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Die Wächter - Dunkle Verschwörung Roman von Lukianenko, Sergej (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.03.2016
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Die Wächter - Dunkle Verschwörung

Atemberaubende Spannung, dunkle Magie und Abenteuer pur - "Die Wächter 2" ist ein muss für jeden Fantasy-Fan So hatte sich Alexej Romanow, frisch gebackenes Mitglied der Nachtwache, seinen Dienstantritt nicht vorgestellt: Die ganze Stadt ist in Aufruhr, und das Gleichgewicht zwischen den Mächten des Lichts und der Dunkelheit droht ins Wanken zu geraten, denn im Spiel der größten Magier der Welt ist ein geheimnisvoller Unbekannter aufgetaucht - ein Unbekannter, dessen Kräfte die der Tag- und Nachtwache bei Weitem übersteigen. Ehe er sichs versieht findet sich Alexej in einem Geflecht aus Intrigen, Lügen und Verbrechen wieder ... Sergej Lukianenko, 1968 in Kasachstan geboren, studierte in Alma-Ata Medizin, war als Psychiater tätig und lebt nun als freier Schriftsteller in Moskau. Er ist der populärste russische Fantasy- und Science-Fiction-Autor der Gegenwart, seine Romane und Erzählungen wurden mehrfach preisgekrönt. Die Verfilmung von 'Wächter der Nacht' war der erfolgreichste russische Film aller Zeiten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 08.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641168667
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: (Stamp of Twilight - The Watch Series Book 2)
    Größe: 3560 kBytes
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Die Wächter - Dunkle Verschwörung

Eins

Alexej. Mensch

Ich wachte auf, als hätte mich jemand angeknipst. Eben war ich noch in einen Abgrund gestürzt, nun saß ich aufrecht in meinem Bett. Mein Herz wummerte, als hätte ich bei einem Hundertmeterlauf einen neuen Rekord aufgestellt, über meine Stirn rannen Schweißperlen. Mit letzter Kraft stand ich auf und schleppte mich auf wackligen Beinen zur Küche, öffnete den Kühlschrank und trank einen halben Liter Cola auf ex.

Es tagte gerade. Die Uhr zeigte fünf. Der Wecker würde also erst in einer Ewigkeit klingen, und angesichts der Überstunden gestern war es mein gutes Recht, erst um zehn im Büro zu erscheinen. Nach diesem langen Tag gestern ...

Ich wischte mir den Schweiß von der Stirn und versenkte die Flasche in der Mülltüte. Warum konnte ich bloß diesen widerlichen Albtraum nicht abschütteln? Obwohl Licht in der Küche brannte, das dunkle Parkett, das irgendein Gastarbeiter ziemlich schlampig verlegt hatte, bei jedem Schritt knarrte und ich mir bereits kaltes Wasser ins Gesicht gespritzt hatte, sah ich immer noch dieses schreckliche Bild vor mir. Diese graue Welt, dieser tote Blick, der mich bannte, diese nadelspitzen Eckzähne ...

Ich wankte zum Sofa, ließ mich auf den Rücken fallen und verschränkte die Hände hinterm Kopf. Vampire gingen mir auf die Nerven, Dämonen und Werwölfe lockten mich ebenfalls nicht hinterm Ofen hervor. Einige dieser schillernden Figuren ließ ich ja gelten, Van Helsing oder John Constantine zum Beispiel, aber alles in allem meinte ich doch, außer infantilen Jugendlichen würde niemand diesen Blutsaugern etwas abgewinnen. Doch siehe da, plötzlich schwappte die Bis(s) -Welle auch auf mich über.

Irgendwie wollte es mir nicht gelingen, wieder einzuschlafen. Nach einer Weile döste ich zwar ein, schreckte jedoch gleich wieder hoch, sodass ich beschloss, das Unvermeidliche nicht länger hinauszuschieben, aufstand und ins Bad schlurfte.

Aus dem Spiegel starrte mich ein leicht verknittertes, aber doch ganz passables Gesicht an, in dem kein Laster seine Spuren hinterlassen hatte. Ich trank bloß in Maßen, und auch das ausschließlich in angenehmer Gesellschaft, rauchte nicht und hielt mich bei allen fettigen, scharfen und süßen Speisen zurück. Mein Körper dankte mir dies fürsorgliche Verhalten immerhin mit einer gesunden Gesichtsfarbe.

Doch es gab auch einiges zu kritisieren: Meine Augen hätten nicht unbedingt von langweiligem Grau sein müssen. Ein rätselhaftes Grün hätte mich gefreut oder auch ein edles Blau. Meine Nase erinnerte zwar nicht gerade an eine Kartoffel, doch von einem römischen Profil konnte weiß Gott nicht die Rede sein. Mein Kinn war weder quadratisch noch ragte es als Zeichen eines unbeugsamen Charakters und außergewöhnlicher Willensstärke markant vor. Alles in allem konnte ich mich über meine äußere Erscheinung aber nicht beklagen.

Der Dreitagebart durfte noch einen Tag länger stehen bleiben. Nach einer raschen Dusche schnappte ich mir ein frisch gewaschenes, gebügeltes Hemd und bürstete meine Jeans ab. Die Sonnenbrille wanderte vom Regal in meine Brusttasche. Schließlich griff ich nach dem Handy und atmete erst einmal tief durch. Meine Finger zitterten leicht. Eigentlich wäre ich am liebsten zu Hause geblieben, da machte ich mir nichts vor. Vor allem wollte ich partout nicht zum Parkplatz stiefeln, auch wenn ich jeden Strauch am Wegrand kannte. Aber ... aber was?

In einem Anflug von Entschlossenheit verließ ich die Wohnung und verriegelte die Stahltür mit beiden Schlössern, als wollte ich mir selbst jeden Weg zurück unmöglich machen.

Ganz bewusst nahm ich den gewohnten Weg, obwohl ich nur zu gern einen Haken geschlagen und ihn gemieden hätte. Selbstverständlich erinnerte rein gar nichts an meinen Albtraum von heute Nacht. Die Birken wogten leise im Wind, die Menschen eilten zur Arbeit, die Autos - die man natürlich unmittelbar vor den Häusern geparkt hatte - fuhren in alle R

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