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Die Phileasson-Saga - Silberflamme Roman von Hennen, Bernhard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.09.2017
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Die Phileasson-Saga - Silberflamme

Der Wettkampf der rivalisierenden Kapitäne Phileasson und Beorn führt die beiden dieses Mal auf die Spur eines Helden, dessen Ruhm die Jahrhunderte überdauerte. Doch der Fluch eines alten Unrechts wirft seinen Schatten bis in die Gegenwart. Als der Wettlauf um die Silberflamme - ein geheimnisumwittertes, hochelfisches Artefakt - beginnt, wird beiden Kapitänen klar, dass kalter Stahl und Kriegermut versagen, wenn die Geister der Toten die Vergangenheit hüten ...

Bernhard Hennen, 1966 geboren, studierte Germanistik, Geschichte und Vorderasiatische Altertumskunde. Mit seiner Elfen-Saga stürmte er alle Bestsellerlisten und schrieb sich an die Spitze der deutschen Fantasy-Autoren. Hennen lebt mit seiner Familie in Krefeld.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 688
    Erscheinungsdatum: 11.09.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641200718
    Verlag: Heyne
    Größe: 5737kBytes
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Die Phileasson-Saga - Silberflamme

1 BLUTZOLL

Festum,

fünfzehnter Tag im Faramond

Salarin Trauerweide suchte in sich nach dem Klang der Frische und des Aufbruchs. Er vernahm ihn draußen, wo ein Sturm tobte, wie er ihn noch nie erlebt hatte. Der Elf wollte auf den Ruf der Böen antworten, die gegen die Zeltwand schlugen. Er wollte in das Geheul einstimmen, das ihn an den einsamen, blauäugigen Wolf erinnerte, der sie so lange begleitet hatte. Sogar das Brechen der Baumstämme und das Krachen der umkippenden Wagen stachelten ihn auf, viel Kraft sprach aus diesen Geräuschen. Sie forderten eine Entscheidung, ein entschlossenes Voranschreiten.

Aber Salarin Trauerweide fühlte sich matt. Das Zauberlied, mit dem er Tjorne geheilt hatte, war anstrengend gewesen. Diese endlos vielen kleinen Wunden, die Krebsscheren in die Haut des Mannes geschnitten hatten, erforderten eine andere Art der Konzentration als eine einzige große Verletzung. Aber schlimmer war der Misston zwischen dem auf dem Bett im Blauen Salamander zitternden Tjorne und seinem Freund Tylstyr Hagridson gewesen. Oder waren die beiden gar nicht mehr befreundet? Wenn sich Salarin an die Melodie im Zimmer des Gasthauses erinnerte, verwirrte sie ihn nur immer mehr. Zuneigung schwang darin mit, aber mehr noch Zorn, Schuldbewusstsein, und doch auch Hoffnung. Und kurz vor dem Sturm war Tjorne aus dem Zelt gerannt, wobei er gerufen hatte, dass Beorn der bessere Drachenführer sei.

"Menschen verwirren mich", flüsterte er.

"Nicht nur dich", bestätigte Galandel die-von-Ometheon-singt. Die weißhaarige Elfe saß neben ihm in der Nivesenjurte, die unter dem immer heftigeren Ansturm des Windes aus dem Boden zu reißen drohte. Einige Pflöcke lösten sich bereits. Firutin, ein kräftiger Mann, der sie seit seiner Befreiung aus dem Himmelsturm begleitete, versuchte, sie wieder festzudrücken, ohne das Zelt zu verlassen.

Mit Ausnahme der Waldmenschenfrau Irulla war allen anzusehen, dass sie sich vor dem so plötzlich losgebrochenen Unwetter fürchteten. Man suchte die Nähe der anderen, aber während Zidaine Barazklah mit versteinertem Gesicht neben Nirka hockte, stand Tylstyr Hagridson mit Vascal della Rescati und dessen Nichte Leomara zusammen. Waren Tylstyr und Zidaine nun kein Paar mehr?

"Sie sind so schnelllebig", murmelte Salarin. Die Rosenohren konnten ein Dutzend Dinge auf einmal empfinden. Dabei spielte es keine Rolle, ob sich diese Gefühle widersprachen, geschweige denn, ob sie irgendeinen Bezug zur umgebenden Melodie der Welt hatten. Das prägte ihre Entscheidungen. Sie trafen sie plötzlich und änderten sie ständig.

Passierte das gerade jetzt zwischen Zidaine und Tylstyr? Begannen sie, ein neues Lied zu singen? Und wussten sie selbst, wie es klänge?

In jedem Fall war dies ein Tag, an dem Neues begann. Tjorne hatte Phileassons Ottajasko zornerfüllt verlassen, und wenn Salarin richtig deutete, was bei seinem Eintreffen im Zelt im Gange gewesen war, wollten sich Nirka und Hern'Sen der Ottajasko anschließen. Schwester Shaya hatte gerade angesetzt, die beiden einzuschwören, aber dann war der Sturm aufgekommen, sie war hinausgegangen und Asleif Phileasson und Ohm Follker waren ihr gefolgt.

"Wir wollen zur Sturmherrin Rondra und zum aufbrausenden Efferd beten." Praioslob stellte sich neben die Feuerstelle und breitete die Arme aus. Die Ärmel seiner roten Tunika hingen so weit herab, dass die Arme Schwingen ähnelten. "Bitten wir die Göttlichen um ihr Erbarmen, damit ihr Zorn uns nicht zerschmettert."

"In diesem Wind liegt kein Zorn." Salarin stand auf. "Er ist eine Einladung."

Der beinahe kahle Geweihte runzelte die Stirn. "Wie kommst du darauf?"

"Hört ihr es nicht?" Um Bestätigung heischend sah Salarin sich um. Sogar in Galandels grünen Augen stand nur Ratlosigkeit.

"Komm, Schwester." Er streckte ihr die Hand hin. "Gehen wir hinaus."

Die anderen verstanden seine Worte nicht, da e

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