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Die Verdammnis der Ewigkeit von Plisk, J. J. (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Die Verdammnis der Ewigkeit

Ein selbstsüchtiger Mann, der stets nur eigene Ziele verfolgt, erfährt eines Tages, dass er an einem unheilbaren Gehirntumor leidet und dass er bald sterben würde. In der Zeit, die ihm noch bleibt, versucht er eine furchtbare Tat, die er einer Frau vor vielen Jahren angetan hatte, wiedergutzumachen. Während seine Krankheit unaufhaltsam fortschreitet, leidet er unter immer stärker werdenden Kopfschmerzen und gleichzeitig wird er von seltsamen Träumen heimgesucht, scheinbar über vergangene Leben und Zeitalter, die ihm so luzide erscheinen, als ob es seine eigenen Erinnerungen wären. Eines haben sie alle gemeinsam, er begegnet dort immer wieder einer besonderen Frau, die er zu beschützen versucht und für die er unzählige Male sein Leben hergibt, bis es ihm gelingt ... Was hat das alles zu bedeuten? Wer oder was ist er? Und wer ist diese Frau? Und was wird wohl passieren, wenn er diesmal seine letzte Reise antritt?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 350
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783752853063
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 627 kBytes
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Die Verdammnis der Ewigkeit

I.

Der alte Mann

Dunkelheit, nichts als undurchdringliche, tiefschwarze Dunkelheit und tödliche Kälte. Das machte ihm jedoch gar nichts aus, das Einzige, was sein Bewusstsein wahrnahm, war die Geschwindigkeit, mit der er sich vorwärts bewegte. Angst verspürte er keine, weil er genau wusste, was er tat und wohin seine Reise zielte. Zeit und Entfernung spielten für ihn keine Rolle. Er befand sich im tiefsten Weltall, irgendwo zwischen den Galaxien. Das Tempo, mit dem er nach vorne schnellte, ließ für ihn die Zeit fast stehenbleiben. Es war ihm sehr wohl bewusst, dass er nicht alleine unterwegs war und dass sich die anderen ebenfalls auf der Suche befanden, auch nach ihm. Er hatte jedoch den Vorteil, dass er sich tarnen konnte, um nicht entdeckt zu werden, wenn er dies beabsichtigte. Nicht viele hatten diese Fähigkeit erwerben können. Er war mehr oder weniger eine Ausnahme, doch gerade diese Eigenschaft hatte er wirkungsvoll zu nutzen gelernt. Wie lange er bereits auf diese Weise das All durchstreifte, hätte er nicht sagen können, weil er sein Dasein nicht nach der Zeit bestimmte. Dennoch spürte er gerade, dass er seinem Ziel langsam näherkam. Die pechschwarze Finsternis fing langsam an zu schwinden. Es war zuerst nur ein Hauch von einem helleren Spot in der weiten Ferne, den er vernahm und der nicht mehr so dunkel zu sein schien, wie das unendliche Weltall um ihn herum. Nur ein Schatten, der für ein menschliches Auge nicht wahrzunehmen wäre, für ihn jedoch ein eindeutiges Zeichen, dass sich seine Reise dem Ende näherte. Bald würden die ersten Sterne erscheinen und die absolute Dunkelheit, die ihn bislang umgab, verdrängen, was ihn irgendwie erfreute. Gefühle waren für ihn bis vor Kurzem etwas völlig Unbekanntes gewesen. Damit musste er noch zurechtkommen. Er verspürte eine leichte Aufregung, sein Bewusstseinszustand veränderte sich auf eine Weise, die ihm noch vollkommen fremd gewesen war. Diese Veränderungen seiner eigenen Substanz erschienen in der letzten Zeit immer häufiger. Er würde lernen müssen, damit umzugehen. Das war auch einer der Gründe gewesen, warum er sich auch auf die Suche begeben hatte. Wie viele Galaxien und Sonnensysteme hatte er bereits durchforstet und erkundet, erfolglos und vergebens. Zwischendurch hatte er sogar ans Aufgeben gedacht. Etwas, ein bislang unbekannter Drang, hatte ihn jedoch vorangetrieben und diese Gefühlsregung, die er immer wieder verspürte, zwang ihn stets weiterzumachen. Außerdem musste er schneller sein als die anderen, das war enorm wichtig. Und dieses Mal hatte er ein unverkennbares Gefühl, dass es sich endlich um den richtigen Ort handelte, hier würde er fündig werden. Er konnte sich diese Sinnesempfindung nicht erklären, doch er war sich sicher, dass er diesmal richtiglag, dass seine Suche sich dem Ende näherte, dass...

Der alte Mann, der auf einer schäbigen Bank mitten in einer kleinen Parkanlage saß, wachte ruckartig auf. Es dauerte eine Weile, bis ihm wieder bewusst wurde, wo er sich gerade befand. In der Nähe spielten auf einem Spielplatz ein paar Kinder, deren Tätigkeit von ihren Müttern sorglos verfolgt wurde. Es war Spätherbst und die Bäume um ihn herum hatten ihr buntes Laub größtenteils bereits verloren. Sie standen still und majestätisch um ihn herum und ihre verflochtenen Äste ragten kahl und traurig in den wolkenlosen Himmel hinauf. Die Nachmittagssonne schien zwar ungehindert auf den alten Mann nieder, die Wärme blieb dennoch aus. Klirrende makellose Kälte, die ihn an seinen seltsamen Traum erinnerte. Trotzdem erwachte er völlig verschwitzt. Seine Kopfschmerzen meldeten sich abermals, stärker denn je. In dem Augenblick beachtete er sie jedoch gar nicht, sondern versuchte er, sich zu besinnen und einen klaren Gedanken zu fassen. Es war nicht das erste Mal gewesen, dass ihn solche Träume heimgesucht hatten. In der letzten Zeit kamen sie immer öfter, meistens jedoch kurz vor dem Aufwachen, wo man am inten

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