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Die Landung Ein Darkover Roman von Bradley, Marion Zimmer (eBook)

  • Verlag: Edel Elements
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Die Landung

Bestsellerautorin Marion Zimmer Bradley ('Die Nebel von Avalon') hat mit dem opulenten Darkover-Zyklus eine einzigartige Romanreihe geschaffen: Die fesselnde Geschichte einer geheimnisvollen fremden Welt und ihrer Bewohner ist Kult! Dieser Roman erzählt, wie alles begann... Ein terranisches Raumschiff wird von einem verheerenden Sturm erfasst und Tausende von Lichtjahre entfernt in einen unerforschten Teil der Galaxie geschleudert. Bei der Notlandung wird das Raumschiff so schwer beschädigt, dass der Besatzung nur eine Chance bleibt: den Kampf ums Überleben auf diesem geheimnisvollen Planeten unter der blutroten Sonne aufzunehmen. Ein Planet, den ihre Nachfahren eines Tages Darkover nennen werden!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 252
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955305918
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 1035 kBytes
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Die Landung

1

D ie Landeausrüstung war beinahe noch die geringste ihrer Sorgen; doch es war ein schwieriges Problem, hinein- und hinauszukommen. Das große Sternenschiff lag in einen Fünfundvierziggradwinkel gekippt, die Ausstiegsleitern und Rutschen kamen nirgends auch nur in die Nähe des Bodens, und die Luken führten ins Nichts. Noch war nicht aller Schaden eingeschätzt - nicht einmal annähernd - doch sie nahmen an, dass etwa die Hälfte der Mannschaftsquartiere und drei Viertel der Passagiersektionen unbewohnbar waren.

Schon war eilends ein halbes Dutzend kleiner, einfacher Unterkünfte sowie das zeltähnliche Notlazarett auf der großen Lichtung errichtet worden. Sie waren größtenteils aus Plastikplanen und den harzigen Stämmen der einheimischen Bäume gefertigt, welche mit den Kreissägen und der Holzfällerausrüstung aus den Versorgungsbeständen für die Kolonisten geschlagen worden waren. Dies alles hatte entgegen Captain Leicesters ernsthaften Protest stattgefunden; er hatte sich nur einer Spitzfindigkeit gefügt. Solange das Schiff im Raum war, galten ausschließlich seine Befehle, auf einem Planeten jedoch hatte das sogenannte Koloniale Expeditionskorps die Leitung inne.

Die Tatsache, dass dies hier nicht der richtige Planet war - das war eine Spitzfindigkeit, womit sich niemand fertig zu werden für fähig gehalten hatte ... bis jetzt.

Es war, überlegte Rafael MacAran, während er auf dem niederen Gipfel stand, der über das Raumschiff aufragte, ein schöner Planet. Jedenfalls das, was sie davon sehen konnten, was überhaupt nicht viel war. Die Schwerkraft war ein wenig geringer als diejenige der Erde, was an sich für jeden auf der Erde Geborenen und dort Aufgewachsenen ein gewisses Gefühl des Wohlbefindens und der Euphorie bedeutete. Niemand, der - wie Rafael MacAran - auf der Erde des 21. Jahrhunderts aufgewachsen war, hatte je zuvor eine so süße und würzige Luft geschmeckt oder ferne Hügel durch einen solch klaren, strahlenden Morgen gesehen.

Die Hügel und die fernen Berge erhoben sich in einem offenbar endlosen Panorama rings um sie her, Wellenkamm hinter Wellenkamm, und verloren mit der Entfernung allmählich an Farbe, verwandelten sich zuerst in ein blasses Grün, dann in ein schwächeres Blau und schließlich zu blassestem Violett und Purpur. Die große Sonne glühte tiefrot, die Farbe von vergossenem Blut, und an diesem Morgen hatten sie die vier Monde gesehen, die gleich großen, bunten Juwelen an den Hörnern der fernen Berge hingen.

MacAran stellte sein Bündel ab, zog den verstellbaren Theodoliten hervor und machte sich daran, das Stativ aufzuklappen. Er bückte sich, justierte das Instrument und wischte sich daraufhin den Schweiß von der Stirn. Gott, wie heiß es nach der grimmigen Eiseskälte der letzten Nacht und nach dem plötzlichen Schneesturm zu sein schien, der so rasend schnell von der Bergkette heruntergefegt war, dass ihnen kaum Zeit geblieben war, Schutz zu suchen. Und jetzt, als er seinen Nylonparka auszog und die Stirn abtupfte, lag der Schnee in schmelzenden Rinnsalen ausgebreitet.

Er richtete sich auf und blickte sich nach geeigneten Horizontpunkten um. Dank des neuen Höhenmesser-Modells, das vier unterschiedliche Gravitationsebenen kompensieren konnte, wusste er bereits, dass sie sich etwa tausend Fuß über dem Meeresspiegel befanden - oder was dem Meeresspiegel entsprach; falls es auf dieser Welt überhaupt irgendwelche Meere gab, wessen sie sich noch nicht sicher sein konnten. In der Anspannung und den Gefahren der Bruchlandung hatte außer dem weiblichen Dritten Offizier niemand einen klaren Blick auf den im Raum schwebenden Planeten werfen können, und sie war zwanzig Minuten nach dem Aufprall gestorben, noch während die anderen die Leichen aus den Trümmern der Brücke geborgen hatten.

Sie wussten, dieses System umfasste drei Planeten: Einer war ein übergroßer Riese aus gefrorenem Methan, der andere ein kleiner, kahler Felsbrocken, von seine

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