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Die Magie der Lichtkristalle von Mey, Isabella (eBook)

  • Verlag: BookRix
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Die Magie der Lichtkristalle

Finale der romantisch-fantastischen Lichtertanz Trilogie Etwas ist gewaltig schiefgelaufen bei der Reise durch das Tor. Nicht nur, dass Leanah gefesselt aus der Betäubung aufwacht, auch die Welt, die sie hier zu Gesicht bekommt, scheint im Chaos zu versinken. Dritter Band der Lichtertanz Trilogie Band I - Die Magie der Glanzlichter Band II - Die Magie der Goldwinde Band III - Die Magie der Lichtkristalle (Finale) Weitere Bücher der Autorin: Flammentanz Band I - Funken Band II - Flammen Band III - Feuer Band IV - Brand Band V - Glut (Finale) WandelTräume Ein außergewöhnliches Jugendbuch

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 284
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783748731917
    Verlag: BookRix
    Größe: 931 kBytes
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Die Magie der Lichtkristalle

1 - Ungeplante Ankunft

Leanah

Uns war natürlich klar, dass wir betäubt werden, bevor man uns durch das Tor in die andere Welt bringt. Die Gefahr, dass jemand den Ort dieses Zugangs verraten könnte, und sei es auch nur unbeabsichtigt über Gedanken, wäre einfach zu hoch. Aus diesem Grund kennen selbst unter den Mitgliedern des Geheimbundes Gelina nur wenige den Zugang.

Das magische Gas hat es jedoch nicht fertiggebracht, mir vollständig das Bewusstsein zu rauben. Ich befinde mich lediglich im Dämmerzustand, kann mich aber nicht bewegen und auch meine Augen sind geschlossen. Zwar kann ich nicht sehen, wo wir uns befinden, es kommt mir jedoch so vor, als würde ich eine Treppe hinuntergetragen. Dumpfe, undefinierbare Geräusche und fremde Stimmen scheinen von sehr weit herzukommen. Ich werde auf einen harten Steinboden gelegt. Neben mir fühle ich den warmen Körper eines weiteren Menschen, aber ich bin zu sehr weggetreten, um mir Gedanken darüber zu machen, wer das sein könnte.

Plötzlich falle ich ins bodenlose Nirgendwo. Es ist, als ob mich ein Strudel in den Ablauf eines Mugok-Beckens hineinsaugt, ich durch ein langes Rohr geschleudert werde, ohne die Möglichkeit, mich dagegen zu wehren. Ein tonloser Schrei entweicht meiner Kehle, bevor die Horrorfahrt damit endet, dass ich das Bewusstsein verliere.

Ich weiß sofort, dass etwas nicht stimmt, als ich die Augen öffne. Nicht nur, dass der seidig schwarze Stoff noch immer mein Gesicht bedeckt, auch fühle ich einen schneidenden Schmerz um meine Handgelenke. Als ich versuche, sie zu bewegen, merke ich, wie Seile meine Haut wund schaben. Die Hände vorne zusammengeschnürt, liege ich fröstelnd mit dem Rücken auf hartem Boden. Meine Kehle fühlt sich staubtrocken an. Beim Versuch, nach Silas zu rufen, muss ich husten. Die gefesselten Handgelenke schmerzen genauso wie meine Knochen auf dem harten Boden.

Wo bin ich? Was um Omatans Willen ist geschehen? Hier muss etwas gewaltig schiefgelaufen sein.

"Die Frau ist aufgewacht!", höre ich eine weibliche Stimme und zucke dabei erschrocken zusammen, denn bis gerade eben war es so still, dass ich dachte, ich wäre alleine.

Ich spüre einen Luftzug und die unmittelbare Nähe einer Person.

"Dann stopf ihr schnell den Knebel in den Mund, bevor sie schreit!", höre ich eine männliche Stimme antworten.

Wie automatisch setze ich zu einem Protestschrei an, der jedoch abrupt von einem weichen Etwas gedämpft wird, das mir jemand blitzschnell unter dem schwarzen Tuch hindurch in den geöffneten Mund stopft. Bevor ich noch einen Gedanken an Gegenwehr hegen kann, wird beinahe zeitgleich etwas um meinen Kopf gebunden, um den Knebel zu fixieren - keine Ahnung, wie das so schnell möglich war.

Na toll! Die Kiefer aufeinanderzupressen wäre sicher die intelligentere Maßnahme gewesen.

Ich winde mich röchelnd auf dem Boden, habe das Gefühl, keine Luft zu bekommen, was schier unerträglich ist. Ein Anflug von Panik verzerrt meine Sinne.

"Muss das denn wirklich sein?", fragt die Frau.

Ich spüre eine Spur von Mitgefühl in ihrer Stimme. Es könnte aber auch sein, dass die Angst und das Donnern im Kopf meine Wahrnehmung verzerren. Ich winde mich wie ein gestrandeter Wurm. In der Schwärze des Tuches beginnen leuchtende Punkte vor meinen Augen zu tanzen und mein Hirn fühlt sich an wie Suppe im Topf, in der jemand immer schneller herumrührt. Der Druck auf meine Brust wird schier unerträglich, was meine Panik weiter steigert. Ich stöhne in den Knebel. Mir ist klar, dass das so nicht weitergehen kann und ich unbedingt ruhiger werden muss.

Reiß dich zusammen, Leanah, ermahne ich mich eindringlich und hoffe inständig, dass meine Autorität ausreicht, um mir Gehör zu schenken.

Immerhin zwinge ich mich jetzt entgegen aller Angst und Atemnot, ruhig liegenzubleiben und bedächt

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