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Die Shannara-Chroniken: Die Großen Kriege 3 - Die Flüchtlinge von Shannara Roman von Brooks, Terry (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.10.2016
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Die Shannara-Chroniken: Die Großen Kriege 3 - Die Flüchtlinge von Shannara

Die letzten Städte der Menschen sind gefallen. Dämonen und schreckliche Monstren beherrschen nun das Land. Sie machen Jagd auf Logan Tom, Angel Perez und ihre wild zusammengewürfelte Gruppe von Flüchtlingen, die versuchen, sich nach Norden durchzuschlagen - zu jenem sicheren Ort, von dem der geheimnisvolle König vom Silberfluss gesprochen hat. Doch um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Flüchtlinge unzählige Gefahren überwinden. Denn auf dem Spiel steht die Zukunft der Menschen und die der Elfen ... Im Jahr 1977 veränderte sich das Leben des Rechtsanwalts Terry Brooks, geboren 1944 in Illinois, USA, grundlegend: Gleich der erste Roman des begeisterten Tolkien-Fans eroberte die Bestsellerlisten und hielt sich dort monatelang. Doch "Das Schwert von Shannara" war nur der Beginn einer atemberaubenden Karriere, denn bislang sind mehr als zwanzig Bände seiner Shannara-Saga erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 11.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641181277
    Verlag: Blanvalet
    Größe: 1593 kBytes
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Die Shannara-Chroniken: Die Großen Kriege 3 - Die Flüchtlinge von Shannara

1

Wills durchschritt die leeren Korridore der Hölle auf der Suche nach dem Code. Er war jeden Tag in diesen Fluren unterwegs, den ganzen Tag, und suchte. Immerhin war es ja möglich, dass er irgendeine Stelle übersehen hatte und sie am nächsten Tag finden würde. Aber das geschah nicht. Und tief im Herzen wusste er, dass es auch nie geschehen würde.

Es war vorbei. Sie waren am Ende, sie alle. In mehr als nur einer Hinsicht. Die anderen waren schon lange tot. Das gesamte Kommando, ausgelöscht von irgendeinem Virus, der seinen Weg hineingefunden hatte, durch die Luftschächte, durch Filter und Reiniger und Medico-Schirme und alle anderen Sicherheitsmaßnahmen hindurch, die schon Jahre zuvor installiert worden waren. Selbstverständlich waren sie nicht alle gleichzeitig gestorben. Begonnen hatte es mit acht von ihnen, und das lag nun mehr als zwei Jahre zurück. Jedenfalls glaubte er, dass es so lange her war. Er hatte jegliches Zeitgefühl verloren. Die anderen waren einer nach dem anderen gestorben, ein paar waren gleich krank geworden, andere nicht sofort und hatten so Hoffnungen geweckt, dass einige vielleicht überleben würden. Aber die Hoffnung war trügerisch gewesen. Nur er lebte noch. Er hatte keine Ahnung warum. Ihm kam es nicht so vor, als wäre er anders als die anderen, aber offenbar war das der Fall. Irgendeine kleine genetische Veränderung. Ein Antikörper, über den nur er verfügte. Oder vielleicht irrte er sich auch, und es war einfach nur Glück. Er lebte, die anderen waren tot. Sinn- und zwecklos, das alles. Es gab keinen Preis für den letzten Überlebenden. Nur ein Rätsel ohne Lösung.

Abramson und Perlo waren als Letzte gegangen. Wenn man Major Sowieso nicht zählte - wie hatte sie noch geheißen? Anders, Andrews oder so. Er konnte sich nicht mehr erinnern. Wie auch immer, für sie hatte nie viel Hoffnung bestanden. Sie war krank geworden und krank geblieben, und als sie schließlich starb, war sie bereits wochenlang schon so gut wie tot gewesen: das Hirn kurzgeschlossen, das Gedächtnis leer, der Mund sabbernd. Sie hatte nur noch auf dem Boden herumgelegen, seltsame Geräusche von sich gegeben und sie angestarrt, undeutlich vor sich hin brabbelnd, die Augen weit aufgerissen, das Gesicht verzerrt. Er hätte dem ein Ende gemacht, wenn er sich dazu hätte durchringen können. Aber er brachte es nicht über sich. Perlo hatte es schließlich getan. Perlo hatte nicht die gleichen Vorbehalte gehabt wie er. Er konnte sie sowieso nicht leiden, sagte er. Selbst als sie noch nicht krank gewesen war, hatte sie ihn genervt. Also war es ihm nicht schwer gefallen, ihr die Waffe an den Kopf zu halten und abzudrücken. Sie hätte ihm wahrscheinlich dafür gedankt, wenn sie dazu in der Lage gewesen wäre, sagte er hinterher.

Zwei Wochen später war Perlo ebenfalls tot, erschossen mit derselben Waffe. Er hatte sich entschlossen, nicht mehr länger zu warten. Hatte die Waffe mit beinahe vollem Magazin für die anderen zurückgelassen, ein unausgesprochener Hinweis, dass es vielleicht klug wäre, ihm zu folgen.

Sie hatten den Vorschlag nicht aufgegriffen. Abramson war noch beinahe sieben Monate am Leben geblieben, und er und Wills hatten in dieser kurzen Zeit gut zusammengearbeitet. Beide stammten aus dem Mittleren Westen, hatten jung geheiratet und waren in den Dienst ihres Landes getreten, hatten die Offiziersausbildung hinter sich gebracht, voll patriotischer Pflichterfüllung und stolz darauf, die Uniform tragen zu dürfen. Beide waren Piloten gewesen, bevor sie schnell befördert worden waren und in Kommandopositionen aufstiegen. All das war lange vorbei, aber sie hatten oft über die vergangenen, besseren Zeiten gesprochen. Sie erinnerten sich gerne daran, denn es gab ihnen das Gefühl, dass ihre Beharrlichkeit, ihr Durchhalten einen Sinn gehabt hatte, obwohl die ganze Geschichte kein gutes Ende genommen hatte.

Jetzt fiel es Wills schwer, sich zu erinnern, worin dieser Sinn bestanden hatte. Nach

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