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Die Magie der Goldwinde von Mey, Isabella (eBook)

  • Verlag: BookRix
eBook (ePUB)
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Die Magie der Goldwinde

Eine verbotene Liebe in einer fremden Welt voller Magie 'Oh, Leanah! Es tut mir so leid!', ruft Silas gequält, eilt herbei und hilft mir auf die Beine. Ich habe mich nicht verletzt, nicht äußerlich, nur mein Herz brennt fürchterlich, vor allem, weil er mir jetzt wieder so nah ist. Sein Arm umschlingt meine Hüfte und der vertraute Duft macht die Pein schier unerträglich. Die hervorquellenden Tränenbäche lassen sich kaum noch eindämmen. Ich kann ihn nicht ansehen, schaue an Silas vorbei, weiß nicht mehr, ob ich einfach heulend weglaufen, ihm meinen Schmerz um die Ohren schreien oder mich in seinen Armen der überwältigenden Anziehung hingeben soll. 'Leanah, ich, es tut mir so leid', wiederholt er unbeholfen. Dabei ist es vollkommen gleichgültig, ob er damit den Kuss meint, oder dass er mich mit der Tür umgeworfen hat, oder beides. Ich weiß nur zu genau, dass ich kein Recht auf Eifersucht habe, und doch wünscht sich jede meiner Fasern, ich wäre die Frau gewesen, die er eben geküsst hat. 'Ja, ich weiß', antworte ich erstickt. Zweiter Band der Lichtertanz-Trilogie Band I - Die Magie der Glanzlichter Band II - Die Magie der Goldwinde Band III - Die Magie der Lichtkristalle Weitere Bücher der Autorin: Flammentanz Band I - Funken Band II - Flammen Band III - Feuer Band IV - Brand Band V - Glut (Finale) WandelTräume Ein außergewöhnliches Jugendbuch

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 303
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783748731504
    Verlag: BookRix
    Größe: 1503 kBytes
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Die Magie der Goldwinde

1 - Schafe

Leanah

Etwas Kühles berührt mein Gesicht und katapultiert mich damit abrupt aus meinen Träumen in die Wachwelt. Ich reiße die Lider auf. Beim Blick in zwei große, runde Augen fahre ich erschrocken hoch, wodurch das Tier, das eben noch auf meiner Brust hockte, zwitschernd in meinen Schoß kullert.

"Jori! Was treibst du da?", rufe ich erbost.

Mein Hängebett schaukelt heftig. Ich weiß nicht, ob ich das bei ihm richtig deuten kann, aber es sieht aus, als würde er breit grinsen.

' Leanah sieht so lustig aus, wenn sie Grimassen schneidet', antwortet seine Stimme in meinem Kopf.

' Also, ganz bestimmt habe ich im Schlaf keine Grimassen geschnitten', widerspreche ich, allerdings ahne ich schon, was er meint.

' Du nicht, aber ich habe das für dich gemacht. Außerdem war es sehr lustig, wie du dazu "Oh ja, Silas!" gestöhnt hast', antwortet Jori und ich bilde mir bestimmt nicht ein, dass sein Grinsen nun noch breiter wird.

' Sicher habe ich das nicht gesagt!', wehre ich ab, auch wenn ein kleiner Teil von mir es doch für möglich hält. Leider erinnere ich mich nicht an meinen Traum.

' Nicht gesagt, sondern gestöhnt hast du es. Ganz laut und deutlich', beharrt Jori.

Jetzt wird mir doch anders zumute. Falls das wirklich stimmen sollte und mir so etwas passiert, wenn ich irgendwann als Jolims Frau mit ihm das Bett teile ... Bei dem Gedanken an seine Reaktion und meine fadenscheinigen Ausreden wird mir jetzt schon flau im Magen. Aber wie soll ich Silas aus meinem Kopf bekommen? Ich muss mich ausschließlich auf mein Leben konzentrieren, irgendwann wird die Erinnerung an ihn verblassen und ich werde ihn vergessen haben ...

' Warum machst du es dir so schwer, Leanah? Küss doch den Silas-Kerl, wenn du das willst, oder tu mit ihm diese anderen Sachen, die die Menschen so gern machen ...'

Ich schnaube - auch deshalb, weil ich nicht verhindern kann, bei der Vorstellung rot anzulaufen.

' Du weißt doch, dass das nicht geht. Bei uns Menschen ist eben alles kompliziert, auch wenn du das nicht verstehen kannst. Und woher bitteschön weißt du von ... äh, von welchen Sachen redest du denn überhaupt ?'

' Na, du weißt schon, die Menschenmänner haben doch alle so was Langes zwischen den Beinen. Und dieser böse Zauberer, der mich gemacht hat, konnte gar nicht genug davon bekommen, es in diese Frau reinzustopfen, die manchmal zu ihm in die Höhle kam.'

' Ähm, ja, ach ... So genau wollte ich es doch nicht wissen. Was ist eigentlich aus dem Zauberer geworden? Lebt er noch?', wechsele ich rasch das Thema - zum einen, weil ich in diesen Dingen noch vollkommen unerfahren bin, zum anderen, weil mir nur beim Gedanken an die Hochzeitsnacht schwindelig wird, denn zu meinem Ärger spukt Silas Gesicht permanent in meinem Kopf herum, wenn ich mir diese Szene vorzustellen versuche. Und jedes Mal zieht es dabei verräterisch in meiner Mitte.

Nein! So geht das nicht!

Stöhnend raufe ich mir die Haare.

' Weiß nicht ... hab ihn nicht mehr gesehen, nachdem ich abgehauen bin.'

' Abgehauen? Was? Ach so, ja, du meinst den Zauberer ...', antworte ich verwirrt.

Es ist früh am Morgen und den Geräuschen nach zu urteilen, schläft meine Familie noch.

Was Silas wohl gerade treibt und wo er die Nacht verbracht hat? Nein, nicht schon wieder Silas! Wie sieht es mit Jolim aus? Er wird wie immer mit seinem Vater unterwegs sein und Dinge verkaufen ... Wer wäre da noch? Meliesa!

Da erst fällt mir wieder ein, dass wir ja über die Unta in Kontakt bleiben wollten.

Ob das wirklich funktioniert, sie herzurufen? Wie war das noch? Ach ja, ich soll mir eine Gelina-Frucht vorstellen und 'Unta' sagen.

"Unta."

Nichts geschieht.

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