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Die Reise in die Dunkelheit METRO 2033-Universum-Roman von Djakow, Andrej (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.10.2012
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Die Reise in die Dunkelheit

Ein neuer Krieg droht St. Petersburg, Jahrzehnte nach dem Atomkrieg: Die Menschen klammern sich in den Metro-Stationen ans Leben. Es gibt auch Kolonien auf den Inseln vor der Stadt, eine davon auf Moschtschny. Als dort Jahre nach dem letzten verheerenden Krieg eine Atombombe detoniert und die Kolonie vollständig auslöscht, überleben nur zufällig einige Seefahrer, die sich jetzt in die Metro flüchten müssen. Die Seeleute vermuten, dass die Metro-Bewohner die Bombe gezündet haben, und drohen, die Stationen anzugreifen. Stalker Taran soll beweisen, dass niemand in der Metro zu einem solchen Attentat in der Lage ist. Doch dann verschwindet sein Ziehsohn Gleb ... Andrej Djakow, 1978 geboren, lebt in St. Petersburg und interessiert sich schon seit seiner Kindheit für fantastische Literatur. Er arbeitet als Auditor für Qualitätsmanagement und ist einer der erfolgreichsten und beliebtesten Autoren des 'Metro 2033'-Universum.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 31.10.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641101121
    Verlag: Heyne
    Serie: METRO 2033-Universum Bd.18
    Originaltitel: Metro-Universe 4
    Größe: 1368 kBytes
    Idee von: Glukhovsky, Dmitry
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Die Reise in die Dunkelheit

1

NOCH EINE KATASTROPHE

Aus der Ferne sah das bizarre Geschöpf wie ein U-Boot aus. Ein träge durchs Wasser pflügendes Monster, offenbar aus der entfernten Verwandtschaft der Wale. Der hässliche Auswuchs an seinem buckligen Rücken hatte allerdings wenig Ähnlichkeit mit den eleganten Flossen der Meeressäuger, sondern glich eins zu eins dem Turm eines Unterseeboots.

Bis vor Kurzem hatte sich der Leviathan in den Weiten der Ostsee völlig unbehelligt gefühlt. Keine einzige Kreatur im Umkreis von etlichen Seemeilen hätte sich gegen die urwüchsige Kraft seiner alles zermalmenden Kiefer zur Wehr setzen können. Erst in jüngster Zeit war ein gefährlicher Gegner aufgetaucht.

Der Mutant peitschte das Wasser mit seiner mächtigen Schwanzflosse und stieß ein infernalisches Brüllen aus. Wie ein Donner rollte es über das Meer und verhallte dann irgendwo im Nebelschleier am Horizont . A ls der Meeresräuber sich abermals anschickte, seine Revieransprüche kundzutun, ertönte von Norden her ein vibrierendes Signal. Für einige Augenblicke trieb das Monster reglos im Wasser, als würde es lauschen . A ls das penetrante Geräusch sich wiederholte, setzte es seinen massigen Körper hastig in Bewegung, ließ seine Schwanzflosse noch einmal aufs Wasser klatschen und tauchte ab.

Obwohl der Leviathan nur über ein winziges Gehirn verfügte, hatte sich seine erste Begegnung mit dem Urheber des seltsamen Rufs nachhaltig darin eingeprägt. Mit diesem Gegner war nicht zu spaßen.

Es handelte sich um ein nicht minder kolossales Ungetüm, das ausschließlich an der Oberfläche schwamm, eine undurchdringliche Panzerhaut besaß und obendrein mit glühenden Spießen um sich warf, die peinigende Schmerzen verursachen konnten.

Beim ersten Aufeinandertreffen hatte der Leviathan eine erkleckliche Anzahl von Zähnen eingebüßt und zum ersten Mal überhaupt so etwas wie Angst empfunden, als er den heißen Atem des fremden Räubers spürte. Nun folgte er seinen natürlichen Instinkten und ergriff eiligst die Flucht.

Die Wasseroberfläche an der Tauchstelle des Mutanten hatte sich kaum wieder geglättet, als die gepanzerten Bordwände einer gigantischen Stahlkonstruktion sie teilten wie ein überdimensionaler Pflug. Die Schiffshupe kündete vom Beginn der Tagschicht. Takelagen knarzten, und über zahlreiche Decks hallten die Flüche von Matrosen.

Ein Wust von Aufbauten, Fangkörben und Tauen verbarg die Umrisse der schwimmenden Bohrplattform. Im Laufe der Zeit war der alte Stahlkoloss mit Bretterhütten und einer ganzen Armada zerbrechlicher Beiboote ausstaffiert worden und sah nunmehr aus wie ein Fischerdorf auf einem Felsufer.

Die "Babylon" fuhr volle Kraft voraus gen Süden. Bereits weit hinter ihr lag die Insel Moschtschny - jener Flecken Erde, der zur neuen Heimat für viele geworden war, die den Jüngsten Tag überstanden hatten und noch die innere Kraft besaßen, um weiterzuleben.

Großvater Afanassi beobachtete den Neuling, den man kurz vor dem Ablegen seiner Reparaturbrigade zugeordnet hatte, und run zelte ärgerlich die Stirn. Der etwa fünfzehnjährige Junge hatte schon die ganze Zeit nur sinnlos herumgestanden und keinerlei Anstalten gemacht, sich an der Arbeit zu beteiligen . A uch jetzt dachte Petro überhaupt nicht daran, sich an den ölverschmierten Innereien des defekten Dieselmotors die Finger schmutzig zu machen. Stattdessen zog er schon wieder eine Selbstgedrehte hinter dem Ohr hervor und stieg die Treppe zum Ausgang aus dem Maschinenraum hinauf.

"Findest du nicht, dass du ein bisschen zu viel rauchst, Grünschnabel?", raunzte Afanassi ihm hinterher.

"Aber es ist doch ... äh ... meine erste Fahrt ... Ich werfe nur noch mal einen Blick auf unse

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