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Die letzte Königin - Das schlafende Feuer von King, Emily R. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.02.2019
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Die letzte Königin - Das schlafende Feuer

Sie kämpft für ihre Liebe und das Schicksal ihres Volkes! Die achtzehnjährige Kalinda ist behütet bei der Heiligen Schwesternschaft aufgewachsen. Doch ein Besuch des Tyrannen Rajah Tarek reißt sie abrupt aus ihrem friedlichen Leben heraus. Sie soll die hundertste Ehefrau des Herrschers werden - ein Platz, den sie gegen die anderen Ehefrauen und Kurtisanen Tareks im Zweikampf verteidigen muss. Ihr einziger Trost in der feindseligen Welt des Hofes ist ihr junger Leibwächter Deven Naik. Ihn zu lieben ist ihr verboten, doch Kalinda begreift schon bald, dass sie niemals die Frau des grausamen Tarek sein kann. Ihre einzige Chance liegt in der verborgenen Macht, die tief in ihr schlummert ... 'Oh mein Gott, dieses Buch war genial! Emily R. King hat eine Welt voller Magie, Romantik und atemberaubender Kämpfe geschaffen.' TWO CHICKS ON BOOKS BLOG Band 1 von 'Die letzte Königin' Emily R. King ist in Kanada geboren, lebt aber inzwischen in den USA. Sie liebt Gummibärchen, ihre vier wundervollen Kinder und setzt sich für die Rettung der Haie ein. Sie lebt in Utah mit ihrer Familie und einer übellaunigen Katze.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 383
    Erscheinungsdatum: 28.02.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736309210
    Verlag: LYX
    Originaltitel: The Hundredth Queen
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Die letzte Königin - Das schlafende Feuer

KAPITEL 1

Schneebedeckte Berge ragen in den aschgrauen Himmel, ihre kantigen Gipfel sind perlmuttfarben wie Wolfszähne. Der kalte Wind ist beißend auf meinen bloßen Wangen und ungeschützten Händen. Der eisige Innenhof des Tempels ist verwaist, keine der anderen Töchter und Schwestern, die hier wohnen, ist zu sehen. Nur meine beste Freundin ist bei mir.

"Schlag mich hierhin", fordert Jaya mich auf und zeigt auf ihren Hals.

Ich lege die Stirn in Falten und umklammere die Bambusstange.

"Ich habe das schon tausendmal mitgemacht", sagt sie. "Vertrau mir, Kalinda."

Jaya ist die einzige Tochter im Tempel, der ich wirklich vertraue, also hole ich mit dem Stock aus und ziele auf ihre Halsschlagader. Sie packt den Stock mit beiden Händen und macht einen Satz zurück. Weil ich das andere Ende noch immer festhalte, werde ich mitgerissen, mache dabei eine leichte Drehung. Jaya zerrt an dem Stock, entreißt ihn mir und lässt das lange Ende auf meine Schulterblätter herabsausen. Der Schlag der Bambusstange erzeugt einen hohlen Knall, und ich sinke auf die Knie in den Schnee.

Jaya richtet sich zu ihrer vollen Größe auf. Sie ist einen Kopf kleiner als ich. "Du hättest loslassen sollen."

Ich beiße die Zähne zusammen. Jaya ist nicht hämisch. Sie weiß, dass ich dieses Manöver meistern muss, eines von mehreren, die ich bereits beherrschen sollte und auch beherrschen würde, hätte ich nicht jahrelang in einem Krankenbett gelegen. Inzwischen geht es mir gut, auch wenn man es meinen Kampfkünsten nicht ansieht.

Ich stehe auf, und mein Rücken brennt beinahe genauso wie mein verletzter Stolz. "Noch mal."

Jaya gibt mir die Stange und reibt sich die Hände, damit sie warm werden. Ich muss in einem meiner früheren Leben etwas Außergewöhnliches getan haben, dass mich die Götter mit solch einer Freundin belohnen. Sie harrt so lange hier draußen in der Kälte aus, wie ich möchte, den winterlichen Launen der Alpana-Berge ausgesetzt.

Ich schwinge den Stock erneut. Jaya packt ihn und zieht kräftig daran, ohne zu zögern oder ihre Kraft zu drosseln. Ich lasse nicht los, wir umklammern beide die Stange, stehen uns von Angesicht zu Angesicht gegenüber, während sich unsere silbrigen Atemwölkchen in der froststarren Luft vermischen. Mein Verstand ist wie gelähmt. Ich kann mich daran erinnern, welches Buch ich zuletzt gelesen und was ich zuletzt gezeichnet habe, aber ich weiß nicht mehr, was ich als Nächstes tun soll.

"Dreh ihn ganz schnell und zieh", hilft mir Jaya auf die Sprünge.

Ich drehe den Stock so schnell ich kann. Jayas Handgelenke können sich nicht mitdrehen, weshalb sie gezwungen ist, loszulassen. Endlich habe ich die Oberhand. Ich ramme ihr das kurze Ende der Stocks gegen die Brust. Sie kippt nach hinten und rutscht auf einem Stück Eis aus. Ich packe ihren Arm, bevor sie stürzt.

"Entschuldige", sagte ich. "Ich hätte dich warnen sollen."

"Ich hätte das Gleiche getan." Jaya zieht einen Mundwinkel hoch. "Ich hätte dich fallen lassen."

Das war nur gerecht. Ich darf morgen bei meiner ersten Eignungsprüfung nicht unvorbereitet sein, oder meine Gegnerinnen lachen mich aus dem Ring. Mit den jüngeren Mädchen auf Anfängerniveau zu trainieren und mich dann von ihnen schlagen zu lassen, war schon demütigend genug. Vor zwei Tagen habe ich dann endlich meinen Kampf gewonnen und bin in meine Altersgruppe aufgerückt, aber im Vergleich mit den anderen Achtzehnjährigen bin ich noch immer ziemlich unerfahren.

Ich streiche mir mit dem Handrücken über die Stirn und bin erleichtert, dass sie kühl ist. Seit Heilerin Baka ein Tonikum gebraut hat, das mein chronisches Fieber senkt, hat sich mein gesundheitlicher Zustand verbessert, doch ich muss viel nachholen und großes Geschick beweisen.

"Bereit für eine weitere Runde?", frage ich.

Jaya streicht sich ihr tiefschwarzes Haar aus den Augen und nimmt mir die Stange aus der Hand. "Mal sehen, ob

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