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Die Steinprinzessin von Kastner, Corinna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.10.2014
  • Verlag: hockebooks
eBook (ePUB)
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Die Steinprinzessin

Nach dem Tod seiner Mutter wird Pierre in eine jahrhundertealte Fehde zwischen zwei verfeindeten Völkern hineingezogen: den Steinmenschen und den Steinbrechern. Pierre weiß noch nicht, dass nur er den Untergang des ganzen Volkes verhindern kann, indem er die Prinzessin der Steinmenschen befreit. Mitten in dieser magischen Welt gerät Pierre in einen gnadenlosen Kampf zwischen Gut und Böse. Wird es ihm gelingen, die Steinwelt zu retten? "Ein Buch zu schreiben, ist für mich wie ein Abenteuer, in dem ich selbst zuweilen genauso überrascht werde wie die Leser." Corinna Kastner, geboren in der Rattenfängerstadt Hameln, arbeitet am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung in Hannover. Seit 2005 veröffentlicht sie schauplatzorientierte Spannungsromane. Nachdem sie ihre Leser mit ihren ersten drei Romanen "Eileens Geheimnis", "Das Erbe von Ragusa" und "Die geheimen Schlüssel" (Lübbe) begeistert hat, belegte sie mit "Die verborgene Kammer" (ebenfalls Lübbe) 2010 den dritten Platz beim DeLia Literaturpreis. Es folgten die beiden Regios "Fischland-Mord" und "Fischland-Rache" (emons), mit denen sie nicht nur ihrer Liebe zum Fischland an der Ostsee, sondern auch der zum Genre Krimi folgte. Corinna Kastner lebt mit ihrem Mann, dem Schriftsteller Jörg Kastner, in Hannover.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 280
    Erscheinungsdatum: 16.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783943824353
    Verlag: hockebooks
    Größe: 1217 kBytes
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Die Steinprinzessin

10

Regungslos lehnte Silex mit verschränkten Armen an einer Felssäule und dachte nach. Etwas war schief gelaufen, das spürte er. Sollte es Caillou gelungen sein, Pierre in die Steinwelt zu bringen, würden er und Diamant zweifellos dafür sorgen, dass der Junge nichts anderes mehr im Kopf hatte, als seine Mutter zu befreien. Wenn ihnen das gelang, konnte Silex seine Pläne begraben.

Emeraudes Geiselnahme war über einen langen Zeitraum geplant worden. Sie konnten nicht wissen, wann sich das nächste Mal so eine Gelegenheit ergeben würde, die Steinmenschen herauszufordern - mit derart guten Aussichten jedenfalls. Nicht erst seit er Fürst der Steinbrecher war, hatte Silex über eine Möglichkeit nachgedacht, die Regierung der Steinmenschen zu stürzen. Viel länger schon beherrschten ihn solche Gedanken. Dann wurde ihm von seinen Spionen berichtet, dass sich ausgerechnet die Steinprinzessin in den Kopf gesetzt hatte, in der Oberwelt zu leben. Er wusste, wenn sie dort starb, blieb ihr keine andere Möglichkeit, in ihre Welt zurückzukehren, als das Tor - für einen anderen reinen Energieübergang wäre sie zu schwach.

Nach der Übernahme und Besetzung des Tors hatten Wissenschaftler den vierten Teil einer Generation damit zugebracht, herauszufinden, auf welcher Grundlage es funktionierte. Gleichzeitig begannen ihre Feinde gezwungenermaßen mit der Erforschung der Möglichkeiten, die Oberwelt auch ohne Hilfe des Tors betreten zu können. Die Steinmenschen waren dabei eindeutig im Vorteil, weil ihnen längst klar war, in welcher Weise das Tor den Übergang ermöglichte. Als auch die Steinbrecher die Lösung dazu gefunden hatten, wurde schnell ersichtlich, dass ihnen der Übergang ohne die künstliche Hilfe des Tors verwehrt bleiben würde, und zwar ausnahmslos. Weil sie dazu im falschen Gebiet des Steinreiches lebten.

Hinter sich hörte Silex jemanden kommen. Er drehte sich um und sah Opale entgegen, ihre Leute im Gefolge. Sie machten keinen sehr euphorischen Eindruck. Opale richtete ihren Blick auf irgendeinen Punkt hinter Silex. "Ich habe versagt. Caillou war schneller und ich konnte Pierre nicht zurückhalten."

Silex' Augen verdunkelten sich, obwohl er bereits geahnt hatte, was Opale ihm jetzt nur noch bestätigte.

"Was passiert jetzt?", fragte sie unsicher und mit gesenktem Blick.

Mit undurchdringlicher Miene betrachtete Silex das Mädchen. "Opale", sagte er. Sie schaute auf und Silex erkannte Tränen in ihren Augen. "Es ist nicht deine Schuld."

"Doch!", widersprach Opale heftig. "Wenn unsere Sache scheitert, bin ich dafür verantwortlich. Falls Pierre die Steinprinzessin befreien kann, ist dein Ultimatum nichts mehr wert und wir stehen wieder am Anfang."

"Opale", wiederholte Silex. "Wir stehen keineswegs am Anfang. Die Steinmenschen wissen jetzt, dass sie uns mehr zu fürchten haben, als sie glaubten. Ihre Spione sind enttarnt und nützen ihnen nichts mehr, wir haben im Augenblick mehr Macht über sie als je zuvor. Wir werden gewinnen!"

"Wie kannst du so sicher sein?"

"Wir haben immer noch Emeraude."

"Aber vielleicht nicht mehr lange."

"Auf jeden Fall wird der Junge erst mal eine Weile brauchen, bis hierher vorzudringen. Falls es ihm überhaupt gelingt. Unsere Grenzposten werden gewappnet sein und sie wissen, was zu tun ist."

Silex brauchte nicht allzu lange, seine Leute um sich zu versammeln. Seit Opales Rückkehr hatte er die Möglichkeiten überdacht, die ihm noch blieben. Es gab keinen Zweifel an der Effizienz seiner Wachen überall im Reich. Sie würden Pierre aufgreifen, bevor er auch nur ansatzweise zu seiner Mutter vordringen könnte, die im Übrigen sehr gut verborgen gehalten wurde.

Trotzdem wollte er lieber alle Vorsichtsmaßnahmen ergreifen. Ein Scheitern seines von langer Hand vorbereiteten Plans konnte sie in ihrem Kampf gegen die Steinmenschen um Generationen zurückwerfen - entgegen allem, was er zu Opale gesagt hatte. Er war n

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