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Die Siegel Asinjas Darya ye noor - Ozean des Lichts - Teil 1 von LaPatt, Andi (eBook)

  • Verlag: Franzius Verlag
eBook (ePUB)
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Die Siegel Asinjas

Nyella leidet unter dem Tod ihres Vaters und unter der Trennung von ihrem Heimatdorf. Als nach brutalen Zwischenfällen mit ihrem Stiefvater der Schierlingshof niederbrennt, auf dem sie leben, sind Nyella, ihre Mutter und der Stiefvater gezwungen, nach Breithorien in die Stadt zu ziehen, um dort erst einmal bei Freunden unterzukommen. In Breithorien lernt sie neue Freunde kennen, die mit ihr in die Welt der Gaukler und Artisten eintauchen. Bald schon erreichen schlechte Nachrichten die Stadt und verkünden den Tod König Wernots. Nyella wird mit dutzenden Mädchen von Schattenreitern entführt, doch ihr gelingt als Einzige die Flucht. Als sie durch Verbündete in das wundersame Dorf Asinja findet, das in den Bäumen erbaut wurde, findet sie dort weitaus mehr als nur neue Freunde. Eine neue, phantastische Welt offenbart sich der 16-jährigen. Abgesehen von einer magischen Herkunft, von der sie selbst noch nichts wusste, begegnet sie Wesen, die sie nur aus Legenden kennt und findet sich bald als Werkzeug höchster Magie wieder. Nyella muss den Mut finden, neue Wege zu gehen an der Seite ihrer neuen Verbündeten. Dabei lernt sie, ihre eigene schwierige Geschichte hinter sich zu lassen und den Menschen neu zu vertrauen. Was verbirgt sich hinter dem Stein, den sie auf wundersame Weise gefunden hat, und kann sie den anderen Mädchen helfen, die entführt wurden? Was ist das Geheimnis der Herkunft Nyellas, und was hat es auf sich mit Asinja? Begleiten Sie Nyella und ihre Verbündeten in die Hauptstadt Brintesia, in der Walrivia ihr Unwesen treibt. Und erleben Sie gemeinsam mit ihnen, dass Freundschaft, Mut und Zusammenhalt Berge versetzen können.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 537
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783945509678
    Verlag: Franzius Verlag
    Serie: Die Siegel Asinjas Tl.1
    Größe: 797 kBytes
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Die Siegel Asinjas

Kapitel 1: Der Stein

"Bei Vodanos Raben, Nyella, wo zum Henker bist du? Wie oft muss ich dich noch rufen?" Meine Mutter brüllte durch das ganze Gehöft. Widerwillig erhob ich mich, verabschiedete mich von den kleinen Katzen, mit denen ich im Stroh gespielt hatte, und schlich mich aus der Scheune. Ich klopfte mir den Schmutz vom Kleid. Lautlos tigerte ich um den Kuhstall herum, rannte am Schweinestall vorbei und gab mich zu erkennen: "Ich komme gleich." Meine Mutter stand im Hauseingang, eine schmutzige Schürze umgebunden und sah mich aufgebracht an: "Du weißt genau, wie Vater reagiert, wenn ich dich so lange bitten muss. Musst du mir immer so viel Kummer machen? Bin ich nicht schon gestraft genug?" Ihr Gesicht war voller Falten, verzogen von Kummer und Wut.

Es muss schwer gewesen sein, nach dem Tod meines Vaters, einen anderen Mann heiraten zu müssen, um sich und ihr Kind zu schützen. In unser altes Dorf konnten wir nicht zurückkehren, denn dort fürchteten sich die Leute vor meiner Mutter. Sie mussten wohl glauben, meine Mutter wäre eine Hexe. Die Färbung der Augen war so außergewöhnlich, so als wären sie nicht von dieser Welt. So, als wäre meine Mutter nicht von dieser Welt. Und genau das ging vielen durch den Kopf, als sie meiner Mutter begegneten. Der direkte Augenkontakt wurde gemieden, meine Mutter schließlich aus ihrer Mitte ausgeschlossen. Sie waren überzeugt davon gewesen, dass meine Mutter mitschuldig gewesen war am Tod meines Vaters.

Nun waren wir hier gelandet, auf dem Schierlingshof. Hier war ich die meiste Zeit allein, und das nagte an mir. Ich wäre am liebsten für immer weggelaufen, im Rucksack die kleinen Katzen aus der Scheune. Sogar in den Norden wäre ich geflohen, wenn es hätte sein müssen. Alles war besser, als hier zu sein.

Als ich schließlich in die alte Küche kam, saß Hangar am obersten Platz auf seinem Stuhl, breitbeinig, mit seinen schmutzigen Händen und dicken Armen auf dem Tisch. Er schlug mit der Faust auf das Holz und brüllte mich an: "Was hab ich für eine Familie geheiratet. Zwei Weiber, die zu faul sind, und die zu nichts zu gebrauchen sind. Nicht einmal zum Essen kannst du pünktlich erscheinen. Du bist ein Krüppel, den man bei der Geburt hätte ersäufen sollen. Wahrscheinlich kann ich dich nicht einmal den Wanderhuren verkaufen, so strohdumm, wie du bist!"

Ich zuckte zusammen und sah, wie meine Mutter beinahe die Schüssel fallengelassen hätte. Die Wanderhuren? Ich schluckte leer, entschuldigte mich und setzte mich artig an den Tisch. Ich wusste, dass ich nichts weiter sagen durfte, sonst würde er mich halb tot schlagen. Hangar grunzte zufrieden. Es schien ihn zu erheitern, mir Angst einzujagen. Es blieb meist nicht beim Angsteinjagen. Mein geschundener Körper wusste ein Lied von seiner Prügel zu singen, ganz zu schweigen von den nächtlichen Besuchen, die er mir abstattete. Er nahm sich, was er wollte, und er tat es grob und ohne jede Rücksicht. Ich hatte es aufgegeben, meine Mutter darum zu bitten, ihn nicht "Vater" zu nennen. Er war nicht mein Vater. Mein Vater war tot.

Beim Faustschlag auf den Tisch war Hangar's Trinkhorn umgekippt. Mutter konnte den Met nicht schnell genug nachschenken, als Hangar schließlich explodierte. Er schrie in der Küche herum, warf den üppig gefüllten Teller an die Wand. Das Holz zerbarst und die Suppe ergoss sich über die Wand. Der Krach war ohrenbetäubend. Er sprang auf, warf den Stuhl um, wetterte weiter und warf sich auf meine Mutter. Mit einem Holzlöffel prügelte er auf sie ein und riss sie schließlich an den Haaren aus der Küche. Er schleifte sie ins Nebenzimmer, während sie versuchte, mit zappelnden Füssen mitzuhalten. Sie bemühte sich, jeden Laut zu unterdrücken. Wir beide wussten, wie sehr ihn das noch mehr in Rage bringen würde. Ich saß zitternd am Tisch und musste zuhören, wie sich die Schläge anhörten, die Hangar meiner

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