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DIE SCHACHFIGUREN DES MARS Fünfter Band des MARS-Zyklus von Burroughs, Edgar Rice (eBook)

  • Verlag: BookRix
eBook (ePUB)
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DIE SCHACHFIGUREN DES MARS

Ungestüm und eigensinnig ist Tara, Prinzessin von Helium und Tochter von John Carter. Tara trifft auf Prinz Gahan von Gathol; zunächst ist sie wenig beeindruckt von ihm und betrachtet ihn als eine Art Dandy. Später gerät sie mit ihrem Fluggerät in einen Sturm und verliert die Kontrolle über das Schiff - und der Sturm trägt sie in eine unbekannte Region von Barsoom. Nach der Landung und der Flucht vor einem Rudel wilder Marslöwen wird sie von den schrecklichen Kaldanern gefangen genommen... Der Roman Die Schachfiguren des Mars erschien erstmals im April 1916 (unter dem Titel The Chessmen Of Mars) als 3teilige Fortsetzungsgeschichte im The-All-Story-Magazin; die erste Buchausgabe folgte 1920. Der Apex-Verlag macht Die Schachfiguren des Mars zum ersten Mal seit über zwanzig Jahren wieder als deutschsprachige Ausgabe verfügbar, neu ins Deutsche übersetzt von Gabriele C. Woiwode.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783748723066
    Verlag: BookRix
    Größe: 1631 kBytes
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DIE SCHACHFIGUREN DES MARS

Kapitel 1: Tara im Zorn

Tara von Helium erhob sich von dem Stapel aus Seiden und weichen Fellen, auf den sie sich niedergelegt hatte, streckte träge ihren geschmeidigen Körper und durchquerte das Zimmer bis zur Mitte, wo über einem großen Tisch eine bronzene Scheibe von der niedrigen Decke hing.

Tara von Helium war mit strahlender Gesundheit und körperlicher Makellosigkeit gesegnet, mit der mühelosen Harmonie vollkommener Koordination. Ein Schal aus hauchdünner Seide war, über einer Schulter gekreuzt, um ihren Körper gewickelt, und ihr schwarzes Haar türmte sich hoch auf ihrem Kopf.

Mit einem hölzernen Stab schlug sie leicht gegen die Bronzescheibe. Ihr Zeichen wurde durch das Eintreten eines Sklavenmädchens beantwortet, das lächelnd eintrat und mit einem ebensolchen Lächeln von ihrer Herrin begrüßt wurde.

"Sind die Gäste meines Vater schon gekommen?", fragte die Prinzessin.

"Ja, Tara von Helium, sie treffen gerade ein", antwortete die Sklavin. "Ich habe Kantos Kan, den Oberbefehlshaber der Marine gesehen, und Prinz Soran von Ptarth und Djor Kantos, den Sohn von Kantos Kan."

Beim Erwähnen von Djor Kantos Namen warf sie einen spitzbübischen Blick auf ihre Herrin.

"Und - oh, da waren noch andere, es sind sehr viele gekommen."

"Mein Bad dann also, Uthia", erwiderte ihre Herrin. "Aber Uthia", fuhr sie fort, "warum machst du bei der Erwähnung von Djor Kantos Namen so ein Gesicht und lächelst dabei ?"

Das Sklavenmädchen lachte fröhlich. "Es ist für alle so offensichtlich, dass er Euch anbetet", erwiderte sie.

"Für mich ist das gar nicht offensichtlich", sagte Tara von Helium. "Er ist der Freund meines Bruders Carthoris, deshalb ist er häufig hier, aber doch nicht, um mich zu sehen. Es ist die Freundschaft zu Carthoris, die ihn so oft in den Palast meines Vaters führt."

"Aber Carthoris ist mit Talu, dem Jeddak von Okar 4 im Norden auf der Jagd !" , brachte Uthia ihr in Erinnerung.

"Mein Bad, Uthia !" , rief Tara vom Helium. "Deine Zunge wird dich noch mal in schwere Bedrängnis bringen."

"Euer Bad ist schon gerichtet, Tara von Helium", antwortete ihr das Mädchen. Ihre Augen blitzten immer noch vor Vergnügen; sie wusste sehr gut, dass im Herzen ihrer Herrin kein Ärger je die Liebe zu ihrer Sklavin verdrängen würde.

Der Tochter des Großen Kriegsherrn vorangehend, öffnete sie die Tür eines angrenzenden Raumes, in dem sich das Bad befand - eine schimmernde Fläche duftenden Wassers in einem Becken aus Marmor. Goldene Pfosten stützten eine Kette aus Gold, die das Becken umrandete und zu beiden Seiten der Marmorstufen bis ins Wasser hinunter reichte. Durch eine Glaskuppel fiel das Sonnenlicht ins Innere und spiegelte sich im glänzenden Weiß der Marmorwände und in einem Prozessionszug aus Badenden und Fischen, der, traditionell in Gold eingelegt, kreisförmig als breites Band den Raum umlief.

Tara von Helium wickelte den Schal von ihrem Körper und reichte ihn ihrer Sklavin. Langsam stieg sie die Stufen ins Wasser hinunter und prüfte die Temperatur mit ihrem ebenmäßigen Fuß. Einem Fuß, der nicht durch enge und hochhackige Schuhe deformiert worden war - ein lieblicher Fuß, der, wie es selten vorkommt, so geformt war, wie Gott ihn beabsichtigt hatte.

Das Wasser zu ihrem Gefallen befindend, schwamm das Mädchen gemächlich im Schwimmbecken hin und her. Sie schwamm mit der seidengleichen Leichtigkeit einer Robbe, mal an der Oberfläche, mal unter Wasser; ihre geschmeidigen Muskeln bewegten sich weich unter ihrer klaren Haut - ein wortloser Gesang auf Gesundheit, Glück und Anmut.

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