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Die Mücke Julia Fantastische Geschichten von Kröger, Alexander (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.09.2016
  • Verlag: EDITION digital
eBook (PDF)
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Die Mücke Julia

Der 1996 erstmals erschienene Band mit fantastischen Geschichten wurde 2011 überarbeitet und um neue Geschichten erweitert. Eine erotische Zeitreise, das Unheil der naiven Mücke Julia, eine tragische Klon-Story, das Opfer einer "Lautloser"-Erfindung, das "Restrisiko" eines geheimen Atomreaktors oder wie Nils Main sein Schabenweibchen kennenlernt ... Ist die Emanzipation bereits am Ende? Weiß man, was bei Aschenbrödel wirklich geschah ...? Ein breites Spektrum voller Einfälle - und nicht zuletzt mit Bezügen zu aktuellen wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Problemen unserer Zeit. Dr.-Ing. Helmut Routschek, geboren 1934 in Zarch (Tschechoslowakei), gestorben am 7. April 2016 in Heidenau, benutzte für seine literarischen Werke das Pseudonym 'Alexander Kröger'. In Mühlhausen in Thüringen machte er sein Abitur und studierte an der Bergakademie Freiberg von 1954 bis 1959 Markscheidewesen und Bergschadenkunde. Als Markscheider arbeitete er im Tagebau Spreetal des VEB Gaskombinat Schwarze Pumpe. Nach einem Zusatzstudium zum Ingenieur für Datenverarbeitung wurde er Experte für Automatisierung und Untergrundgasspeicherung und war mit Forschungs- und Produktionsaufgaben an der Universität, in der Energiewirtschaft und im Umweltschutz leitend tätig. Nach 1981 arbeitete er in der Gebäude- und Wohnungswirtschaft und nach 1990 in der Bauabteilung für Bundesbauten der Oberfinanzdirektion Brandenburg. Seit 1969 entstanden 33 Romane (einschl. überarbeiteter Neuauflagen) und ein Kurzgeschichtenband, die in sechs Sprachen und in insgesamt 1,65 Millionen Exemplaren erschienen. Nach 1990 erschienen in dem Verlag KRÖGER-Vertrieb, den er gemeinsam mit seiner Frau Susanne gründete, weitere 9 Romane, 5 überarbeitete Neuauflagen und ein Geschichtenband in einer Gesamtauflage von 40 000 Exemplaren. Bibliografie (Auszug) Sieben fielen vom Himmel, 1969 Antarktis 2020, 1973 Expedition Mikro, 1976 Die Kristallwelt der Robina Crux, 1977 (überarbeitete Neufassung unter dem Titel Robina Crux, 2004) Die Marsfrau, 1980 Das Kosmodrom im Krater Bond, 1981 Energie für Centaur, 1983 Der Geist des Nasreddin Effendi, 1984 (überarbeitete Neufassung unter dem Titel Der Geist des Nasreddin, 2001) Souvenir vom Atair, 1985 (überarbeitete Neufassung zusammen mit Andere unter dem Titel Fundsache Venus, 1998) Die Engel in den grünen Kugeln, 1986 (überarbeitete Neufassung unter dem Titel Falsche Brüder, 2000) Der Untergang der Telesalt, 1989 (überarbeitete Neufassung unter dem Titel Die Telesaltmission, 2002) Andere, 1990 (überarbeitete Neufassung zusammen mit Souvenir vom Atair unter dem Titel Fundsache Venus, 1998) Vermißt am Rio Tefé, 1995 Das Sudelfaß - eine gewöhnliche Stasiakte, 1996 Die Mücke Julia, 1996 Mimikry, 1996 Das zweite Leben, 1998 Saat des Himmels, 2000 Der erste Versuch, 2001 Chimären, 2002 Begegnung im Schatten, 2003 Robinas Stunde null, 2004 Nimmerwiederkehr, 2009 Ego-Episoden des Alexander Kröger. Wahres, heiter und besinnlich, 2012

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 204
    Erscheinungsdatum: 15.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956556654
    Verlag: EDITION digital
    Größe: 1344 kBytes
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Die Mücke Julia

Der Lander setzte sacht auf. Wir hatten ihn unmittelbar an den Rand eines Areals mit dichtem Pflanzenbewuchs gesteuert, ja beim Niedergehen sogar Auswüchse von Einzelexemplaren gestreift, und die Maschine stand in einem niedrigen Gewirr von Ranken, Ästen und Blättern. Vor uns aber lag eine große grüne Fläche, die sich weit zur Sohle eines flachen Tales zog, das dann wieder, scheinbar unendlich, bis zu den Wolken anstieg, gegen das Firmament in abgerundeten, links im Blickfeld auch in bizarren, felsigen Bergen auslief. Ein Panorama also als malerischer Hintergrund einer vorgelagerten Erhebung, auf der sich jenes Gebilde befand, das mit einigen anderen am Fuße dieses Berges den Ausschlag für die Wahl gerade dieses Landeplatzes gegeben hatte. Wir standen im Cockpit vor der großen Direktsichtscheibe und blickten in das Tal hinunter. Das Zentralgestirn war, jetzt hinter hohen Pflanzen nicht sichtbar, über den Horizont getreten, und zunehmend tauchte es das Land in warmes Licht. Rechts in den Wipfeln, dort wo einzelne Strahlen hindurch brachen, glitzerte es millionenpunktig. Unweit im Vordergrund aber standen drei Lebewesen, braun, auf vier dünnen Beinen, mit Auswüchsen an den Köpfen, die in einem fort nach allen Richtungen spielten. Und auch die Köpfe selbst - auf langen Hälsen - lenkten die Blicke dieser Geschöpfe unstet in die Runde. Hauptsächlich jedoch befassten sich diese Wesen mit einer primitiven Nahrungsaufnahme, die uns diese Lebensform zweifelsfrei einstufen ließ: Tiere. Die vierbeinigen Bräunlinge senkten die Köpfe, rissen oder bissen den fadigen Bodenbewuchs ab, kauten und verschluckten diesen. Obendrein, darauf ließ ihr sicherndes Verhalten schließen, hatten sie offenbar Feinde, vor denen sie wohl ständig auf der Hut sein mussten. Dennoch, wir waren uns jetzt angesichts dieser biologisch hochorganisierten Gebilde - und jeder von uns spürte das - einig: Von den drei Leben tragenden Planeten, die wir auf unserer Forschungsreise gefunden und oberflächlich - für mehr reichte die Zeit nicht - untersucht hatten, stand dieser einsam an der Spitze. Und natürlich vermittelten diesen Eindruck nicht allein der Blick hinab in das Tal sowie die braunen Tiere, sondern die Gesamtheit der Daten, die wir vor der Landung gesammelt hatten. In den Videospeichern befanden sich Angaben über Wüsten und Eisregionen, über riesenhafte Ozeane oder auch ausgedehnte Gebiete, die so dichten Pflanzenwuchs aufwiesen, dass man sich dort eine Evolution bis zu vernunftbegabten Primaten zwar kaum vorstellen konnte. Aber einiges deutete doch darauf hin, dass man solche in anderen Regionen antreffen könnte. Vernunftbegabte Primaten - sie zu finden der Traum jeder Zivilisation -, die hatte man bislang auf den ausgedehnten Expeditionen noch nirgends entdeckt. Die Vierbeiner vor dem Lander, von dem sie übrigens keinerlei Notiz nahmen, schieden mit Bestimmtheit aus. Aber das imposante Gebilde dort drüben auf dem Berg jenseits des Tales und die angehäuften geometrischen Körper unterhalb desselben? Von der Vielzahl anderer Merkwürdigkeiten - zum Beispiel Schwimmzeuge auf den Gewässern, das Land da und dort durchziehende Bänder, die weitere geordnete geometrische Strukturen verbanden - ganz zu schweigen. Keiner der Crew also zweifelte, auf Brüder im All gestoßen zu sein. Allein - nachdem sich die erste Euphorie gelegt hatte, stand zu entscheiden, wie man sich verhalten, man vorgehen solle. Noch gab es keinerlei Hinweise, auf welcher Stufe der Evolution sich die Primaten befinden, welche Kommunikationsmöglichkeiten sich ergeben könnten und wie sie kosmische Besucher aufnehmen würden. Also schien vorsichtiges Kontaktnehmen geboten, und in den Kammern wurden bereits die Akkumulatoren für die Tarnanzüge aufgeladen. Wir würden uns den Wesen, trotz dieser äußerst unbequemen und schweren Ausrüstung, zunächst unsichtbar nähern, sie beobachten und uns möglicherweise erst dann entdecken, wenn keine Feindseligkeiten zu erw

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