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Die Stadt am Ende der Zeit Roman von Bear, Greg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.12.2011
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Die Stadt am Ende der Zeit

Die unmögliche Stadt Es gibt sie wirklich, die Stadt am Ende der Zeit - zumindest behauptet das eine skurrile Kleinanzeige in einer Seattler Zeitung, die auch nur von skurrilen Menschen gelesen wird. Doch als drei dieser Leser auf die Anzeige antworten, beginnt eines der fantastischsten Abenteuer, das je erzählt wurde. Denn es gibt sie wirklich, die Stadt am Ende der Zeit. Eine Stadt, deren Technologie so weit fortgeschritten ist, dass man sie von Magie kaum mehr unterscheiden kann. Eine Stadt, in die sich die letzten Lebewesen eines sterbenden Universums geflüchtet haben. Eine Stadt, die nun Kontakt mit der Gegenwart aufnimmt - um zu retten, was wir als "Mensch" bezeichnen. Greg Bear wurde 1951 in San Diego geboren und studierte dort englische Literatur. Seit 1975 als freier Schriftsteller tätig, gilt er heute als einer der ideenreichsten wissenschaftlich orientierten Autoren der Gegenwart. Etliche seiner Romane wurden zu internationalen Bestsellern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 896
    Erscheinungsdatum: 16.12.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641077150
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: City at the End of Time
    Größe: 883 kBytes
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Die Stadt am Ende der Zeit

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VIERZEHN NULLEN

PROLOG

Die Kalpa

Tief ist der Brunnen der Vergangenheit. Sollte man ihn nicht unergründlich nennen?

Thomas Mann: Joseph und seine Brüder

"Es ist die Zeit", hörte Alan sich flüstern. "Die Zeit, die sich wie eine Flut zurückgezogen hat und uns hat stranden lassen."

C.L. Moore und Henry Kuttner:
Der Brunnen der Unsterblichkeit

Alles, was Sie zu wissen glauben, ist falsch.

Firesign Theater

Es war gefährlich, sich dem Zerstörten Turm zu nähern.

Der Hüter Ghentun, der allein am äußeren Rand eines mehrere Hundert Meter weiten, von beängstigend hohen Kristallfenstern eingefassten Raumes stand, hüllte sich wegen der beißenden Kälte fester in seinen Umhang. Zu seinen Füßen sprudelte eine dünne Luftblase; über dem Weg, der ihn von den Aufzügen hierhergeführt hatte, hing feiner Eisnebel. Dieser Teil der Stadt war mit Wesen seiner Art und deren Körpern wenig vertraut und kaum bereit, sich auf die anders gearteten Bedürfnisse einzustellen.

Nur selten kamen Diener des Bibliothekars in die Kammer, um Bittsteller aus den unteren Ebenen zu empfangen. Es war nahezu unmöglich, einen Gesprächstermin zu bekommen. Dennoch hatte Ghentun es gewagt, um eine Audienz zu bitten, und war tatsächlich vorgeladen worden.

Die hohen Fenster boten eine umfassende Aussicht auf das, was jenseits der Stadt lag, von der Zwischenzone bis zur Grenze des Realen, hinter der das Chaos des Typhon lag. In der Kalpa war nur dieser eine Turm mit Fenstern versehen, durch die man in die Außenwelt blicken konnte. Die übrige Stadt hatte sich schon vor langer Zeit von der beängstigenden, entsetzlichen Szenerie dort draußen abgeschottet.

Ghentun ging auf das nächste Fenster zu und wappnete sich gegen das, was er gleich zu sehen bekäme. Unmittelbar unter ihm lagen drei gewundene Gebäudekomplexe, die an Schiffsbuge erinnerten und so wirkten, als wollten sie jeden Augenblick zum Sprung in die Dunkelheit ansetzen: die letzten Bione der Kalpa, die alles umfassten, was von der Menschheit übrig geblieben war. Die riesigen Bauten waren von einem schmalen grauen Gürtel umgeben; jenseits davon lag der breite, dunkle Ring der Zwischenzone, der einem ungleichmäßig gezogenen Kreis ähnelte. Eine nach außen gerichtete Phalanx von langsam rotierenden Spitztürmen schützte den Ring und alles, was er umschloss. Von hier aus wirkten die Türme so schemenhaft, als wären sie in Brackwasser versunken. Das waren die Verteidiger, die Realitätsgeneratoren am äußersten Rand der Stadt.

Jenseits der geschützten Zone beschrieben vier mit Trümmern gefüllte Krater - die verlorenen Bione der Kalpa - ausgedehnte Seitenkurven, die sich Hunderte von Kilometern weiter in der Dunkelheit trafen: Das war der ursprüngliche Ring um die Stadt.

Aus dem Chaos heraus ließ die gewaltige Kugel des Zeugen ihren grauen, messerscharfen Suchscheinwerfer über die verlorenen Bione und die Zwischenzone gleiten. Nachdem er die von Nebel verhüllten Verteidigungsanlagen in sein grelles Licht getaucht hatte, schoss er in hohem Bogen empor, als wolle er als Nächstes gierig nach dem Turm greifen. Das blendende Licht tat in den Augen weh. Als der Strahl durch die Kammer schnitt, wandte Ghentun den Blick ab.

Genau an dieser Stelle hatte früher einmal Sangmer gestanden, um seine Reiseroute festzulegen. Er war der Erste gewesen, der versucht hatte, mit seiner Gefolgschaft das Chaos zu durchqueren. Nach einigen Tag-Nacht-Zyklen war er vom Zerstörten Turm, der auch damals schon Malregard hieß, heruntergestiegen und hatte sich mit fünf tapferen Gefährten - allesamt abenteuerlustige Philosophen - auf die Mission begeben, die zu seiner letzten werden sollte.

Niemand hatte je wieder von der Gruppe geh

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