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Die letzten Wächter Roman von Lukianenko, Sergej (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.03.2015
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Die letzten Wächter

Eine einzigartige Mischung aus Horror und Fantasy Von Tausenden Fantasy-Fans sehnsüchtig erwartet, legt Bestsellerautor Sergej Lukianenko mit Die letzten Wächter nun endlich das atemberaubende Finale zu seiner Wächter- Serie vor, der legendären Saga um die "Anderen" - Vampire, Hexen, Magier, Gestaltwandler -, die seit Jahrhunderten unerkannt in unserer Mitte leben. Längst ist der fragile Waffenstillstand zwischen den Mächten des Lichts und der Dunkelheit nichtig geworden, und auf den Straßen herrscht offener Krieg. Als die Stunde der finalen Schlacht gekommen ist, entscheidet sich das Schicksal der Welt endgültig. Sergej Lukianenko, 1968 in Kasachstan geboren, studierte in Alma-Ata Medizin, war als Psychiater tätig und lebt nun als freier Schriftsteller in Moskau. Er ist der populärste russische Fantasy- und Science-Fiction-Autor der Gegenwart, seine Romane und Erzählungen wurden mehrfach preisgekrönt. Die Verfilmung von 'Wächter der Nacht' war der erfolgreichste russische Film aller Zeiten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 09.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641102159
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Sestoj dozor
    Größe: 1256 kBytes
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Die letzten Wächter

Prolog

Fünfzehn Jahre sind eine lange Zeit.

In fünfzehn Jahren kommt ein Mensch zur Welt, lernt laufen, sprechen und das Benutzen eines Computers, danach lesen und zählen sowie die Benutzung eines Klos, und erst im Anschluss daran lernt er, sich zu prügeln und sich zu verlieben. Das Pünktchen aufs i setzt er manchmal, indem er neue Menschen zur Welt bringt oder bereits vorhandene aus ebendieser hinausbefördert.

In fünfzehn Jahren durchwandern Mörder in Gefängnissen für Schwerverbrecher alle Kreise der Hölle - nur um schließlich in die Freiheit entlassen zu werden. Mitunter ohne einen einzigen Hauch von Dunkel in der Seele. Mitunter ohne einen einzigen Hauch von Licht darin.

In fünfzehn Jahren ändert jeder Mensch, mag er auch noch so ein Gewohnheitstier sein, sein Leben mehrmals von Grund auf. Er verlässt seine alte Familie und legt sich eine neue zu, wechselt zwei-, drei- oder auch viermal den Beruf, macht Geld und wird zum Bettler. Er besucht den Kongo, wo er Diamanten schmuggelt, oder zieht sich in ein gottverlassenes Dorf im Gebiet von Pskow zurück und züchtet Ziegen. Er verfällt dem Suff, schließt ein zweites Studium ab, tritt zum Buddhismus über, lässt sich auf Drogen ein, lernt, ein Flugzeug zu steuern, oder fährt nach Kiew zum Maidan, bekommt dort mit einem Schlagstock eins über den Schädel gezogen und geht daraufhin in ein Kloster.

In fünfzehn Jahren kann also eine ganze Menge passieren.

Sofern du ein Mensch bist.

Solltest du allerdings ein fünfzehnjähriges Mädchen sein, dann weißt du mit absoluter Sicherheit, dass dein eigenes Leben stinklangweilig ist.

Dass es in ihm fast nichts gibt, was sich zu erzählen lohnt.

Olja Jalowa beispielsweise wüsste, würde sie sich einmal alles von der Seele reden (wie sie es noch vor fünf Jahren mit ihrer Mutter und vor drei mit ihrer Oma getan hatte, heute jedoch nur noch mit sich selbst tat), höchstens drei Dinge zu erzählen.

Erstens: wie sehr sie ihren Namen hasste!

Olja Jalowa.

Darauf musste man erst mal kommen!

In ihrer Kindheit wurde sie von allen immer nur Olja-Ajlo gerufen, nach den beiden Mädchen aus dem Königreich der Zauberspiegel . Das wäre ja noch ganz okay gewesen, schließlich war dieser uralte Kinderfilm - jedenfalls nach Ansicht der siebenjährigen Olja - gar nicht mal so schlecht, außerdem glich sie den beiden Zwillingen tatsächlich ein wenig. Olja-Ajlo? Warum also nicht, es gibt Schlimmeres.

In der vierten Klasse hatte aber irgendeiner ihrer Mitschüler - pah, von wegen irgendeiner , das war niemand Geringeres als der blonde Sokolow, der so gut aussah, immer alles wusste, reiche Eltern hatte und den alle anhimmelten - beschlossen, im Internet die Bedeutung der Nachnamen von ihnen allen zu googeln ...

Da hatte sie erfahren, dass Jalowa "Kuh ohne Kalb" bedeutet. Unfruchtbare Kuh. Diese "unfruchtbare Kuh" war von der vierten bis zur sechsten Klasse an ihr hängen geblieben. Manchmal nur als "Kuh", manchmal als "U. K.". Daraufhin hatte sie sich in ihrem Zimmer vergraben, geschmollt und geheult, Bücher ebenso verschlungen wie Kekse, bis sie am Ende tatsächlich die Figur einer Kuh gehabt hatte ...

Das Zweite, was im Leben von Olja Jalowa - oder von, wie sie sich selbst heimlich nannte, Olja-Ajlo - wichtig war, das war Hockey. Also richtiges, Eishockey, mit Puck. Für Frauen. Oder Mädchen. Sie hatte rein zufällig damit angefangen, als sie einmal von diesem Ekelpaket Sokolow geträumt hatte, wobei sie aus irgendeinem Grund splitterfasernackt vor ihm stand. Und dann hatte dieser Sokolow, der mit dreizehn bereits richtig groß war und einfach umwerfend aussah, das Gesicht verzogen, sich die Augen zugehalten u

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