text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die Midkemia-Saga 1 Der Lehrling des Magiers von Feist, Raymond E. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.06.2016
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die Midkemia-Saga 1

Krieg und Intrigen, Ehre und Tod, Liebe und Hass. Das Königreich Rillanon befindet sich im Krieg. Doch nicht nur der Feind von außen bedroht den Frieden, denn Intrigen und Verrat beherrschen den Königshof, und so wird viel zu spät auf die Invasion reagiert. Der Magierlehrling Pug und sein bester Freund, der junge Krieger Tomas, wissen nichts von den Geschehnissen bei Hofe. Für sie bedeutet dieser Krieg eine Möglichkeit, sich zu beweisen und vielleicht sogar Ruhm zu erlangen - bis sie Teil der Intrigen werden und den wahren Schrecken des Krieges begegnen. Raymond Feist wurde 1945 in Los Angeles geboren und lebt in San Diego im Süden Kaliforniens. Viele Jahre lang hat er Rollenspiele und Computerspiele entwickelt. Aus dieser Tätigkeit entstand auch die fantastische Welt seiner Romane: Midkemia. Die in den 80er-Jahren begonnene Saga ist ein Klassiker des Fantasy-Genres, und Feist gilt als einer der wichtigsten Vertreter der Fantasy in der Tradition Tolkiens.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 20.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641184445
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: The Riftwar Saga 1: Magician Apprentice
    Größe: 1638 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Die Midkemia-Saga 1

Der Sturm

D er Sturm war losgebrochen.

Pug tänzelte am Klippenrand entlang. Seine Füße fanden kaum Halt, während er sich seinen Weg zwischen den Prellen hindurchbahnte. Seine dunklen Augen suchten in den Tümpeln unter den Klippen nach den stacheligen Wesen, die der Sturm dorthin getrieben hatte. Seine jungen Muskeln zeichneten sich unter dem dünnen Hemd ab, als er den Sack mit den Sandkriechern und Krabben zurechtrückte, die er bereits aus diesem Wassergarten gefischt hatte.

Der Meeresschaum glitzerte in der Nachmittagssonne, und der Westwind zerzauste sein sonnengebleichtes braunes Haar. Pug stellte seinen Sack ab, vergewisserte sich, dass er fest verschnürt war, und hockte sich dann auf einen Sandflecken. Noch war der Sack zwar nicht voll, aber Pug freute sich über eine Extra-Stunde, in der er sich ausruhen konnte. Megar, der Koch, würde ihm keinen Ärger machen, auch wenn er lange fortblieb, wenn nur der Sack möglichst voll war. Den Rücken an einen großen Felsbrocken gelehnt, döste Pug schon bald in der Sonne ein.

Ein kalter, nasser Sprühregen weckte ihn Stunden später. Erschrocken riss er die Augen auf. Er wusste sofort, dass er viel zu lange geblieben war. Westwärts über dem Meer verkündeten rollende, sich ballende Wolken einen weiteren Sturm. Unter ihnen hing der Regen wie ein dunkler Schleier. Stürme waren im Frühsommer an diesem Teil der Küste sehr häufig. Im Süden ragten die hohen Zinnen von Seglers Gram empor, reckten sich gen Himmel, während die Wellen gegen die Klippen krachten. Hinter den Brechern setzten die Wogen weiße Kappen auf. Dies war ein sicheres Zeichen, dass der Sturm bald losbrechen würde. Pug wusste, dass er in Gefahr war, denn bei einem Sommersturm lief jeder, der sich am Strand befand, Gefahr zu ertrinken. Wenn sie heftig genug waren, sogar jeder auf dem Flachland dahinter.

Er packte seinen Sack und lief nordwärts, in Richtung Burg. Als er zwischen den Tümpeln hindurchlief, spürte er, wie der Wind immer kälter und feuchter wurde. Schatten senkten sich auf die Erde, als sich die ersten Wolken vor die Sonne schoben, und leuchtende Farben wurden zu mattem Grau. Draußen auf der See zuckten die ersten Blitze aus den schwarzen Wolken, und das ferne Grollen des Donners übertönte das Brausen des Meeres.

Als er das erste Stück offenen Strandes erreichte, lief Pug schneller. Der Sturm näherte sich mit größerer Geschwindigkeit, als er es für möglich gehalten hatte, und trieb dabei die steigende Flut vor sich her. Als er die zweite Reihe der Priele erreichte, erstreckten sich noch knapp drei Meter trockenen Sands zwischen dem Rand des Wassers und den Klippen.

So schnell es ging eilte Pug über die Felsen. Er sprang, verschätzte sich und kam schlecht auf. Er fiel in den Sand und umklammerte seinen Knöchel. Als hätte sie nur darauf gewartet, rollte in diesem Augenblick eine Welle auf ihn zu und verschluckte ihn vorübergehend. Blindlings schlug er um sich und fühlte, wie sein Sack fortgespült wurde. Verzweifelt grabschte er danach, warf sich nach vorn - aber sein Knöchel gab unter ihm nach. Er ging unter, schluckte Wasser. Spuckend und hustend hob er den Kopf. Er stand gerade wieder, als eine zweite Welle - höher noch als die erste - ihn hart gegen die Brust traf. Wieder fiel er um, diesmal auf den Rücken. Pug war mit dem Spiel in den Wellen aufgewachsen, aber jetzt brachten der Schmerz in seinem Knöchel und der Angriff der Wellen selbst ihn, den geübten Schwimmer, an den Rand der Verzweiflung, ja, einer Panik. Er kämpfte dagegen an und schnappte nach Luft, als die Welle zurückrollte. Halb schwamm, halb kroch er auf die Klippen hinauf.

Oben angelangt stützte er sich gegen den Stein, belastete den verletzten Knöchel so wenig wie möglich und schob sich vorsichtig vorwärts. Mit jeder Welle stieg das Wasser höher. Als er endlich eine Stelle erreichte, von der aus er auf den Weg nach oben gelangen konnte, reichte ihm das Nass schon bis z

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen