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Die letzte Königin - Das Feuer erwacht von King, Emily R. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.08.2019
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Die letzte Königin - Das Feuer erwacht

Um ihr Volk zu retten, muss sie ihre Liebe und ihr Leben aufs Spiel setzen! Nach dem Tod des Tyrannen Tarek ist Kalinda auf der Flucht vor dem verräterischen Rebellenführer Hastin. Dieser möchte die uralte Schrift der Elementmagier an sich reißen, die in Kalindas Obhut ist. Die junge Frau sucht Zuflucht im benachbarten Königreich, doch dort wird sie von ihrem Geliebten Deven getrennt und gerät in ein Netz von Intrigen, Verrat und Versuchung. 'Emily R. King schreibt so lebendig, dass ihre Welt für den Leser zur Realität wird.' FRESH FICTION Band 2 der Reihe Emily R. King ist in Kanada geboren, lebt aber inzwischen in den USA. Sie liebt Gummibärchen, ihre vier wundervollen Kinder und setzt sich für die Rettung der Haie ein. Sie lebt in Utah mit ihrer Familie und einer übellaunigen Katze.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 360
    Erscheinungsdatum: 30.08.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736310360
    Verlag: LYX
    Originaltitel: The Fire Queen
    Größe: 1231 kBytes
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Die letzte Königin - Das Feuer erwacht

KAPITEL 1

KALINDA

Der Tod hat einen üblen Geruch, und ich meine nicht den von verwesendem Fleisch, sondern den bitteren Rauchgeruch, der sich auf meine Haut legt. Eine größer werdende Rußwolke verdunkelt die Nachmittagssonne, ein Schmutzfleck aus Aschepartikeln, der wie eine Opfergabe gen Himmel steigt. Ein trostloser Wind, heiß wie der Atem eines Drachen, hüllt unsere Karawane in schwarze Flocken.

Oh, ihr Götter. Nicht schon wieder.

Ich schnalze mit der Zunge und drücke die Fersen in die Flanken meines Kamels. Es reagiert darauf mit einem müden Grunzen. Ich stoße kräftiger, und das Tier setzt sich in Bewegung, seine Hufe knistern im vertrockneten Gras, das so gelb ist wie der Vollmond im September. Die tief stehende Sonne brennt auf uns herab und versengt das Land.

Wir erreichen die Anhöhe, und ich bringe das Tier zum Stehen, um das ganze Ausmaß der Zerstörung zu betrachten. Schwarzer Rauch steigt vom Dach des Tempels auf und verschleiert die goldenen Hügel in der Ferne, rote Flammen schlagen aus den eingestürzten Mauern und dem gepflasterten Vorhof.

Ein weiterer Tempel der Bruderschaft wurde in Schutt und Asche gelegt.

Deven beugt sich vor, bis seine Brust fast meinen Rücken berührt. "Großer Anu", höre ich seine Stimme, "sie sind uns schon wieder zuvorgekommen."

Mathura und Brac halten ihr Kamel neben uns an. Als wir Vanhi verließen, hatten wir ein weiteres Kamel, aber Mathuras Reittier hat schon vor Tagen vor Erschöpfung zu lahmen begonnen. Nachdem sie mehr als zwei Jahrzehnte ausschließlich im Palast gelebt hat, betrachtet die würdevolle Kurtisane die Welt außerhalb der Mauern mit kindlicher Verwunderung, doch ihr düsterer, ernster Blick lässt ihr schönes Gesicht älter erscheinen. Brac, ihr Sohn und ein Feuerwesen, wickelt sein Tuch ab und kratzt sich seinen rötlich braunen Haarschopf. Seine goldenen Augen sind vor Müdigkeit gerötet. Der Staub unserer beinahe zwei Monate dauernden Reise klebt an ihm, klebt an uns allen. Die Bluse, die ich unter meinem Sari trage, kratzt an meinem Rücken, wo Schweiß und Dreck sich gesammelt haben.

Yatin und Natesa schließen zu uns auf. Ihr Kamel hat mit Yatins Gewicht zu kämpfen. Natesa, die in den Rangkämpfen meine Herausforderin war, starrt auf die schwelenden Überreste des Tempels. Yatin schüttelt betroffen den Kopf. Selbst die vielen Jahre als Soldat haben ihn nicht auf solch eine rücksichtslose Zerstörung vorbereitet.

Ich schiebe mein Kinn vor und spüre einen Kloß im Hals. "Lasst uns hinunterreiten."

"Haltet nach Überlebenden Ausschau", befiehlt Deven.

Wir treiben unsere Kamele wieder an, hinein in die Rauchschwaden. Auf der nächsten Anhöhe halten wir und nehmen die Tempelanlage genauer in Augenschein.

"Hauptmann", sagt Yatin mit seiner tiefen grollenden Stimme, "wollt Ihr, dass ich das Gelände erkunde?"

"Das dürfte nicht nötig sein", antwortet Deven und presst die Lippen aufeinander.

Ich folge seinem Blick hin zu dem geschlossenen, verriegelten Tor. Genau der gleiche Anblick wie bei den beiden letzten Tempeln der Bruderschaft. Alle Angehörigen der Gemeinschaft, Brüder und Anwärter, hat man in den Gebäuden eingeschlossen und diese dann in Brand gesetzt. Die wütenden Flammen haben alles in einen brennenden Sarkophag verwandelt. Kein Einziger hat überlebt.

Die Tränen reinigen meine Augen von dem beißenden Rauch. Deven beugt sich nach vorn, presst seine Brust gegen meinen Rücken und schlingt die Arme um mich. Ich schmiege mich an ihn, zu bestürzt, um seine plötzliche Zärtlichkeit zu hinterfragen. Seit wir Vanhi verlassen haben, hat er sich mir gegenüber immer reservierter verhalten. Ich sehne mich nach unserer früheren Leichtigkeit, doch wir sind beide erschöpft von der Flucht.

Seit Rajah Tarek mich zu seiner letzten Braut erwählt hat, ist nichts mehr, wie es einmal war. Um meine Stellung als seine hundertste und letzte Rani zu sichern,

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