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Die Reise von Traum, Emma (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Die Reise

An einem heißen Julitag passiert das Unvorstellbare: Etwas Riesiges, so groß wie der Stern selbst, schiebt sich vor die Sonne. Die Erde wird samt Mond aus ihrer Bahn katapultiert und beginnt - scheinbar auf Kollisionskurs mit Mars und Jupiter - durch das All zu rasen. Eine Odyssee quer durch Raum und Zeit beginnt. Welche ominöse Macht steuert diese Irrfahrt durch das Universum - und mit welchem Ziel? Die brillante junge Informatikerin Sophie und der geniale, aber unberechenbare Astrophysiker Christopher begeben sich mit ihrer Crew auf eine gefährliche Mission, um die Antwort auf diese Schicksalsfrage der Menschheit zu finden. Ein spannender Sci-Fi-Roman - originell und höchst unterhaltsam!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 228
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783752891096
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 330 kBytes
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Die Reise

5

S ophie trat ein und die drei eilten ihr entgegen und schlossen sie in ihre Arme. Wenigstens waren sie nun alle beisammen, das war ein tröstender Gedanke.

"Alles ist zusammengebrochen, es ist furchtbar, was passiert mit unserer Sonne? Meine Kollegen und ich haben versucht, die Systeme in der Firma nach dem Ausfall wieder in Gang zu setzen, doch nichts ging mehr, selbst mit den Notstromaggregaten war keine Kommunikation mit den Servern möglich. Da Panik ausbrach und jeder nur nach Hause wollte, hat der Chef uns bis auf Weiteres freigestellt ... es muss mehr dahinterstecken als ein einfacher Stromausfall. Wollen wir uns nicht setzen? Fühl mich sonst noch zappeliger!" Sie nahmen am Esstisch Platz und sie fuhr atemlos fort: "Die Straßen sind verstopft. Überall Stau. Zum Glück kenne ich Schleichwege. Und welch ein Segen, dass ich gestern auf dem Nachhauseweg getankt habe, sonst würde ich jetzt immer noch in einer der Schlangen vor den Tankstellen stehen und durchdrehen! Überall herrscht Chaos. Befände sich unsere Firma im Stadtzentrum, wäre kein Entrinnen möglich gewesen. Zwei meiner Kollegen habe ich mitgenommen, sie haben hier Verwandte, sie denken, auf dem Land sind sie sicherer als in Berlin." Sie zuckte zusammen. "Mein Gott, hätt ich keinen Sprit gehabt, was hätt ich dann gemacht?" Sie erschauerte bei dem Gedanken daran. "Und ich hätte euch nicht mal anrufen können."

"Ja, wir haben auch versucht, dich in der Firma zu erreichen, doch dein Handy war ...", irgendetwas schien Konstantin abzulenken, denn er brach mitten im Satz ab, riss die Augen auf und starr vor Entsetzen stotterte er: "Oh, m... m... mein Gott!" Hannah fühlte sich angesprochen, sie saß ihm am Tisch gegenüber und im schwachen Kerzenlicht bemerkte sie nicht, dass er nicht sie anblickte, sondern an ihr vorbei aus dem Fenster schaute. "Was ist", fragte sie verstört, "was ist an mir?"

Er schob seinen Stuhl nach hinten, mit solch einer Hast und Heftigkeit, dass dieser mit lautem Gepolter umfiel. Sophie stöhnte wütend auf, denn sie kannte Konstantins Hang zur Theatralik und zu heftigen Gefühlsausbrüchen und da sie immer noch nicht aufhörte, ihren Bruder zu erziehen, sagte sie streng: "Konstantin, warum benimmst du dich selbst in solch einer Notlage wie ein Kleinkind? Das kann doch nicht wahr sein!" Und dann ließ sie ein langgezogenes "Maamaa!" folgen, dessen Bedeutung allen Anwesenden sehr gut bekannt war. Und um dem Ganzen Nachdruck zu verleihen, gab sie noch einen für sie typischen missmutigen Laut von sich und legte ihren Kopf auf die verschränkten Arme. Dabei entging ihr völlig, dass ihre Mutter, die neben Konstantin saß, ebenfalls entgeistert nach draußen blickte. Spätestens jetzt wurde Hannah klar, dass nicht sie gemeint war, und sie wagte es, ihren Oberkörper Richtung Fenster zu drehen und sich umzugucken. Dabei rüttelte sie wortlos an Sophies Arm, die noch immer ihren Groll pflegte und von der Szenerie am Esszimmertisch nichts mitbekam.

Luise löste sich als Erste aus der Starre und wagte, das Unfassbare in Worte zu fassen. "Das ist ... das kann nicht sein, das kann doch nicht wahr sein, oh, mein Gott ...", stammelte sie entsetzt, "das ist doch der Mars! Oh, mein Gott, er kommt immer näher!"

Hannahs erster Impuls war, nach draußen zu rennen, doch die drei hielten sie fest. "Wo willst du denn hin?", schrien sie sie an. "Wir bleiben im Haus! Dreh nicht durch!" Je hysterischer Hannah wurde, umso ruhiger wurden die anderen. "Wir müssen uns ducken", kreischte Hannah, "los, Kinder, los Luise, wir verstecken uns!"

"Was soll denn das bringen?!", fragte Konstantin und drückte sein Gesicht an die Fensterscheibe. "Wir werden alle sterben!", schrie Hannah schrill. "Wir sterben bald, oh, ist das furchtbar! Lasst uns in den Keller gehen! Sofort!" Sie war völlig außer sich.

"Ich versteck mich nicht, ich will gucken!", entgegnete der junge Mann. "Was willst du da gucken

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