vaters und ihres Bruders hatte das Haus der Acoma bis an den Rand völliger Vernichtung getrieben. Jetzt machte Mara sich daran, das Überleben der Acoma abzusichern, umso künftigen Gefahren besser begegnen zu können. Was geschehen war, lag hinter ihr, und dabei zu verweilen barg das Risiko, unvorbereitet überrascht zu werden.

Zwar war der Mann, der den Tod ihres Vaters und ihres Bruders befohlen hatte, schließlich selbst gestor

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