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Die Kobolde von Witzko, Karl-Heinz (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.03.2014
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
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Die Kobolde

Action, Humor und wahnwitzige Verwicklungen - endlich der große Roman über das geheimnisvollste, gemeinste und zugleich liebenswerteste Volk der Fantasy! Wir Menschen hassen Kobolde. Aber das beruht auf Gegenseitigkeit! "Die Kobolde" ist der unwiderstehliche Spaß für alle, die von Elfen, Trollen und anderem Gewürm die Nase voll haben. Der Kobold Brams und seine Gefährten sind im Wechselbalggewerbe tätig. Mithilfe ihrer Assistentin Tür, die ihren Namen zu Recht trägt, treten sie in die Menschenwelt und rauben dort Tiere und Großmütter. Diese werden durch bösartige Wechselbälger ersetzt. Doch in letzter Zeit gestalten sich die Missionen gefährlicher - die Tür wird immer unzuverlässiger. Und dann lässt sie die Kobolde beim letzten Raubzug in der Menschenwelt zurück. Ein unvorstellbares Abenteuer beginnt ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 28.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955303617
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 2474 kBytes
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Die Kobolde

2. Willkommen zu Hause, Brams!

Im Koboldland-zu-Luft-und-Wasser war es gerade Mittagszeit. Die Sonne schien auf lose gruppierte Häuser, die durch Felder und Beete voneinander getrennt und durch schmale Wege miteinander verbunden wurden. Manche Häuser erinnerten an Baumstrünke, Pilze oder verwelkte und zusammengerollte Blätter vom letzten Herbst, andere an aufeinandergestapelte Kiesel oder halb aus dem Boden gezogene Rüben mit üppigem Kraut. Hin und wieder waren die Wege kniehoch mit Laub bedeckt. Um diese Stellen machten Brams und seine Begleiter wohlweislich einen Bogen, da sie wußten, daß das Laub nicht zufällig dort lag, sondern etwas verbarg, was zu einem Streich gehörte, der auf ein Opfer wartete. Oft genug sollte dieser Eindruck allerdings auch nur zum Schein erweckt werden, um die Wachsamkeit der Vorübergehenden einzuschläfern.

Die Tür hatte darum gebeten, in ihrer Stammkneipe abgesetzt zu werden. Sie trug den Namen Zum fein geölten Scharnier und sah aus wie ein großer Backstein. Links und rechts des Eingangs lehnten zwei eisenbeschlagene Eichentüren. Die beiden waren die Rausschmeißer der Schenke und hatten die Aufgabe, unerwünschten Gästen den Zutritt zu verwehren. Darunter verstanden sie im wesentlichen "Kobolde in Alltagslaune oder gar in beschwingter Stimmung". Brams fand diese Regelung vernünftig. Seines Erachtens mußte ein Kobold völlig niedergeschlagen sein, um sich in dem abweisenden Gemäuer wohl fühlen zu können, in dem es ständig unheimlich knarrte und quietschte und - bösen Zungen zufolge - die Türen sich angeblich gegenseitig verstohlen ihre Knaufe zeigten.

Nachdem die Tür zum Fein geölten Scharnier gebracht worden war, verabschiedeten sich Riette und Hutzel, da ihre Anwesenheit nicht weiter vonnöten war. Rempel Stilz, der das Müllerkind trug, kam noch bis zum Krämer mit.

Das Haus des Krämers wurde von einem großen, blau und grün gestreiften Zelt verborgen. Der Besitzer hatte es um sein ursprüngliches Heim herum aufgeschlagen, da er zwar die Annehmlichkeiten seines gewohnten Zuhauses weiterhin genießen, aber auch gleichzeitig in einem Zelt wohnen wollte. Einmal im Jahr wurden seine Nachbarn an das Haus im Zelt erinnert, nämlich dann, wenn der Krämer die Zeltplanen zum Waschen abnahm.

Über dem Zelteingang hing ein Schild. Ursprünglich war darauf Abrechnungen und anderer Kram zu lesen gewesen. Doch dann hatte jemand die erste Silbe durchgestrichen, so daß die Schrift für eine Weile verkündete: Rechnungen und anderer Kram. Das wiederum war eines Tages in die vorläufig letzte Inschrift geändert worden: Rechenkrämer.

Vor dem Zelt stand eine Theke. An ihrem Ende saßen Erpelgrütz und Mopf, die beiden Gehilfen des Rechenkrämers, und würfelten. Ihre Kapuzenmäntel waren grün-blau wie das Zelt. Jedesmal, wenn jemand an ihnen vorbeiging, sprang einer von beiden auf und schrie erregt den anderen an: "Was wagst du mich nicht zu betrügen, du Klump! Dir will ich gleich etwas borgen!"

Worauf sich der andere zu verteidigen pflegte: "Meiner Treu du Gurke! Ich Möhre bei allem, was mir eilig ist: Mein Spiel war völlig unehrlich!"

Als die beiden Gehilfen Brams und Rempel Stilz erkannten, erhoben sie sich ebenfalls von ihrer Bank, doch dieses Mal ohne sich gegenseitig zu beschuldigen.

"Welche Überraschung! Der Bramsel und der Rempler. Da seid ihr ja wieder! Und, wie lief's?"

"Wie sollte es laufen?" erwiderte Rempel Stilz und legte das immer noch friedlich am Daumen nuckelnde Müllerkind auf die Theke. "Alles innerhalb der Spezifikat

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