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Die Shannara-Chroniken: Die dunkle Gabe von Shannara 2 - Blutfeuer Roman von Brooks, Terry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.07.2019
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die Shannara-Chroniken: Die dunkle Gabe von Shannara 2 - Blutfeuer

Beste heroische Fantasy aus der Feder von New-York-Times-Bestsellerautor Terry Brooks - erstmals in deutscher Sprache! Arling Elessedil, die Anführerin der Druiden, wagt sich mit ihren Anhängern in das Reich der Dämonen vor. Dort sollen sich die legendären Elfensteine befinden, deren Macht die Magie in die Vier Lande zurückzubringen vermag. Doch es könnte längst alles zu spät sein, denn die Barriere, die das Dämonenreich von der Welt der Menschen trennt, wankt bereits. Plötzlich hängt alles von Arlings Schwester Aphenglow ab. Diese muss sich allein der Armee der Dunkelheit stellen, um Arling genug Zeit zu verschaffen, die Elfensteine zu finden. Im Jahr 1977 veränderte sich das Leben des Rechtsanwalts Terry Brooks, geboren 1944 in Illinois, USA, grundlegend: Gleich der erste Roman des begeisterten Tolkien-Fans eroberte die Bestsellerlisten und hielt sich dort monatelang. Doch "Das Schwert von Shannara" war nur der Beginn einer atemberaubenden Karriere, denn bislang sind mehr als zwanzig Bände seiner Shannara-Saga erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 15.07.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641241100
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Bloodfire Quest
    Größe: 2107 kBytes
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Die Shannara-Chroniken: Die dunkle Gabe von Shannara 2 - Blutfeuer

1

Arlingfant Elessedil saß wie erstarrt unter dem weiten Baldachin des Ellcrys und hörte Worte, die wie ein Wispern durch ihren Kopf hallten.

Kind, ich brauche dich.

Hatte sie das wirklich gehört oder hatte sie es sich eingebildet? Wessen Stimme war das? Noch immer hatte sie die Augen geschlossen, und von ihrer Anwesenheit im Garten des Lebens war wenig zu spüren, wenn man von dem Raum absah, den sie einnahm, und vom leisen Geräusch ihres Atems. Der Sonnenaufgang war nicht mehr fern, und langsam erwachte der Tag zu neuem Leben. Die Welt schlief noch, und die Elfen von Arborlon regten sich kaum. Träume regierten die Welt.

Erneut fühlte sie die sanfte Berührung, öffnete die Augen und sah sich um. Ein schlanker, silberner Ast mit scharlachroten Blättern lag auf ihrer Schulter. Er bewegte sich leicht wie eine Feder, und sie spürte ihn fremdartig und doch irgendwie beruhigend durch die Kleidung hindurch.

- Kind, hörst du mich -

Arling erhob sich voller Furcht und Erwartung auf die Knie und sah zu dem alten Baum auf. Ihr Herz klopfte, und sie merkte, dass sich der Ast, der auf ihrer Schulter lag, mit ihr bewegte und den Kontakt zu ihr hielt.

"Ich bin hier", flüsterte sie.

Um sie herum veränderte sich das Licht, und die Dunkelheit wich dem Tagesanbruch, das Schwarz verwandelte sich mit dem Morgengrauen im Osten zu Silber. Und in dieser eigenartigen Zeit zwischen Tag und Nacht schien die Welt stillzustehen.

- Lange Jahre bin ich dem Ruf treu gefolgt und habe mich gegen die Elemente und gegen die Launen und die Unbeständigkeit von Natur und Mensch behauptet. Lange Jahre habe ich allen Erwartungen und Herausforderungen entsprochen und habe nie bereut, meine frühere Existenz aufgegeben zu haben. Aber mit der Zeit vergeht alles Lebende, und das gilt auch für mich -

Das war keine Einbildung, dachte Arling. Der Baum sprach mit ihr. Sie hörte die Stimme des Ellcrys, spürte, dass es da einen Zusammenhang gab zwischen der Stimme und dem Ast, der auf ihrer Schulter ruhte. Zwischen ihnen bestand eine Verbindung.

Und es gab auch eine Verbindung zu ihr.

Noch während Arling zu begreifen versuchte, was hier vor sich ging, sprach der Baum erneut.

- Es geht langsam vonstatten, trotzdem ist es unaufhaltsam. Uns bleibt Zeit, das Notwendige zu tun, doch zunächst einmal musst du verstehen. Du bist eine Erwählte und stehst in meinen Diensten. Viele andere sind dir vorausgegangen. Und auch jetzt dienen andere neben dir. Doch du bist etwas Besonderes, Kind. Du trägst die Blutzeichen in dir, die mir verraten, dass niemand meinem Zweck so gut dienen wird wie du -

Arling blinzelte aufgeregt und begriff, dass der Ellcrys sie lobte. Er schien etwas an ihr entdeckt zu haben, das bei den anderen nicht vorhanden war. Aber Arling hatte keine Vorstellung davon, was er meinte. Blutzeichen?

"Ich verstehe nicht", platzte sie heraus.

Sie schämte sich für dieses Eingeständnis. Natürlich wollte sie helfen und dienen, wie auch immer ihr das möglich war. Aber der Ellcrys hatte ihr soeben mitgeteilt, dass er im Vergehen begriffen war, dass die Zeit ihren Tribut forderte, und Arling wusste nicht, was von ihr erwartet wurde.

- Ich sterbe -

Das war es. Die Wahrheit, klar und unmissverständlich. Der Ellcrys näherte sich seinem Lebensende. Arlingfant traten die Tränen in die Augen, und das Atmen wurde ihr schwer. Wie konnte das sein? Der Ellcrys zeigte keine Anzeichen von Verfall - kein welkes Laub, keine abgefallenen Äste und keine Veränderungen der Farbe und der Gestalt. Alles sah aus, wie es sollte, und trotzdem erzählte ihr der Baum etwas anderes. Ihr! Arlingfant wollte nicht die Verantwortung tragen, die mit diesem Wissen einherging. Sie hatte in ihrer Zeit als Erwählte alles getan, worum man sie gebeten hatte, und noch viel mehr. Das hatte sie nicht verdient!

- Kind, du bist von großem Wert für mich&nb

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