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Die Stimme der Jägerin von Harrison, Thea (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.01.2014
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Die Stimme der Jägerin

Ein Muss für Fans der Elder-Races-Reihe! Als Claudia Hunter auf dem Weg durch die Wüste Nevadas einen halbtoten Hund am Straßenrand bemerkt, wird ihr schnell klar, dass hier etwas nicht stimmen kann. Luis ist kein Hund, sondern ein Wyr. Zu verletzt, um seine Gestalt zu verändern, ist er jedoch leichte Beute für seine Verfolger. Claudia ist die Einzige, die ihm helfen kann, aber ist sie auch bereit, sich selbst in solch große Gefahr zu begeben? Wir versprechen euch eine perfekte Mischung aus Liebe, Action und Drama! Nach Das Herz des Wolfes kommt nun die zweite Kurzgeschichte zur Elder-Races-Reihe von Thea Harrison. Die beiden Geschichten werden zusammen mit zwei weiteren in der Harrison-Anthologie 'Berührung der Dunkelheit' erscheinen. Thea Harrison ist ein Pseudonym der Autorin Teddy Harrison. Bereits im Alter von neunzehn Jahren begann sie zu schreiben und veröffentlicht seither mit großem Erfolg Liebesromane. Derzeit lebt sie in Nordkalifornien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 130
    Erscheinungsdatum: 09.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783802592973
    Verlag: LYX
    Größe: 685 kBytes
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Die Stimme der Jägerin

1

Die Tiefen

Claudia hatte nicht erkannt, dass es sich bei dem beträchtlichen Hügel auf dem Seitenstreifen des Highways um ein Lebewesen handelte. Nicht auf Anhieb.

Mit fast hundertachtzig Stundenkilometern fuhr sie auf der I-80W durch ein einsames Stück Nevada. Die Weiten der Wüste waren mit Flecken in Lindgrün, silbrigem Sandbraun, Gold und Beige übersät und von dunklen, schneebedeckten Bergen umringt. Der Himmel spiegelte das Land in riesigen Schwaden silbern umrandeter Wolken. Die windgepeitschte Stille war gewaltig, brutale Hitze strahlte von der durchdringend gelblichweißen Nachmittagssonne herab und stieg brodelnd vom Straßenbelag auf. Angeblich trafen sich in den Wüstenregionen der Erde die Dschinn zum Tanz.

Später hätte sie nicht mehr erklären können, warum sie angehalten hatte, um sich die Sache anzusehen. Sie war einfach einem Impuls gefolgt, auf die Bremse gestiegen und hatte gewendet. Auf dem Highway waren keine anderen Fahrzeuge zu sehen, sie war das einzige Lebewesen weit und breit. Jedenfalls dachte sie das.

Claudias 1984er BMW kam neben der Erhebung zum Stehen. Beim näheren Hinsehen wurde ihr schwer ums Herz. Es war ein Hund, ein ungewöhnlich großer. Auch wenn sie sich mit Rassen nicht auskannte, war sie sicher, dass es sich um eine Haushund-Art handeln musste. Ein Wolf oder Kojote war es gewiss nicht. Der leblose Körper war muskulös, er hatte eine breite, kräftige Brust, einen langen, schweren und dennoch eleganten Knochenbau und einen stattlichen, wohlproportionierten Kopf. Der Hund hatte entsetzliche Verletzungen erlitten. Sein Hals war dick angeschwollen, sein dunkelbraunes und schwarzes Fell mit großen Schürfwunden übersät.

Claudia fragte sich, was er hier mitten in der Wüste machte. Hatte ihn jemand angefahren, oder war er ungesichert auf der Ladefläche eines Transporters mitgefahren und herausgefallen? Womöglich beides. Sie hoffte, dass er schnell gestorben war.

Eine seiner riesigen Vorderpfoten zuckte.

Noch bevor ihr Gehirn kapierte, was ihr Körper tat, rammte sie den Schalthebel des BMW in die Parkposition und griff nach ihrer Wasserflasche. Als sie aus dem Wagen stürzte, fiel die Abschirmung, die sie so mühsam aufgebaut hatte, von ihr ab. Sie durchschritt eine unsichtbare Barriere, um ganz in ihre Umgebung einzutauchen und mit ihr in Kontakt zu treten.

Neben dem Hund fiel sie auf die Knie. Von wegen "ungewöhnlich groß" – er war riesig. Sie wusste zwar nur wenig über Hunde, aber doch so viel, dass nur wenige Rassen eine solche Größe erreichten. Er war größer als ein Deutscher Schäferhund und zu schwer für eine Dänische Dogge, also musste es sich um eine andere Doggenart handeln. Verdammt, er war nicht nur am Leben, es sah sogar aus, als wäre er bei Bewusstsein. Sein keuchender Atem ging schnell und flach, die Zunge hing ihm aus dem offenen Maul. Die Augen hatte er geschlossen, und die Muskeln im Bereich der Augenhöhlen waren vor Schmerzen angespannt.

"Gütiger Himmel." Der Wind, der über die kilometerweite Einsamkeit hinwegfegte, riss ihr die Worte von den Lippen und trug sie davon.

Vorsichtig schob sie dem Hund eine Hand unter den Kopf, hob ihn an und versuchte ihm ein wenig Wasser ins Maul zu träufeln. Er hatte gefährliche Beißerchen – kräftige weiße Zähne, so lang wie ihre Finger. Es war schwierig zu sagen, ob er das Wasser überhaupt bemerkte. Sie glaubte es nicht.

Claudia war ein wenig größer als die Durchschnittsfrau und wog zwischen siebzig und zweiundsiebzig Kilo. Der Hund war sicherlich um die Hälfte schwerer als sie, vielleicht hunder

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