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Die Magie der Glanzlichter Magie der Glanzlichter von Mey, Isabella (eBook)

  • Verlag: BookRix
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Die Magie der Glanzlichter

Eine verbotene Liebe in einer fremden Welt voller Magie Anspannung, Angst, der verblüfft-wütende Ausdruck in Berkats Gesicht und die absurde Idee meiner Schwester vermengen sich zu einem explosiven Gefühlscocktail in meinem Inneren. Voller Entsetzen spüre ich, wie sich meine Magie zusammenbraut und nach außen drängt. Panisch rutsche ich unter den Tisch, wobei im selben Augenblick helles Licht aus meinen Augen strahlt. Ich kneife die Lider zusammen, presse meine Handflächen auf die Augen und bete, dass niemand etwas gesehen hat. 'Leanah! Rucht Femmock! Komm sofort unter dem Tisch hervor!', schimpft Berkat. 'Was ist nur in euch Weiber gefahren? Wenn ihr mich für dumm verkaufen wollt, werdet ihr es bitter bereuen!' Erleichtert merke ich, wie die Magie abflaut. Ich atme tief durch und krabbele langsam unter dem Tisch hervor. Berkat steht breitbeinig im Raum, die Hände in die Hüften gestemmt. Ein Fantasy-Liebesroman. Erster Teil der abgeschlossenen Lichtertanz Trilogie 1912 wird Atlatica vom grausamen Lord Sorbat beherrscht. Leanah bekommt davon jedoch nicht allzu viel mit, da sie abseits der großen Straßen, am Rande der Zone der Monster wohnt. Dort kämpft sie sich als Tochter eines Schafbauern durch ihren harten Alltag. Sorbats Magier sind bei der einfachen Bevölkerung verhasst, nicht nur deshalb versucht Leanah, ihre magische Begabung vor allen zu verbergen. Ihr Leben gerät jedoch vollkommen aus den Fugen, als sie auf die Burg des Lords gebracht wird, um dort zu dienen. In Frankfurt am Main ahnt Silas, der Sohn eines Arztes, nichts von den Lords oder Atlatica. Erst nachdem seine Eltern entführt werden und er selbst ins Visier der Verfolger gerät, muss er sich nicht nur den Gefahren einer fremden Welt voller Magie stellen, sondern auch seinen Gefühlen für eine Frau, die nicht für ihn bestimmt ist. Lichtertanz Band I - Die Magie der Glanzlichter Band II - Die Magie der Goldwinde Band III - Die Magie der Lichtkristalle (Finale)

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 357
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783748723691
    Verlag: BookRix
    Größe: 1290 kBytes
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Die Magie der Glanzlichter

2 - Unta

Leanah

Das Spinnrad dreht die Wolle, die ich in dünnen Faserbündeln nachschiebe und wickelt sie auf die Spule. Danach muss ich noch zwei der gesponnenen Fäden miteinander verzwirbeln, um ihnen Stabiltät zu geben.

Draußen scheint sich die Wolkendecke gelichtet zu haben, denn jetzt blinzelt die Sonne hervor und wirft ihr warmes Licht durch die unförmigen, milchigen Scheiben, welche verteilt über die ganze Wand die Lücken zwischen den Ästen ausfüllen. Die Schatten der verdampfenden Nebel tanzen über den Steinboden und die holzigen Wände. Das Bedürfnis, mit den Strahlen zu spielen, das Leuchten in mich aufzunehmen, quält mich mit ungewohnter Intensität. So muss ich den Blick abwenden von diesem überwältigenden Schauspiel. In den letzten Jahren wurde die Magie in mir zunehmend mächtiger, sodass ich es irgendwann nicht mehr aushielt, sie zu unterdrücken. Aus diesem Grunde flüchte ich mich regelmäßig an meinen geheimen Ort, um ihr freien Lauf zu lassen. In diesen Momenten fühle ich mich herrlich frei, danach jedoch kehre ich jedes Mal voller Schuldgefühle zurück zu meiner Familie, denke an meine verstorbene Großtante Tyra und an die bösen Magier, die das Schicksal unseres Lebens bestimmen.

Thera hat ihre Arbeit bereits lange vor mir erledigt, aber statt alleine das verdiente Frühstück zu genießen, bereitet sie die übrige Wolle vor, indem sie sie gründlich durchkämmt. Als meine Spule endlich voll ist, sind Berkat und Mikáso schon wieder draußen, um Hof und Wege vom Schnee zu befreien. Und mal wieder konnte mein Bruder sich einen Kommentar nicht verkneifen, in der Form "Draußen wartet richtige Männerarbeit auf uns, das könntet ihr Frauen mit euren kleinen Muskeln gar nicht leisten. Aber zum Spinnen braucht man ja kaum Kraft".

Am liebsten hätte ich ihm gezeigt, wie kräftig ich tatsächlich bin, von der täglichen Arbeit im Hof und im Stall. Aber auch die Magie verleiht mir Stärke, denn ich habe herausgefunden, dass ich durch sie meine Bewegungen beschleunigen kann. Und nicht nur das, es gelingt mir sogar, einen Finger breit über dem Erdboden zu schweben. Aber das darf niemals jemand erfahren, deshalb wage ich auch nicht, beim Spinnen meine Zauberkraft einzusetzen. Es wäre viel zu auffällig, wenn ich meine Spule plötzlich in doppelter Geschwindigkeit gefüllt hätte wie sonst. Außerdem verselbständigt sich die Zauberkraft meistens, wenn ich sie erst einmal freilasse, indem aus verschiedenen Körperteilen Licht hervorstrahlt oder fremdartige Töne durch den Raum klingen.

Thera schneidet zwei dicke Scheiben Brot für uns ab. Wir setzen uns an den Tisch. Normalerweise frühstücken wir hier zu sechst, acht Personen könnten insgesamt auf den Schemeln, die um den runden Tisch stehen, Platz finden.

"Manchmal denke ich, Berkat ist auch nicht besser als die Magier", rutscht es mir zwischen zwei Bissen heraus.

Thera sieht mich mit großen Augen an.

"Das kannst du doch nicht vergleichen", widerspricht sie mit gedämpfter Stimme und wirft dabei hastige Blicke in den Raum.

Auch ich sehe mich nach Großvater und meiner Mutter um, die beide in den Hängesesseln schlafen. Aaran schnarcht ein wenig und Denya atmet tief und gleichmäßig.

"Warum denn nicht? Berkat schimpft über die Magier, dass sie ihre Macht missbrauchen, um über uns zu bestimmen, uns nach Lust und Laune herumzukommandieren und zu bestrafen. Dabei macht er es mit uns doch nicht anders", flüstere ich.

Ich sehe Thera an, dass sie mir widersprechen möchte, ihr jedoch die Worte fehlen.

"Berkat ist unser Vater, wir sind eine Familie und alle aufeinander angewiesen. Ich finde, das ist schon ein Unterschied zu den Magiern, die keine Bindung zu uns haben und denen es egal ist, ob wir leben oder tot sind", wendet meine Schwester schließlich ein.

"Na gut, sagen wir es mal so, darin besteht der einzige Unterschied, aber ansonsten ..."

Mein Satz wird un

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