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Die Shannara-Chroniken: Die Erben von Shannara 4 - Schattenreiter Roman von Brooks, Terry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.07.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die Shannara-Chroniken: Die Erben von Shannara 4 - Schattenreiter

Nach dem großen Erfolg der TV-Serie: Die Saga geht weiter!
Die drei Nachfahren von Shannara haben die Aufgaben gemeistert, die ihnen der Geist des Druiden Allanon auferlegt hatte. Wren hat das verschollene Volk der Elfen in die Welt zurückgeführt. Par hat das magische Schwert von Shannara gefunden. Und Walker Boh hat Paranor, die Festung der Druiden, aufgespürt und wurde so selbst zum Druiden. Doch Rimmer Dall, der Anführer der dunklen Föderation, entfesselt nun ihre gesamte Macht gegen die Erben Shannaras. Während er die vier Schattenreiter nach Paranor entsendet, um Walker Boh zu vernichten, setzt er gleichzeitig die Armee der Föderation in Marsch, um die zurückgekehrten Elfen zu unterwerfen. Nicht jeder wird den Kampf überleben ...
Dieser Roman ist bereits geteilt in zwei Bänden erschienen unter den Titeln "Die Reiter von Shannara" und "Die Talismane von Shannara".

Im Jahr 1977 veränderte sich das Leben des Rechtsanwalts Terry Brooks, geboren 1944 in Illinois, USA, grundlegend: Gleich der erste Roman des begeisterten Tolkien-Fans eroberte die Bestsellerlisten und hielt sich dort monatelang. Doch "Das Schwert von Shannara" war nur der Beginn einer atemberaubenden Karriere, denn bislang sind mehr als zwanzig Bände seiner Shannara-Saga erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 608
    Erscheinungsdatum: 16.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641212797
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: The Talismans of Shannara
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Die Shannara-Chroniken: Die Erben von Shannara 4 - Schattenreiter

1

Die Dämmerung senkte sich über die Vier Länder. Das Licht nahm einen grauen Ton an, die Schatten wurden allmählich länger. Auch die Hitze des Tages ließ langsam nach, als der rote Feuerball der Sonne im Westen versank und sich die heiße, trockene Luft abkühlte. Mit einsetzender Ruhe kam die Welt zum Schweigen, und Laub und Gras zitterten bei Tagesende in Erwartung der bevorstehenden Nacht.

Dort, wo sich der Mermidon in den Regenbogensee ergoss, stand schwarz, undurchdringlich und stumm die Südwacht. Der Wind strich über den See und den Fluss, blieb aber dem Obelisken fern, als suchte er sich lieber einen verlockenderen Ort. Die Luft um den dunklen Turm flimmerte, die abgestrahlte Hitze erzeugte flüchtige Geisterbilder von den Umrissen. Ein einsamer Jäger am Ufer des Gewässers schaute furchtsam auf, als er vorbeiging, und setzte seinen Weg dann hastig fort.

In der gespenstischen Stille im Inneren des Turms gingen gesichtslose Schattenwesen in Kapuzenmänteln pflichterfüllt ihren Aufgaben nach.

Rimmer Dall stand am Fenster, betrachtete das Zwielicht über dem Land und beobachtete, wie die Farbe wich, während die Nacht verstohlen aus dem Osten herankroch und die Ihrigen um sich scharte.

Die Nacht, unsere Mutter, unser Trost.

Er stand in seinen dunklen Gewändern unbeweglich da, die Hände hinter dem Rücken verschränkt, die Kapuze von seinem grobknochigen, rotbärtigen Gesicht zurückgezogen. Er wirkte hart und gefühllos, und wenn man ihm das so gesagt hätte, wäre er darüber erfreut gewesen. Aber seine Erscheinung interessierte den Ersten Sucher schon lange nicht mehr - und genauso lange war es her, dass er überhaupt darüber nachgedacht hatte. Sein Äußeres war von wenig Belang; er konnte aussehen, wie er wollte. Wichtig war nur, welches Feuer in ihm brannte. Das gab ihm Leben.

Seine Augen glitzerten, während er über das, was vor ihm zu sehen war, hinausschaute zu dem, was eines Tages sein würde.

Zu dem, was verheißen war.

In der Stille war er mit seinen Gedanken allein. Die anderen existierten für ihn nicht, sie waren Geister ohne Körper. Von unten, aus dem tiefen Inneren des Turms, hörte er das Arbeiten der Magie, das tiefe Schnaufen ihres Atems, den Schlag ihres Herzens. Er lauschte darauf und ließ seinen Gedanken freien Lauf, eine Angewohnheit, die seinem rastlosen Geist Ruhe schenkte. Die Macht gehörte ihnen, aus dem Äther in Substanz verwandelt, mit Gestalt und Form und einem Ziel versehen. Darin bestand die Gabe der Schattenwesen, und sie gehörte ihnen allein.

Den Druiden und ihresgleichen zum Trotz.

Er versuchte zu lächeln, aber sein Mund verweigerte sich, und das Lächeln verschwand in der harten Linie seiner Lippen. Seine behandschuhte Linke rieb die bloßen Finger seiner Rechten. Macht für Macht, Stärke für Stärke. Auf seiner Brust schimmerte das silberne Wolfskopf-Abzeichen.

Bum, bum, dröhnte die arbeitende Magie tief unter ihm.

Rimmer Dall wandte sich wieder dem dunklen Raum zu, dem Raum, in dem er bis vor kurzem Coll Ohmsford gefangen gehalten hatte. Jetzt war der Talbewohner nicht mehr hier - geflohen, wie er glaubte, aber eigentlich hatte der Sucher ihn laufen lassen und auf andere Art in Gefangenschaft gehalten. Coll war aufgebrochen, um seinen Bruder zu finden: Par.

Den mit der echten Magie.

Den, der Rimmer Dall gehören würde.

Der Erste Sucher trat vom Fenster zurück und setzte sich an den blanken Holztisch. Unter dem Gewicht seiner großen Gestalt knarrte der Stuhl. Rimmer Dall faltete die Hände vor sich auf dem Tisch und legte das raue Gesicht darauf.

Alle Ohmsfords waren wieder in den Vier Ländern, alle Nachfahren von Shannara waren von ihren Unternehmungen zurückgekehrt. Walker Boh hatte, trotz Pe Ell, den Schwarzen Elfenstein aus Eldwist geholt und mit seiner Magie Paranor in die Welt der Menschen zurückgebracht. Walker selbst war der erste neue Druide g

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