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Die Wandler - Andere Welten Band 2 der Serie Die Wandler von Bitterlich, Laura (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.10.2014
  • Verlag: edition zweihorn
eBook (ePUB)
7,99 €
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Die Wandler - Andere Welten

Kaum haben Leara und Enoret das Königreich der Wandler verlassen, finden sie sich in einem fremden und mit heimtückischen Wesen bevölkerten Land wieder. Die Menschen, denen sie hier begegnen, sind erfüllt von Misstrauen. Schlimmer noch: In Leara sehen sie eine gefährliche Kriegstreiberin, die vernichtet werden muss. Noch haben die Menschen hier keine Kunde darüber, dass die Chimäre nicht mehr am Leben ist. Doch auch in diesem Königreich gibt es ein mächtiges Wesen, mit dem sich die Menschen verbündet haben. Ist es wirklich so friedliebend, wie es scheint? Oder treibt es ein perfides Spiel sowohl mit seinen Anhängern als auch mit den Fremden? Laura Bitterlich, geboren am 17.09.1996, begann mit dreizehn Jahren ihr erstes Manuskript 'Die Wandler - Der Beginn' zu schreiben. Den Folgeband 'Die Wandler - Andere Welten' hat sie 2014 fertiggestellt. Sie hat auch noch andere Projekte in Planung. Laura wohnt zusammen mit ihrer Familie in einem kleinen Dorf am Rand des Saarlandes. Weitere Informationen, Aktuelles zum Buch und ausgewählte Leseproben finden Sie unter: www.laura-bitterlich.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 194
    Erscheinungsdatum: 07.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783943199963
    Verlag: edition zweihorn
    Serie: Die Wandler Bd.2
    Größe: 4328 kBytes
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Die Wandler - Andere Welten

1. Kapitel

Ein Rascheln, wie von einer Maus, die durch Stroh läuft. Das Gemurmel von Stimmen, die durch eine Wand dringen, gedämpft, aber noch hörbar. Schritte. Eine Tür, die sich öffnet.

Ein Lichtstrahl blendete Learas Augen, sodass sie nur einen Schemen erkannte, der durch die Tür kam und sich neben sie hinkniete. Eine weibliche Silhouette, vermutlich eine ältere Frau, beugte sich über Leara und hob ihren Kopf an, um ihr einen Becher mit Wasser an die Lippen zu setzen. Gehorsam schluckte sie, trank den Becher gierig aus, um das Kratzen in ihrer Kehle zu vertreiben. Als der Becher leer war, ließ die Frau Leara wieder zu Boden sinken. Doch als sie sich anschickte, den kleinen Raum wieder zu verlassen, holte das Mädchen tief Luft. "Bitte", krächzte sie, "wo bin ich? Wieso bin ich eingesperrt? Bitte lassen sie mich gehen!" Die Frau hielt inne. Für einen Moment sah es so aus, als wolle sie sich zu Leara umdrehen, straffte dann aber die Schultern und ging durch die Tür, schloss sie, und ließ Leara damit wieder in der Dunkelheit zurück. Benommen starrte das Mädchen auf die Tür. Sie erkannte ein winziges quadratisches Fenster darin, das mit Eisenstäben gesichert war und durch das ein schmaler Streifen dämmriges Licht hereindrang.

Leara spürte, dass ihre Kraft langsam wieder stärker wurde. Frustriert wollte sie aufspringen, gegen irgendetwas schlagen, doch da fiel ihr auf, dass ihre Hand- und Fußgelenke gefesselt waren. Das Schlimmste ahnend versuchte sie sich zu verwandeln, doch das Silber, das in den Fesseln enthalten sein musste, verhinderte dies. Ein unartikulierter Laut der Wut entrang sich ihrer immer noch ausgetrockneten Kehle.

Da erklang erneut das Rascheln, das sie schon zuvor wahrgenommen hatte. Sie runzelte die Stirn. Das war eindeutig zu laut für eine Maus.

"Leara? Du bist wieder bei Bewusstsein?", erklang die dunkle Stimme Enorets.

"Enoret? Ja, bin ich. Bist du auch gefesselt?"

"Was erwartest du denn? Dass sie dich fesseln und mich hier frei rumliegen lassen?"

Leara grinste. Es konnte Enoret nicht vollkommen schlecht gehen, wenn er wegen solch einer Kleinigkeit schon sarkastisch wurde. "Was genau ist passiert?", fragte sie ihn. "Ich hab irgendwie nur bruchstückhafte Erinnerungen. Ich weiß noch, wie wir von der Mauer des Fünften aus losgeflogen sind, in Richtung des Waldes, aber weiter weiß ich nicht mehr."

"Wundert mich nicht", grummelte Enoret. "Madame sollte eben nicht alles essen, was sie auf dem Weg findet."

"Bitte? Erzähl bitte, was passiert ist."

"Setzen wir mal da an, wo deine Erinnerung aufhört. Du hast recht, wir sind zu diesem Wald geflogen, der einige Kilometer entfernt lag. Die Sonne ging bereits unter, weshalb wir beschlossen, im Wald unser Nachtlager aufzuschlagen. Während ich ein Feuer gemacht und unser Lager hergerichtet habe, hast du ein wenig gejagt und irgendwelches Zeug gesammelt ... Pilze und Obst vor allem. Das meiste davon erschien mir völlig unbekannt, deshalb hab ich das Kaninchen gegrillt, das du mitgebracht hast. Du allerdings hast darauf bestanden, alles zu probieren, was du gesammelt hast, egal wie oft ich dir davon abriet. Aber auf mich hört ja keiner! Jedenfalls bist du irgendwann einfach umgekippt, ich dachte schon, du seist tot. Dein Herz schlug aber noch und geatmet hast du auch. Ich hab dich also näher ans Feuer geschoben und gehofft, dass du am Morgen wieder okay sein würdest. Was hätte ich schließlich sonst tun sollen? Ich hatte keine Ahnung, was das für Unkraut war, das du mitgebracht hattest. Daher konnte ich auch nicht genau sagen, was dagegen hilft. Eigentlich wollte ich Wache halten, doch ich muss wohl eingeschlafen sein. Aufgewacht bin ich dann gefesselt und über den Rücken eines Pferds geworfen. Ein bis an die Zähne bewaffneter riesiger Mann führte das Pferd an einem Zügel, du lagst gleich neben mir und hast selig vor dich hin geschnarcht. Ich wette, man konnte dich

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