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Die Kirschbaumrose von Amon, Sasema (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.04.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Die Kirschbaumrose

Die Kirschbaumrose birgt ein tödliches Geheimnis: das Tor zu parallelen Welten. In den falschen Händen jedoch ist sie eine tödliche Waffe.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 200
    Erscheinungsdatum: 14.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741247415
    Verlag: Books on Demand
    Serie: IFCFR .1
    Größe: 267kBytes
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Die Kirschbaumrose

, der Titel eines Liedes, das gerade lief, als ich seit Jahren endlich mal wieder betrunken war. Der Test dieses Liedes bezog sich auf die Einkehr zu Gleichgesinnten in die Unterwelt, da im Diesseits die Einsamkeit ein weit verbreitetes Phänomen war. Als Taxifahrer hat man ja bekanntlich die alles beschränkende 0,0 Promillegrenze. Bezüglich der Gefahr des Restalkohols zog ich es vor, abstinent zu bleiben. Bereits das zweite Glas Rotwein hinterließ deshalb ein deutliches Gefühl von Kontrollverlust. Sebastian war geschäftlich unterwegs und wollte Abends wieder kommen. Ich hatte eigentlich gar nicht vorgehabt, mich zu betrinken. Aber das allein sein in dieser Wohnung mit einem zweifach vergebenen Herzen war mir nüchtern schier unerträglich. Ich war hin und her gerissen, zwischen ihm und ihr, und zweifelte an allem und jedem, inklusive mir selbst. Erst dachte ich, sobald er wieder bei mir ist, kann ich wieder vergessen. Doch ich wusste bald, dass dem nicht so ist. Also ertränkte ich meinen Kummer. War es tatsächlich erst ein paar Tage her? Konnte ich so kalt sein?

Ich hatte bereits die ganze Flasche Rotwein geleert, konnte kaum noch stehen, oder klar denken. Ich schaltete mühsam mein Handy ein, und rief einen Kollegen an, um mich abzuholen. Ich ließ mich an den Ort fahren, an dem Naemi verschwunden war und schickte ihn weg. Als ich die Lichtung erreichte, brach ich weinend und schreiend zusammen. Ich schrie alles aus mir heraus. Ich weinte um sie und sehnte mich nach ihm. Wie lange ich dort blieb, weiß ich nicht mehr. Irgendwann, als es längst dunkel war, ließ die Wirkung des Alkohols nach, und ich schleppte mich in Richtung Straße. Als ich diese erreichte, versuchte ich am Straßenrand entlang zu gehen. Mehrmals stolperte ich, zuletzt wollte ich einfach nicht mehr aufstehen. Gerade in diesem Moment hielt ein Auto neben mir.

Der Fahrer stieg aus, rannte auf mich zu und rief meinen Namen. Es dauerte einige Zeit, bis ich erkannte wer es war. Es war Sebastian. Die Erleichterung, die ich spürte, als ich wieder in seinen Armen lag, war unbeschreiblich. Ich fühlte meinen Kopf klarer werden, Trost und Geborgenheit.

Die Tage darauf ließ er mich nicht mehr aus den Augen. Ich begab mich ganz in seine Obhut, in seine Wohnung, und sein Leben. Ich versuchte bei der Polizei Informationen über Naemi zu bekommen, doch niemand wollte mir Auskunft geben. Für mich war und blieb sie tot. Ich wusste irgendwie, dass es bei ihr anders war. Der nächste zwölfte würde keine Leiche auf einem Kreuz zu bieten haben. Meine Gefühle waren in diesen Tagen stumpf, taub, und mit der Zeit begann ich zu begreifen, dass sie wirklich fort war. Ich versuchte alles, um mich abzulenken. Immer wenn Sebastian nicht da war, fing ich an in seinen Büchern herum zu stöbern. Es waren viele sehr alte darunter, in Leder gebunden, manche sogar handschriftlich verfasst. Eines davon erregte meine besondere Aufmerksamkeit. Es war schwarz und trug weder Titel noch Verfasser. Doch auf der ersten Seite stand ein Satz auf Latein: .

Seit zwei Monden habe ich nun das Schreiben verweigert. Doch heute ist etwas geschehen, dass eine Erwähnung wert ist. Durch meine Meditationen bin ich auf dem Wege der geistigen Reinigung. Ich erinnere jede Einzelheit meines bisherigen Lebens. Besonders den Moment, indem ich dich verlor. Doch während der Meditation heute, in der ich fragte, wo du zu finden bist, hatte ich eine Vision. Ich sah dich in einer Welt, in der ich nur fremdartiges erfühlte. Die mir unbekannt war, und doch hätte es die meine sein können. Sie glich in Struktur und allem Materiellem der meinen, aber die Menschen dort waren anders. In sich von gleicher Voraussetzung, glichen sie denen in meiner Welt zwar im Charakter und auch äußerlich sehr, nur waren ihre Erfahrungen und demnach ihre Handlungsweisen unterschiedlich. Sowohl ihre Motivation, etwas zu tun, als auch ihre Ge

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