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Die Welten der Skiir 1: Prinzipat von Boom, Dirk van den (eBook)

  • Verlag: Cross Cult
eBook (ePUB)
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Die Welten der Skiir 1: Prinzipat

Die Zeit des Erwachens ist gekommen. Zweihundert Jahre nach der Eroberung der Erde durch die insektoiden Skiir wird die vollständige Isolation der Menschheit aufgehoben. Die ersten Schritte in die galaktische Gemeinschaft konfrontieren die Menschen mit einer harten Realität: voller Intrigen, rivalisierenden Gewalten, Manipulationen und einer Hierarchie, in der man sich mühsam hocharbeitet oder untergeht. Widerstand brodelt gegen die Herrschaft der Skiir. Als ein mysteriöser Angreifer eine der Kernwelten des Imperiums attackiert und die gottgleichen Herrscher in der Verteidigung ihres Besitzes versagen, bricht die Krise aus. Die Menschheit steht vor der Wahl: gemeinsam mit ihren neuen Herren für den Erhalt des Reiches zu kämpfen oder die Gunst der Stunde zu nutzen und die Freiheit wiederzuerlangen ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 450
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864258961
    Verlag: Cross Cult
    Größe: 1173 kBytes
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Die Welten der Skiir 1: Prinzipat

1

D as kleine Mädchen machte drei wackelige Schritte vorwärts. Mit seinen zwei Jahren war es noch nicht sehr sicher auf den Beinen. Es hatte ein leichtes Sommerkleid an, hellgelb mit aufgenähten roten Blütenblättern. Das Kind lief über eine grüne Wiese und die Sonne schien. In der rechten Hand hielt es eine gelbe Blume, fast von der gleichen Farbe wie sein Kleid, frisch gepflückt. Die kleine Dame lächelte dabei, ganz im Einklang mit sich selbst und der Natur, die sie umgab.

Flokhart Eder nahm das zumindest an.

Drei Schritte vorwärts, dann gefror das Bild. Es zitterte. Dann einen Schritt zurück. Wieder ruckelte es. Drei Schritte vorwärts. Ein endloser Zyklus. Das 3-D-Rama war mehr als zweihundert Jahre alt und eigentlich kaputt. Wie er es wieder in Gang gebracht hatte, wusste er auch nicht. Das kleine Mädchen war lange tot.

Es war seine Großmutter.

Eder drehte das 3-D-Rama in seinen Händen. Hinten stand in dünnen Ziffern ein Datum, kaum lesbar. 16.3.2098. Drei Jahre bevor die Skiir gekommen waren. Es gehörte zu Eders wertvollsten Besitztümern und allein schon deswegen würde er es hierlassen, wo er es wohlbehütet wusste.

Er stellte es behutsam in die Vitrine. Darin standen noch andere Preziosen aus der alten Zeit, sorgfältig gehütet, egal ob beschädigt oder nicht. Eder schaute noch einen Moment hinein. Die meisten Sachen gehörten seinem Vater, der die alten Dinge unablässig sammelte. Ein paar waren seine. Er würde sie sicher vermissen.

Die Holzbohlen quietschten, als er einen Schritt machte und einen letzten Blick auf seine gelöst lächelnde Großmutter warf. Er drehte sich um und schaute aus dem Fenster. Es war Sommer, wie damals. Vermutlich sein letzter Sommer, zumindest für lange Zeit. Staub tanzte im Sonnenlicht, draußen rauschten die Bäume. Vögel zwitscherten. Eine Idylle. Sein Haus. Sein Land.

Seine linke Hand fuhr über die Maserung des Tisches, neben dem er jetzt stand. Er hatte die Platte selbst aus dem Stamm geschnitten, den Baum selbst gefällt, die Bohlen abgemessen, die Oberfläche poliert, geölt und lackiert. Sein erster Tisch, vor gut zwanzig Jahren vollendet, unter den wachsamen Augen seines Vaters. Er sah vor seinem geistigen Auge seine Mutter am Tisch sitzen, in seiner Vorstellung genauso fragil und geisterhaft, wie sie im wirklichen Leben gewesen war, mit ihren spinnenartigen Fingern in eine Stickerei vertieft. Sie hatte den Tisch gemocht, jeden Abend an ihm Platz genommen, die weichen Sessel und Sofas verschmäht, ein Zeichen stillen Stolzes auf das, was ihr Sohn vollbracht hatte, eine immerwährende Anerkennung seiner Leistung. Wenn er irgendetwas vermissen würde, dann diesen Tisch und das Bild seiner Mutter, die für ihn irgendwie immer noch hier saß und ihn aus wachsamen Augen ansah. Sie war seit fünf Jahren tot. Er dachte nicht gerne daran.

"Eine gute Arbeit."

Der hohe Lehnstuhl knarrte, als sein Vater sich bewegte, das verwitterte Gesicht der wärmenden Sonne zugewandt. Er bewegte sich nicht mehr viel, die Gicht machte ihm zu schaffen. Vor zweihundertdrei Jahren, als das 3-D-Rama aufgenommen worden war, wäre das kein Problem gewesen. Doch die Skiir hatten der Menschheit viel ihres Wissens genommen. Das würde sich bald ändern und Eder war das Symbol dieser Veränderung.

"Du hast mir geholfen", sagte er zum Vater. Der schüttelte den Kopf.

"Ich habe ein Talent in dir entdeckt und es aufgeweckt. Mein Anteil daran war gering."

Eder trat neben ihn und schaute aus dem Fenster.

"Wann?"

"Ich warte noch auf das genaue Datum. Der Rat wird mich benachrichtigen. Aber bald. Das Erwachen ist beendet. Die Skiir haben den Schirm schon abgeschaltet. Es kann sich nur noch um Wochen handeln. Ich bin in Bereitschaft, genauso wie das Team."

"Ich vermisse das Grün beinahe. Nachts war es recht angenehm."

Eder sagte nichts. Man konnte es so oder so sehen. Das Grün des Schirms als an

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